14.01.2020 - 07:56

Keine Hilfe beim Einstieg Deutsche Bahn bittet eine Reisende um Verzeihung

Manchmal ist es schwierig, den Kinderwagen in den Regionalzug zu heben, und der Fahrgast benötigt Hilfe. (Symbolbild)

Foto: imago images / epd

Manchmal ist es schwierig, den Kinderwagen in den Regionalzug zu heben, und der Fahrgast benötigt Hilfe. (Symbolbild)

Ein Fauxpas der Deutschen Bahn sorgt im Netz für Empörung. Dürfen DB-Mitarbeiter in Zukunft ihren Fahrgästen wirklich nicht mehr behilflich sein, weil sie nicht versichert sind? Doch die Bahn stellt eine zuvor getätigte fragwürdige Äußerung ihrerseits nun richtig...

Am vergangenen Samstag wurde eine Zugfahrt für eine schwangere Bahnreisende fast zur Unmöglichkeit. Beinahe hätte sie nicht mitfahren können, weil eine Schaffnerin sich weigerte, ihr beim Einsteigen zu helfen. Diesen Vorfall machte die Betroffene kurz darauf öffentlich. Wie die Bahn darauf reagierte, macht fasssungslos. Nun rudert das Unternehmen aber wieder zurück.

Schwangere braucht Hilfe beim Einsteigen in die Bahn – bekommt sie aber nicht

Bahnkundin Carina Zimniok wollte am letzten Wochenende mit dem Regionalexpress von München nach Nürnberg, um ihre Eltern zu besuchen, wie sie der "Welt" erzählte. Sie hatte einen Kinderwagen dabei, in dem ihre kleine Tochter lag. Schon durch diesen war das Einsteigen erschwert. Doch zudem ist die Mutter schwanger, sodass sie sich für den Einstieg Unterstützung holen wollte. Sie bat eine Schaffnerin, ihr zu helfen, den Kinderwagen in den Waggon zu heben. Doch diese verwehrte ihr achselzuckend diese Hilfe und die schwangere Reisende konnte nicht einsteigen.

In der Hoffnung, dass sie es noch rechtzeitig in die Regionalbahn schaffen würde, bevor diese abfuhr, lief Carina Zimniok den Bahnsteig entlang, um jemanden zu finden, der ihr kurz behilflich sein würde. Glücklicherweise fand sie noch schnell einen Passanten, der ihr das Einsteigen durch seine Hilfe ermöglichte.

Verärgerte Bahnreisende beschwert sich und erhält unfassbare Antwort

Über die fehlende Unterstützung war die schwangere Bahnreisende so verärgert, dass sie noch während ihrer Fahrt den Vorfall twitterte. Die Antwort der Deutschen Bahn ließ nicht lang auf sich warten. Doch so schockierend das Verhalten der nicht hilfsbereiten Schaffnerin war, so schockierend ist auch zugleich die Rechtfertigung des Vorfalls durch die Social-Media-Verantwortlichen der Deutschen Bahn.

Sie schrieben doch tatsächlich: "Hallo, die Kollegen sind nicht versichert, wenn sie Ihnen den Kinderwagen in den Zug tragen. Deshalb konnte sie auch nicht helfen. Denn passiert dabei etwas, muss sie es auf ihre eigene Kappe nehmen." Doch am Montag darauf revidierte die Deutsche Bahn diese Aussage und entschuldigte sich bei ihrem Fahrgast. Es hieß, dass die abgegebene Erklärung falsch sei und dass Mitarbeiter der Deutschen Bahn versichert sind, wenn sie Reisenden helfen.

Ob wegen mangelnder Hilfe beim Einsteigen oder wegen Zugverspätungen: Immer wieder kommt es zu Vorfällen, bei denen sich Fahrgäste ärgern. Doch dies passiert nicht nur im Bereich der Mobilität. Auch im Job oder in privaten Angelegenheiten kann es zu Beschwerden und Rechtsstreitigkeiten kommen. Sollten auch Sie einmal betroffen sein, merken Sie sich unsere Themenseite Ratgeber Recht.

Derzeit ist die Deutsche Bahn durch diesen Vorfall wieder in die Negativschlagzeilen geraten. Doch zu Beginn des Jahres gab es eine Meldung, die wohl Tausende von Reisenden erfreute. In dieser hieß es: So günstig sollen Bahntickets 2020 werden.

Die neuesten Videos von BILD der FRAU

Die neuesten Videos von BILD der FRAU

Beschreibung anzeigen