16.01.2020

Ganz schön clever So löst ein Dresdner Bäcker das Kassenbon-Problem

Durch den Brötchenverkauf entstehen schier endlose Schlangen an Kassenbons – das passiert dem Dresdner Bäckermeister Gnauck nicht, denn er fand für den Kassenbon-Wahnsinn eine passende Lösung.

Foto: Oliver Schulz

Durch den Brötchenverkauf entstehen schier endlose Schlangen an Kassenbons – das passiert dem Dresdner Bäckermeister Gnauck nicht, denn er fand für den Kassenbon-Wahnsinn eine passende Lösung.

Während andere nur klagen, hat sich ein Bäckermeister aus Dresden etwas Sinnvolles überlegt, um die Flut an Kassenbons, die jetzt mit dem neuen Gesetz kommt, einzudämmen. Es ist eine umweltbewusste Lösung, die außerdem zeitgemäß und gut umsetzbar ist.

Es war wohl das Aufregerthema schlechthin zum Jahresstart: die Bonpflicht, die seit dem 1. Januar 2020 gilt. Sogar beim Bäcker bekommt der Kunde nun für jeden kleinen Kauf einen Kassenbon ausgehändigt – selbst bei nur einem Brötchen. Um der Papierverschwendung entgegenzuwirken, hat sich ein Bäcker aus Dresden nun eine clevere Lösung überlegt: Er bietet den Kassenbon digital an.

Dresdner Bäcker setzt auf virtuelle Kassenbons

Um dem Kassenbon-Chaos ein Ende zu bereiten, hat sich Bäcker Marlon Gnauck aus der sächsischen Gemeinde Ottendorf-Okrilla etwas Schlaues einfallen lassen. Er hat sich eine neue Kasse angeschafft, die es Kunden ermöglicht, den Bon elektronisch per Smartphone mitzunehmen. Wie genau das geht, verriet der 38-Jährige der "Bild"-Zeitung: "Einfach Code vom Kassen-Bildschirm mit dem Fotoapparat vom Handy scannen. Dann öffnet sich auf dem Handy ein Fenster, wo man die eigene E-Mail-Adresse eintippt. Der Bon landet dann elektronisch als E-Mail beim Kunden. Ab dem zweiten Einkauf geht alles automatisch."

Dresdner Traditionsbäckerei gibt papierlose Bons aus

Mit diesem nachhaltigen Einfall bewies der Bäcker nicht nur Umweltbewusstsein, sondern zeigte auch, dass man kein neumodisches Unternehmen sein muss, um mit der Zeit zu gehen. Denn der Bäckereibetrieb des Dresdner Bäckers besteht schon seit 1919. Marlon Gnauck erbte das Familienunternehmen. Um sein Ziel zu erreichen, dass in seinem Laden keine endlosen Kassenbon-Schlangen den Müll füllen, hat er sich seine neue Kasse bei der Dresdner Firma "Combase" für 39 Euro im Monat gemietet. Darüber scheint der Bäcker glücklich zu sein, denn abgesehen von der Papierverschwendung spart er jede Menge Platz. "[...] Denn im Grundstück ist kein Platz für die Müllsäcke mit weggeworfenen Kassenbons", erklärt der moderne Bäcker. Bei seinen Kunden kommt die Lösung für den Kassenbon-Wahnsinn übrigens auch gut an.

Auch Sie finden diese Idee gut? Dann fragen Sie doch auch mal bei Ihrem Bäcker nach einem elektronischen Kassenbon. Vielleicht kommt dieser dann auch auf den Geschmack der Nachhaltigkeit und stellt seine Kasse um. Dadurch hätten Sie die Möglichkeit, mit Ihrem Einkauf in der Bäckerei ein Stück nachhaltiger zu leben. Möchten Sie diese umweltbewusste Haltung noch mehr in Ihren Alltag integrieren, dann schauen Sie auf unserer Themenseite nachhaltig leben vorbei. Dort können Sie sicher den einen oder anderen Trick abgreifen, den Sie bisher noch nicht kannten.

Mit seiner neuen Kasse hat Bäckermeister Gnauck einen echten Treffer gelandet. Er braucht sich nicht mit Müllbergen herumzuplagen. Dass diese auf jeden Fall entstehen, zeigte schon ein anderer Bäcker letztes Jahr, der die Bonpflicht-Regelung für wenige Tage einfach mal ausprobierte. Durch solche Aktionen wurde Aufmerksamkeit erzeugt und kurze Zeit sah es so aus, als ob die Bonpflicht vielleicht doch nicht kommen würde, denn Bundeswirtschaftsminister Altmaier hatte ein Einsehen, sodass die Frage aufkam, ob es eine Wende in der Bonpflicht-Regelung geben wird.

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