12.01.2020 - 09:20

Folgen des Klimawandels Diese Städte könnte es 2050 nicht mehr geben

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Hamburg ist eine der wasserreichsten Städte Deutschlands. Das könnte der "Perle" in einigen Jahrzehnten zum Verhängnis werden.

Foto: iStock/Nikada

Hamburg ist eine der wasserreichsten Städte Deutschlands. Das könnte der "Perle" in einigen Jahrzehnten zum Verhängnis werden.

Der Klimawandel zeigt seine Auswirkungen. Forscher haben nun die Prognose gestellt, dass einige Städte schon 2050 nicht mehr existieren könnten.

Der Klimawandel erschüttert immer mehr die Erde. Derzeit lodern vor allem verheerende Feuer in den Wäldern Australiens, viele Tiere sind verendet, Menschen sterben und müssen ihre Heimat wegen der schlimmen Zustände verlassen.

Eine neue Studie befasst sich nun mit weiteren Folgen des Klimawandels und zwar dem Anstieg des Meeresspiegels. Noch sind die Konsequenzen nicht in Gänze abzusehen. Doch die Befürchtungen der Forscher der US-amerikanischen Nichtregierungs-Organisation "Climate Central" sind gravierend: Mehrere Dutzend Lebensräume und Städte weltweit könnten bis zum Jahre 2050 bzw. 2100 durch den Klimawandel und den ansteigenden Meeresspiegel verschwinden. Auch Deutschland ist durch das Schmelzen der Gletscher betroffen.

Klimawandel: Welche Städte bald verschwinden

Die Forscher von "Climate Central" haben mithilfe des Programms "CoastalDEM" eine interaktive Karte erstellt, auf der Basis von 51 Millionen Datensätzen. Sollte der bis zu 3100 Meter dicke Eispanzer auf Grönland abschmelzen, könnte der Meeresspiegel um ganze sieben Meter ansteigen. Lesen Sie hier Russell Crowes eindringlichen Klima-Appell in seiner Dankesrede bei den Golden Globes. Außerdem: Warum Dschungel-Teilnehmer Raúl Richter einen Shitstorm für einen Klimawandel-Post erntet.

Weltweit würden dadurch viele Landstriche und Städte überschwemmt werden, sodass sie weitgehend unbewohnbar werden. Vor allem Asien trifft es dabei hart, wie die Länder Vietnam, Bangladesch, Indien, Thailand und Indonesien. Bis 2100 könnten dort bis zu 500 Millionen Menschen ihre Heimat verlieren.

Europäische Hotspots werden überflutet

Doch auch Europa und nicht zuletzt Deutschland sind stark gefährdet. Dass die Niederlande durch die Nähe zum Meer besonders anfällig für Überschwemmungen sind, war bereits vor Jahrzehnten klar. Doch die Prognose der US-Forscher ist noch erdrückender: Städte wie Amsterdam, Antwerpen oder Den Haag gäbe es bis spätestens 2100 nicht mehr, weil sie überflutet wären. Venedig kämpft derzeit schon mit Überflutungen und wird in einigen Jahren wohl nicht mehr in seiner jetzigen Form existieren.

Gleiches gilt auch für die Regionen im Süden Englands. Nahe London wäre ein großes Gebiet in den Fluten verschwunden, auch Teile Portugals wie die am Atlantik liegende Stadt Lissabon stünden unter Wasser. Auch Bordeaux, Dünkirchen oder Le Havre in Frankreich werden in einigen Jahrzehnten wohl unbewohnbar sein.

Hamburg, Sylt, Bremen in Gefahr

Vor allem der Norden Deutschlands muss sich auch auf den ansteigenden Meeresspiegel gefasst machen: Die "Perle" Hamburg droht, überschwemmt zu werden, ebenso Bremen. Viele Inseln, darunter der berühmte Nordsee-Hotspot Sylt wird eines Tages wohl ganz verschwunden sein.

Gegenüber "travelbook.de" sagte die Sprecherin des Alfred-Wegner-Instituts für Polar- und Meeresforschung, Renate Treffeisen: "Wir wissen zum Beispiel aus den Niederlanden, dass sich dort die Küstenschutzmaßnahmen bereits verändert haben und auch Land aufgegeben wird. Deutschland hat gerade seine Deiche erhöht und wird hier erst einmal sicher sein. Das sieht in anderen Ländern dieser Welt ganz anders aus." Eine Umfrage zeigt: Diese Klimaschutz-Methode ist bei den Deutschen beliebt.

Agrar-Fläche durch Salzwasser zerstört

Nicht nur, dass die Städte für Menschen vom Raum her unbewohnbar werden. Auch Agrar-Flächen würden durch das Salzwasser komplett zerstört, das Trinkwasser nicht mehr nutzbar. Die Lebenserhaltung ist dann einfach nicht mehr gewährleistet.

Insgesamt wären weltweit 640 Menschen betroffen. Würde man die Maßnahmen für den Klimaschutz konsequent umsetzen, könnte man laut des Berichts wohl noch den Lebensraum zu einem Teil erhalten. Doch dass es gravierende Konsequenzen für Mensch und Tier in den kommenden Jahrzehnten gibt, zeichnet sich schon jetzt ab.

Mehr Wissenswertes lesen Sie auf unserer Themenseite nachhaltig leben.

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