17.01.2020

Die wachsen auch alleine! Pflegeleichte Zimmerpflanzen: Grüner Daumen? Brauchen Sie nicht!

Pflegeleichte Zimmerpflanzen
Di, 14.01.2020, 17.38 Uhr

Pflegeleichte Zimmerpflanzen

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Ein grünes Zuhause tut einfach gut – doch was, wenn der grüne Daumen einfach nicht vorhanden ist und jegliche Flora schon nach drei Tagen stirbt? Nicht verzagen, es gibt auch sehr robustes Grünzeug!

Kaum haben Sie mit der neuen Pflanze im Arm die Türschwelle überschritten, lässt selbige auch schon die Blätter hängen – und nach kurzer Übergangsphase mit braunen Blättern ist nur noch ein trauriger, trockener Rest im Topf zu finden. Das Leid derer, die keinen grünen Daumen haben, ist groß, das Leid ihrer Pflanzen umso mehr. Doch auch wenn Sie zur Gattung Pflanzentöter gehören, heißt das nicht, dass nichts florales in Ihrer Wohnung überlebt. Denn es gibt pflegeleichte Zimmerpflanzen, die so einiges aushalten können – und die auch gar nicht zu viel Aufmerksamkeit haben wollen.

Pflegeleichte Zimmerpflanzen für Leute ohne grünen Daumen

Wenn sonst wirklich nichts wachsen und gedeihen will, können diese knallharten Pflanzenvertreter dennoch für grüne Stimmung in der Bude sorgen.

Yucca-Palme: Hauptsache der Topf ist tief

Wenn der Raum, den Sie mit einer Yucca-Palme (Yucca elephantipes) schmücken wollen, im Halbschatten liegt und Sie einen tiefen Topf zur Hand haben, machen Sie alles richtig. Die Palmenart ist so robust, dass ihr eigentlich nichts etwas anhaben kann. Wochenlang nicht gießen nimmt die Palmlilie durch den tiefen Topf mit einem Blatt-Abwinken kaum zur Kenntnis.

Bogenhanf: Egaler kann nichts sein

Ihnen ist alles egal? Auch, ob es hell oder dunkel ist? Dann ist der zu den Sukkulenten gehörende Bogenhanf (Sansevieria) sozusagen Ihre Spirit-Pflanze. Das Rollo bleibt auch mal den ganzen Tag unten? Kein Problem für das Spargelgewächs. Hell mag er es zwar ein klein wenig lieber als dunkel, aber ein wenig Höhlenstimmung hin und wieder nimmt er nicht übel. Gießvorgänge erfolgen eher unregelmäßig? Vollkommen okay. Nur im Winter sollten Sie ihn nicht unbedingt ans offene Fenster stellen und richtig heizen ist ja sowieso aus mehreren Gründen gut. Kälte ist nicht so seins. Alles andere ist egal. Und dann hilft er Ihnen auch noch: Denn der Bogenhanf gehört zu den Pflanzen, die die Luft reinigen.

Glücksfeder: Fast schon ein Schattengewächs

Und was, wenn es doch zu oft dunkel bleibt in den zu begrünenden Wänden? Und der Wille bzw. die Erinnerung, sich um ein lebendes Florawesen zu kümmern, muss für die Glücksfeder (Zamioculcas zamiifolia) nicht unbedingt vorhanden sein. Bis ihre satt dunkelgrünen, fleischig-ledrigen Blätter mal braun werden, muss schon einige Zeit ins Land ziehen. Hin und wieder mal ein Schluck Wasser reicht hier eigentlich, solange sie in einem Topf sitzen darf, der groß genug ist.

Elefantenfuß: Warm und trocken? Kein Problem!

Sie gehören zu denen, die schlicht und ergreifend vergessen, dass Pflanzen möglicherweise hier und da etwas Wasser benötigen könnten? Dann ist der Elefantenfuß (Baeucarnea recurvata) DIE Pflanze für Sie. Er ist sozusagen das Kamel unter den Pflanzen, denn er kann Wasser in seinem Stamm speichern und bei Bedarf davon zehren. Für unsere immer heißer werdenden Sommer und entsprechend für brütend heiße Dachgeschosswohnungen besonders geeignet: Mit Hitze bis etwa 30 °C kommt der Elefantenfuß nämlich auch klar. Heller Standort wäre gut, dann fühlt er sich auch alleingelassen besonders wohl. Und dann sieht der etwas krausköpfig anmutende Grünling auch noch so interessant aus, dass er als Zimmerschmuck richtig was hermacht.

Efeutute: Hängende Gärten im Raum

Einen ganzen Vorhang aus Grünpflanze können Sie sich mit der Efeutute (Epipremnun pinnatum) züchten. Die grünen Blätter sprießen aus lang wachsenden Stielen, die gerne der Schwerkraft nachkommen, daher ist das halbschattenliebende Gewächs perfekt für Blumenampeln, lässt sich aber auch an Regalen anbringen oder kunstvoll über Türrahmen und Fenster herumranken lassen. Das sieht dann sogar richtig professionell aus. Das einzige, worauf Sie achten müssen: nicht zu oft gießen! Ein Fühltest eignet sich hier immer mal, um zu gucken, ob die Erde nicht zu trocken ist. Die Efeutute wächst aber auch in einer Hydrokultur. Hier hilft ein Wasserstandsanzeiger im Granulat. Immer mal wieder düngen tut ihr aber auch ganz gut.

Zimmerazalee: Wer's bunt mag

Doch lieber was mit Blüten? Wie wäre es mit einem Verwandten des Rhododendrons, der Zimmerazalee (Rhododendron simsil)? Alles, was die Pflanze für ihre strahlenden Blüten braucht, ist ein saures Pflanzensubstrat sowie möglichst kalkfreies Wasser zum Gießen. Und das auch nur, wenn das Substrat trocken geworden ist (auch hier: Fühltest!). Dann beschert sie ganz wunderbar farbenfrohe Blütenpracht von, halten Sie sich fest: September bis April! Richtig – die Zimmerazalee macht's mal andersrum und blüht dann, wenn andere im Winterschlaf sind! Perfekt!

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Also, wer sagt's denn? Es geht in Sachen Zimmerpflanzen auch pflegeleicht. Grüner Daumen in dem Fall vollkommen überbewertet. Wenn es doch nur jetzt noch mehr Menschen gäbe, die so pflegeleicht sind wie diese sechs floralen Mitbewohner...

Immerhin, Pflanzen verbessern nicht nur das Raumklima, sondern machen auch glücklich – jedenfalls dann, wenn sie selbst gesund aussehen. Perfekt, wenn es dann noch Zimmerpflanzen sind, die gut für unsere Gesundheit sind. Achso, und falls es doch mal so weit gekommen ist und eine Pflanze den Dürretod zu sterben droht, haben wir noch ein paar Tipps, wie Sie vertrocknete Pflanzen retten können. Zusätzlich gibt's noch ein paar einfache wie geniale Tipps fürs Pflanzen-gießen im Urlaub.

Weitere Einrichtungsideen und praktische Haushaltstipps finden Sie auf unseren Themenseiten.

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