17.01.2020

Gestiegene Anforderungen Schwimmabzeichen werden anspruchsvoller – die wichtigsten Änderungen

Um ein Schwimmabzeichen zu erhalten, müssen Prüflinge ab sofort etwas mehr leisten, denn die Anforderungen für die deutschen Schwimmpässe wurden erhöht.

Foto: imago images / Panthermedia

Um ein Schwimmabzeichen zu erhalten, müssen Prüflinge ab sofort etwas mehr leisten, denn die Anforderungen für die deutschen Schwimmpässe wurden erhöht.

Sicher schwimmen zu können ist ein wichtiges Ziel. Jetzt wurden die Anforderungen für alle vier Schwimmpässe verschärft. Lesen Sie, was genau sich geändert hat.

Können Sie sich noch an Ihre erste Schwimmprüfung erinnern, wie Sie das Seepferdchen oder den Freischwimmer gemacht haben? Bestimmt, auch wenn der Tag für manche schon eine halbe Ewigkeit zurückliegt. Denn schließlich war dieser Moment etwas ganz Besonderes, es war eine der ersten Prüfungen im Leben und besonders aufregend. Trotz der großen Anspannung schaffen es die meisten angehenden Schwimmer, ihre Schwimmprüfung erfolgreich zu absolvieren, und halten anschließend voller Stolz ihr Schwimmabzeichen in der Hand. Könnte sich dies nun ändern? Denn seit dem 1. Januar 2020 ist eine neue Prüfungsordnung in Kraft getreten, in der die Anforderungen für jedes Schwimmabzeichen erhöht wurden.

Für das Schwimmabzeichen müssen Schwimmer ab sofort mehr leisten

Über 40 Jahre sind die Kriterien, die Schwimmanwärter erfüllen müssen, um das Seepferdchen oder den Schwimmpass in Bronze, Silber oder Gold zu erhalten, nicht geändert worden. Doch nun ist es soweit: Nach einem sieben Jahre langen Prozess wurden zu Beginn dieses Jahres die Anforderungen für die Schwimmabzeichen angepasst, genauer gesagt erhöht. Dabei hatten die Zuständigen für diese Änderung immer das Ziel vor Augen "die Definition des 'Sicher Schwimmen Könnens' zu präzisieren und in den Prüfungsbedingungen abzubilden", erklärt Helmut Stöhr, der Vorsitzende des Bundesverbandes zur Förderung der Schwimmausbildung, im Vorwort der neuen Prüfungsordnung.

Dass jemand sicher im Schwimmen ist, wird nun mit dem Bronze-Abzeichen sichergestellt, für das der Schwimmer ab sofort mehr leisten muss als in den ganzen Jahren zuvor. Es gibt außerdem eine namentliche Neuerung. Den "Deutschen Jugend-Schwimmpass" gibt es nicht mehr. Ab sofort bekommen Prüflinge, die bestanden haben, den "Deutschen Schwimmpass" ausgehändigt. Die Namensänderung ist eine Maßnahme zur Vereinheitlichung, denn so gilt der Schwimmpass für Kinder, Jugendliche und Erwachsene gleichzeitig.

Gestiegene Anforderungen für Schwimmpässe: Die Änderungen im Überblick

Was müssen denn nun Schwimmer alles dafür tun, um ihr jeweiliges Ziel zu erreichen und einen Schwimmpass zu erhalten? Wir haben die Änderungen in der Übersicht zusammengefasst. Keine Angst, oftmals sind die Anforderungen nur im Detail gestiegen, und an manchen Stellen wurden sie sogar nur präzisiert.

Die geänderten Anforderungen für das Seepferdchen:

  • Nach dem Sprung vom Beckenrand muss der Prüfling unverzüglich 25 m schwimmen.
  • Die Grobform des Schwimmens in Bauch- oder Rückenlage muss beherrscht werden. Wählt der Prüfling die Bauchlage, muss dieser gut erkennbar in das Wasser ausatmen.

Die geänderten Anforderungen für den Deutschen Schwimmpass in Bronze:

  • Der Sprung vom Beckenrand muss kopfwärts ausgeführt werden. Es schließt sich ein 15-minütiges Dauerschwimmen an. Bei diesem muss der Prüfling mindestens 200 Meter Strecke schaffen.
  • Der Schwimmstil ist hierbei nicht mehr frei wählbar. Es sind 150 Meter in Bauch- oder Rückenlage und 50 Meter in der anderen Körperlage gefragt.
  • Beim Wechsel der Schwimmarten darf sich der Prüfling nicht am Beckenrand festhalten und die Schwimmart muss für den Prüfer erkennbar sein.
  • Der bisher nur als "Sprung aus 1 m Höhe" formulierte Sprung muss ab sofort vom Startblock oder dem 1-m-Brett als Paketsprung erfolgen.

Die geänderten Anforderungen für den Deutschen Schwimmpass in Silber:

  • Statt 400 m in höchstens 25 Minuten zu schwimmen, müssen die Prüflinge nun am Stück 20 m Dauerschwimmen und dabei mindestens 400 m bewältigen.
  • Es ist freiwählbar, ob die 300 m in Bauch- und 100 m in Rückenlage geschwommen werden oder andersherum.
  • Beim Wechsel der Schwimmarten darf sich der Prüfling nicht am Beckenrand festhalten und die Schwimmart muss für den Prüfer erkennbar sein.
  • Mit einem Abstoß beginnt das 10-Meter-Streckentauchen.

Die geänderten Anforderungen für den Deutschen Schwimmpass in Gold:

  • Statt 600 m in höchstens 24 min zu schaffen, gibt es ab sofort das Dauerschwimmen von 30 min, in denen 800 m zu schwimmen sind.
  • 50 m Brustschwimmen soll in höchstens 1:15 Minuten erfolgen. Dafür gab es vorher nur 1:10 Minuten Zeit.
  • Satt 15 m mit Abstoß ist es ab sofort ein 10-m-Streckentauchen ohne Abstoß.

Richtig schwimmen zu können, ist lebenswichtig. Doch Schwimmen dient nicht nur der eigenen Sicherheit, mit der Sportart kann man auch gut die Pfunde purzeln lassen: Lesen Sie mal, wie hoch der Kalorienverbrauch beim Schwimmen ist. Doch Schwimmen ist nur eine Art der Bewegung. Wenn das nicht die richtige Sportart für Sie ist, dann finden Sie besser eine, die gut zu Ihnen passt. Schauen Sie dafür am besten auf unsere Themenseite Sport und Fitness: Bleiben Sie geschmeidig!

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