17.01.2020

Es könnte teuer werden Großer Schaden? Deshalb sollten Sie 2020 nicht abkürzen!

Warum Sie das Jahr 2020 nicht abkürzen sollten
Do, 16.01.2020, 18.08 Uhr

Warum Sie das Jahr 2020 nicht abkürzen sollten

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Das neue Jahr ist bisher nur ein paar Tage alt, doch die ersten Stolperfallen warten schon. Gehören Sie auch zu denen, die 2019 in der Schreibweise "19" abgekürzt haben? Wir verraten Ihnen, weshalb Sie das nicht mit dem Jahr 2020 tun sollten!

Gefühlt noch gestern haben wir beschwingt auf das neue Jahr 2020 mit all den hoffnungsvollen Erwartungen, die es uns erfüllen soll, angestoßen. Doch die ersten dunklen Wolken stehen uns schon ins Haus – und die haben ausgerechnet mit unserer eigenen Gemütlichkeit zu tun. Gehören auch Sie zu den Menschen, die in der Schreibweise auf Formularen das Jahr abkürzen? 2020 ist das eine schlechte Idee. Warum Sie sich das im neuen Jahr also abgewöhnen sollten, verraten wir Ihnen hier.

2020 abzukürzen hilft Betrügern

Gewöhnlich schreiben viele von uns das Datum auf Formularen oder Verträgen nicht aus – und so wird aus 2020 eben einfach nur die 20. Doch hier sollten Sie Vorsicht walten lassen! Denn diese Schreibweise öffnet Betrügern bereitwillig die Türen.

Die Gefahr ist eben bei Verträgen oder Kündigungen besonders hoch. Mehrere Verbraucherbehörden und auch die Polizei in den USA warnen davor, die abgekürzte Schreibweise weiterhin zu benutzen. Denn aus der abgekürzten 20 wird sehr schnell ein 2001, 2015, 2025 – oder eben jede x-beliebige Jahreszahl ab 2000. Ira Rheingold, Geschäftsführerin des Verbands der Verbraucherrechtsanwälte in den USA erklärt, weshalb das für den Verbraucher für großen Ärger sorgen könnte: "Sagen wir, Sie haben einer Zahlung ab dem 15.1.20 zugestimmt. Der Übeltäter könnte es theoretisch so drehen, dass Sie seit dem 15.1.2019 dazu verpflichtet sind und versuchen, das zusätzliche Geld einzutreiben". Sprich: Er könnte an Ihre abgekürzte 20 einfach eine 19 anhängen.

Für die Ausstellung von Schecks gilt ähnliches. Der Scheck könnte bereits abgelaufen sein, doch durch das Hinzufügen zweier Zahlen, etwa 21, wäre er wieder gültig. Genauso bestellt ist es um bereits verjährte Schulden. In der Theorie könnte auf vielen Dokumenten Schindluder getrieben werden – Wiederrufen, Quittungen, Kündigungen, Gutscheinen oder auch Mietverträgen.

Bisher sind derartige Betrugsfälle noch nicht bekannt geworden, doch auch die Verbraucherzentrale Brandenburg warnt vor dem leichtfertigen Abkürzen des neuen Jahrzehnts aus den offensichtlichen Gründen.

Wenn Sie sich also großen Ärger ersparen möchten, dann sollten Sie auf die Abkürzung des Jahres 20 verzichten und das Jahr von nun an immer ausschreiben – eben 2020. Zur Not könnte sicherlich ein Gutachten klären, ob eine Manipulation am Datum vorliegt – doch günstig wird dies sicherlich nicht. Und es dauert definitiv länger, als zwei Zahlen mehr zu schreiben.

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Für weitere Artikel rund um Ihr gutes Recht schauen Sie gerne auf unserer Themenseite Ratgeber Recht vorbei. Fiese Betrüger-Tricks und gefährliche Betrugsmaschen gibt es überall. Hier sollten Sie sich ebenfalls in Acht nehmen: WhatsApp-Virus? Das steckt hinter dem Kettenbrief! Oder auch hier: Warnung vor Falschgeld: Wie Sie die unechten Banknoten erkennen.

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