14.01.2020

Das Wetter ist viel zu mild! Winter gesucht! Ob wir noch mit Schnee und Kälte rechnen können?

Der Winter hat sich in Deutschland bislang nicht wirklich blicken lassen. Ob das so bleibt und wie das Frühjahr werden könnte, sagen Wetterexperten.

Foto: imago images / Jan Eifert

Der Winter hat sich in Deutschland bislang nicht wirklich blicken lassen. Ob das so bleibt und wie das Frühjahr werden könnte, sagen Wetterexperten.

Schnee, knackige Minusgrade, Dauerfrost? Nicht in diesem Jahr – zumindest bislang noch nicht. Experten sagen, wie der sogenannte Winter weitergeht und geben erste vorsichtige Frühlings- und sogar Sommertrends.

Fast schon Halbzeit, und kein Winter in Sicht: Für die Jahreszeit ist es deutlich zu mild, knackiges Winterwetter nicht wirklich in Aussicht. Soll es so bleiben? Das sind die Wetteraussichten für die nächsten "Winter"-Wochen – auch erste vorsichtige Prognosen fürs Frühjahr und sogar den Sommer 2020 wagen die Experten.

Wird das noch was mit dem Winter? Die Wetteraussichten für die kommenden Wochen

Am 15. Januar ist, meteorologisch gesehen, bereits Halbzeit in diesem Winter – wobei von Winter eigentlich keine Rede sein kann: Bislang war es deutlich zu warm, von Schnee keine Spur, und laut Dominik Jung ändert sich das nicht: "Auch der restliche Januar 2020 scheint eher sehr mild weiterzugehen", berichtete der Wetter-Experte von wetter.net schon vor einigen Tagen.

Der richtig eisige Winter macht weiterhin einen großen Bogen um Europa, zum Monatsende hin wird es voraussichtlich zwar ein bisschen kühler als jetzt, die Temperaturen bleiben aber zu warm für die Jahreszeit, und auch die Niederschlagsmenge geht zurück. In Süddeutschland wird es tendenziell etwas kühler als im Norden sein, doch dafür wird es wohl kaum Niederschlag geben. Heißt also: "Auch für den Süden sehe ich momentan zumindest keine Einwinterung mit Dauerfrost und dicker Schneedecke," so Dominik Jung zum Trend, der sich bislang abzeichnet.

Die aktuelle Monatsprognose des US-Wetterdienstes NOAA zeigt die dramatische Erwärmung anhand des Januars besonders deutlich: Die Abweichung liegt nämlich bei uns schon bei drei Grad über dem langjährigen Klimamittel, in Osteuropa sogar bei vier und bis zu fünf Grad darüber.

Die ersten Prognosen fürs Frühjahr 2020

Auch für die Monate März, April und Mai wagen die NOAA-Experten eine erste Prognose, wie Dominik Jung berichtet: Demnach soll auch der März bei uns um etwa drei Grad zu warm werden. Im April werden für Deutschland "nur" ein bis zwei Grad über dem langjährigen Klimamittel vorausgesagt, dafür könnten die Temperaturen in Osteuropa bis zu vier Grad darüber liegen. Und der Mai soll in Nord- und Osteuropa laut den Berechnungen zwei bis drei Grad wärmer ausfallen, für unsere Breitengrade berechnet der Trend rund ein Grad über dem Mittelwert.

Bedenklich sind die NOAA-Prognosen, was den Niederschlag bei uns betrifft: Für März und April ist er laut Trend noch unauffällig, doch schon im Mai "könnte uns schon wieder ein große Trockenheit bevorstehen", warnt Dominik Jung. Das wäre für die im Wachstum begriffenen Pflanzen und damit für die Landwirtschaft eine Katastrophe.

Steht der nächste Dürresommer bevor?

Doch damit nicht genug: "Wenn das wirklich so kommt, könnte das vielleicht sogar schon wieder der Auftakt zu einem neuen Dürrejahr sein", so der Wetterexperte. Und auch wenn man, wie er gleich betont, mit solchen Aussagen noch vorsichtig sein und die Entwicklung abwarten muss, fügt er dennoch mit Blick auf die zweite Januarhälfte hinzu: "Die Trockenheit, die deutet sich schon jetzt so ein klein wenig an."

Schon Ende Dezember hatte der wetter.net-Experte ein ähnliches Szenario erstellt – damals stützte er sich auf Daten des britischen Wetterdienstes "Met Office", der die globale Mitteltemperatur für 2020 zwischen 0,99 Grad Celsius und 1,23 Grad Celsius sowie einem Erwartungswert von 1,11 Grad Celsius angibt. Das könnten, sagte Dominik Jung, Anzeichen für eine neue "Rekordhitze" in ganz Europa sein. Das Portal infranken.de hat beim Deutschen Wetterdienst jetzt nachgefragt, wie es zu der Aussage stehe: "Der DWD hält die Prognose für ein weiteres warmes Jahr für sehr plausibel", ist die Antwort.

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Kein Schnee und kaum Minusgrade bedeuten allerdings nicht, dass das Wetter nicht grau und düster sein kann... Hier gibt es10 Tipps, die gegen Winter-Blues und Winterdepression helfen. Und lesen Sie hier, welche Lebensmittel besonders viel Vitamin D haben, denn das fehlt dem Körper vor allem im Winter.

Wen das milde Wetter nicht stört und wer trotzdem wie gewohnt die eigentlich kalte Jahreszeit genießen möchte, der kann sich auf unserer Themenseite Winter umschauen und unter anderem Hautpflegetipps oder köstliche Rezepte finden.

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