12.02.2020

Ja, das macht die Katze froh Stiftung Warentest untersucht Katzenstreu: Das sind die besten!

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Katzenstreuen sind alle gleich? Weit gefehlt. Stiftung Warentest hat 17 Produkte für die Mauzis untersucht. Das sind die Gewinner des Expertentests.

Foto: Shutterstock/Andrey_Kuzmin

Katzenstreuen sind alle gleich? Weit gefehlt. Stiftung Warentest hat 17 Produkte für die Mauzis untersucht. Das sind die Gewinner des Expertentests.

Verklumpung, Geruchsbindung, Preis: Beim Kauf von Katzenstreu gibt es einiges zu bedenken: Stiftung Warentest hat all das untersucht. Das sind die Ergebnisse.

Je teurer, umso besser? Auch beim Katzenstreu kann Stiftung Warentest diese Behauptung widerlegen. Preiswerte Streu schnitt im Expertentest richtig gut ab. Hier lesen Sie, welche Katzenstreu am besten abschnitt.

Katzenstreu bei Stiftung Warentest: Die Gewinner sind…

Die drei Erstplatzierten sind die Edeka Premium Ultra Klump Streu (51 Cent pro Liter), Kaufland Ultra- Klumpstreu (49 Cent) und Coshida Ultra weiß von Lidl (49 Cent). Die Basis der drei Produkte: mineralisches Bentonit. Von den drei getesteten Streuen auf pflanzlicher Basis wurden zwei mit gut bewertet: Dein Bestes Öko-Klumpstreu von dm (40 Cent) und Catsan Natural (1,25 Euro pro Liter).

Stiftung Warentest: Die Katzenstreuen liegen dicht beieinander

Der letzte Katzenstreu-Test von Stiftung Warentest datiert von 1993: Hier setzten die Hersteller auf Altpapier, Stroh, Maisabfälle, Molererde oder Porenbeton. Die Testsieger damals waren Produkte aus Bentonit, einem weichen Gestein aus Tonmineralien mit aufquellender Eigenschaft, wenn Flüssigkeit damit in Berührung kommt. Bentonit hat sich inzwischen überall durchgesetzt. Auch beim aktuellen Test basieren 14 der 17 getesteten Klumpstreuen auf dem Naturton. Inzwischen gibt es Konkurrenz von Streu aus nachwachsenden Rohstoffen: Drei der getesteten Produkte bestehen aus Pflanzenfasern. Die Experten wollten wissen, ob sie ebenso effektiv sind wie die Klassiker.

Experten und Katzenbesitzer: So wurde getestet

Unter Laborbedingungen überprüfte Stiftung Warentest, wie gut die Produkte Urin binden und Gerüche neutralisieren. Untersucht wurde auch, wie ergiebig sie sind und wie stark sie stauben. 18 Katzen und ihre Besitzer unterzogen die Streu zusätzlich im Alltagstest daheim.

Das Ergebnis: Alle Streuen tummeln sich in der Gesamtbewertung eng beieinander. Die Testsieger: Zwei der Besten – erhältlich bei Kaufland und Lidl – zählen zu den günstigsten. Hier sind pro Katze mit monatlichen Kosten von ca. 9 bis 10 Euro zu rechnen. Unter den zehn mit "Gut" bewerteten Produkten haben sich auch zwei aus Pflanzenfasern platziert: das sind Catsan Natural, das durch besonders stabile Klumpenbildung überzeugt, mit 33 Euro im Monat aber vergleichsweise teuer ist. Wer weniger Geld ausgeben kann: Die ÖkoKlumpstreu von dm ist ergiebig und preiswert. Hier fallen monatlich nur etwa 7 Euro an. ABER: Diese Streu bleibt stark an Fell und Pfoten haften. Unangenehm für die reinlichen Tiere, aber auch für den Menschen, da die Haustiger die Streu im Haus verteilen.

Klumpleistung nicht so gut

Beim Produkt aus Holzresten, wie bei Cat’s Best Original, zerfielen die weichen Klumpen vergleichsweise leicht – eine unangenehme Sache beim Säubern der Toilette. Im Alltagstest untersuchten die Katzenbesitzer, wie gut die Produkte neben flüssigen auch feste Hinterlassenschaften aufsaugen und binden konnten. Der Testsieger in dieser Kategorie waren Catsan Ultra, Coshida, K-Classic, Golden Grey und Tigerino. Biokat‘s fiel hingegen durch, da die Streu teilweise stark am Boden des Klos festklebte und sich schwer entfernen ließ.

Gut zu wissen: Anders als bei Lebensmitteln sind die Begriffe "Öko" und "Bio" bei Katzenstreu nicht geschützt. So besteht Biokat‘s zum Beispiel aus normalem Ton.

Geruchsprobleme? Kaum!

Bei den meisten getesteten Streuen hatten Experten und Katzenbesitzer kaum etwas zu beanstanden. Top: Die Streu von Kaufland roch selbst nach drei Tagen Benutzung kaum. Beim Fressnapf-Produkt "Premiere Excellent Pure" dagegen stellten die Stiftung Warentest-Experten einen deutlichen Ammoniakgeruch fest.

Ergiebigkeit: Zwei Produkte platzieren sich bestens

Katzenstreu-Produkte, vor allem Produkte aus Ton, sind schwer, wie Einkäufer aus eigener leidvoller Erfahrung wissen. Die getesteten Produkte wogen ca. vier bis zwölf Kilogramm. Umso wichtiger, dass das Katzenstreu ergiebig ist. Erfolgreich bestanden die Streu von Fressnapf diesen Test sowie die Öko-Streu von dm. Die Zehn-Liter-Packung der pflanzlichen dm-Streu wiegt nur 3,7 Kilogramm und war das Leichtgewicht im Test, die Fressnapf-Streu bringt mehr als das Dreifache auf die Waage. Das Ergebnis: Beide Produkte binden pro Liter zehn bis elf kleine Hinterlassenschaften. Dagegen schafften die Produkte von Thomas, Biokat’s und Golden Grey nur halb so viele.

Stiftung Warentest untersucht Katzenstreu: Ob selbst der Testgewinner hier auf prominenten Besuch hoffen kann? So lebt Karl Lagerfelds Luxus-Kätzchen "Choupette". Nicht die richtige Streu ausgesucht? Da kann der Vierbeiner schon mal sauer werden: Ist das die neue Grumpy Cat?

Mehr Testergebnisse gefällig? Hier geht es zu unserer Themenseite Stiftung Warentest. Und Katzenfans werden auf unserer Seite Katzen sicher fündig.

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