27.01.2020 - 15:23

Damalige Träume wurden wahr Zukunftsvisionen von 1984: Welche sind Realität geworden?

Technologien, von denen Schüler 1984 nur träumten, sind heute Realität – so auch beispielsweise VR-Spiele.

Foto: Charley Gallay / Freier Fotograf

Technologien, von denen Schüler 1984 nur träumten, sind heute Realität – so auch beispielsweise VR-Spiele.

Das hätte wahrscheinlich niemand geglaubt, dass im Jahr 1984 formulierte Zukunftsideen 36 Jahre später teilweise wirklich eintreten. Wir zeigen Ihnen, welche das sind…

Gehen wir kurz zurück in die 80er-Jahre: Damals waren Handys für jedermann keine Selbstverständlichkeit, krisseliges TV beherrschte das Wohnzimmer und von Tablets war noch keine Rede. Vieles, was wir heute haben, steckte damals noch in den Kinderschuhen oder war noch gar nicht vorstellbar. Auch das Jahr 2020 erschien meilenweit weg. Doch große Träume und genaue Vorstellungen davon, wie über 30 Jahre später die Welt aussehen könnte, gab es viele.

So hatten auch im Jahr 1984 von der Zeitung "The Billings Gazette" befragte Schüler einige Ideen für die Zukunft. Manche dieser Vorstellungen sind wirklich fast so wie beschrieben eingetreten und heutzutage in unserem Alltag zu finden. Welche das sind, zeigen wir Ihnen.

Diese Zukunftsvisionen von damals ähneln unseren Errungenschaften der Gegenwart

Damals reine Utopie-Gedanken und wilde Spekulationen, heute ein Teil unseres Lebens: Diese 1984 in der Fantasie vorgestellten Zukunftstechnologien gibt es in leicht abgewandelter Form mittlerweile wirklich:

  • Leise Autos: "Die Autos werden leise sein und darauf ausgerichtet sein, vom Start bis zu hohen Geschwindigkeiten reibungslos zu fließen, wodurch quietschende Reifen und donnernde Auspuffrohre vermieden werden. Vielleicht atomar angetrieben oder durch Sonnenenergie, die sich im gesamten Außenmaterial sammelt und durch fortschrittliche Technologie zur Antriebskraft wird" – so verfasste ein Schüler seine Vision. Heutzutage sind die Fortschritte der Autohersteller enorm, beispielsweise sind die leisen Elektroautos immer weiter auf dem Vormarsch.
  • Überwachungskameras: "Die Kameras werden in der ganzen Stadt verteilt sein, damit der Computer sie sehen kann. Wenn die Computer Räuber oder Vandalen sehen würden, würde der Computer sie eliminieren", heißt es von einer anderen jungen Visionärin. Überwachungskameras gibt es mittlerweile an vielen öffentlichen Orten – glücklicherweise (noch) nicht überall.
  • Roboter im Alltag: "Alle werden fett und faul, weil Computer und Roboter die ganze Arbeit machen", lautet eine weitere Vorstellung. Ersteres ähnelt mehr einer Dystopie, ist aber tatsächlich eingetroffen, denn die Zahl der Übergewichtigen ist in den letzten Jahrzehnten enorm gestiegen. Doch allein auf Computer und Roboter zurückzuführen, ist dies nicht. Der Verfasser dieser Vision könnte sich heute aber über einige Technologien freuen, die einem die Arbeit abnehmen. Zu nennen wäre hier der Saugroboter, aber auch die Sprachassistenten, mit denen wir uns die Internetrecherchen per Hand sparen.

Die erdachten Zukunftstechnologien, die (noch) nicht real geworden sind

Während einige befragte Schüler ein gutes Gespür dafür hatten, was sich wirklich im Jahr 2020 durchsetzen könnte, lagen andere ein wenig daneben. Die Betonung liegt aber tatsächlich nur auf "ein wenig", denn selbst in diesen Zukunftsvisionen lassen sich Parallelen zu unseren Alltagstechnologien ziehen.

  • Digitalisierter Schulunterricht: "Stellen Sie sich einen Personal Computer an jedem Schreibtisch vor. Jeder Computer wird an den Hauptcomputer im Schulbüro angeschlossen. Für jede Abteilung gibt es einen Lehrer, der den Unterricht programmiert", so fantasierte ein Schüler im Rahmen der Umfrage. Doch eingetroffen ist dies nicht, denn unsere Schulen beherrschen immer noch menschliche Lehrer. Doch ein Blick auf beispielsweise Online-Sprachlernprogramme zeigt, dass es in anderen Bereichen in leicht abgewandelter Form tatsächlich in diese Richtung geht.
  • Wegbeamen durch den Fernseher: "Es gäbe Video-Sportarten, bei denen wir in den Fernseher springen und mit den Video-Stars singen könnten", ein Wunsch, den nicht nur Schüler 1984 hatten, sondern der auch heute sicherlich noch oft aufkommt. Doch Virtual Reality-Spiele sind fürs Erste wohl eine gute Entschädigung dafür, dass dies noch nicht möglich ist.
  • Identitätserkennung per Handchip: "Der Mikrochip der Person, der ihre Geschichte, ihren Geburtstag usw. hat, wird in der Handfläche unter die Haut geschoben", schlägt ein Befragter vor. Noch ist dies bei Menschen nicht der Fall, bei Hunden ist das Chippen bereits gängig. Andererseits ist diese Vorstellung nicht vollkommen absurd und könnte eventuell bald unseren Personalausweis ersetzen. Die besten Beispiele dafür, dass man einen solchen Chip problemlos unter der Haut tragen kann, sind Fälle, in denen sich Menschen einen Chip zum Türöffnen einsetzen ließen.

Es bleibt abzuwarten, was die Zukunft bringt und ob die drei bisher nicht verwirklichten Vorstellungen von 1984 nicht doch noch real werden. Interessant ist in diesem Zug auch, was wir uns heute so vorstellen und was es dann in circa 36 Jahren davon geben wird.

Haben Sie sich schon einmal Gedanken gemacht, wie 2056 die Welt aussehen wird? Sind es vielleicht technische Neuerungen, wie eine Zeitmaschine für Reisen in die Vergangenheit, um die Höhepunkte des eigenen Lebens noch einmal erleben zu können? Oder ist es doch eher ein extrem schnelles Luftfahrzeug, um in wenigen Minuten von Deutschland nach Amerika zu kommen? Vielleicht finden Sie stattdessen die Idee spannender, eine Art Filter zu erfinden, der die gesamte Umweltverschmutzung auf unserem Planeten rückgängig macht?

Und was nehmen wir in ein paar Jahren zu uns? Vielleicht sind das unsere Nahrungsmittel der Zukunft: Essen wir sowas in 15 Jahren?

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