27.12.2019

Tampons, Wohngeld, BAföG Das ändert sich im Jahr 2020 für Sie

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Tampons und Binden werden im Jahr 2020 durch die Senkung der Mehrwertsteuer günstiger.

Foto: iStock/ollinka

Tampons und Binden werden im Jahr 2020 durch die Senkung der Mehrwertsteuer günstiger.

Zum Jahreswechsel treten wieder einige Änderungen in Kraft. Wir verraten Ihnen, welche Neuerungen im Jahr 2020 auf Verbraucher zukommen.

Millionen Frauen dürfen sich ab dem kommenden Jahr über günstigere Hygieneartikel freuen und es gibt mehr Geld für Hilfsbedürftige. Das sind die wichtigsten Änderungen im Jahr 2020.

Diese Änderungen kommen im Jahr 2020 auf Sie zu

Mehrwertsteuer: Tampons werden günstiger

Eine tolle Nachricht für all diejenigen, die monatlich viel Geld für Damen-Hygieneartikel ausgeben: Tampons und Binden kosten ab 2020 weniger. Bislang kommen auf diese Produkte 19 Prozent Mehrwertsteuer. Doch zukünftig sollen Hygieneartikel unter den ermäßigten Steuersatz von nur 7 Prozent für Güter des täglichen Bedarfs fallen.

Auch Bahnfahrer profitieren von der vergünstigten Mehrwertsteuer. Zugunsten der Umwelt und um mehr Leute vom Flieger auf die Schiene zu kriegen, sollen Bahntickets statt mit 19 Prozent ebenfalls nur noch mit 7 Prozent besteuert werden. Tickets für den Nahverkehr fallen bereits unter die 7-Prozent-Regelung. Hier können Sie nochmal nachlesen, wie günstig Bahntickets 2020 werden sollen.

Höherer Mindestlohn kommt

Arbeitnehmer können ab 2020 mit einem höheren gesetzlich vorgeschriebenen Mindestlohn rechnen. Dieser steigt zu Jahresbeginn von 9,19 Euro um 16 Cent auf 9,35 Euro. Auch Auszubildene dürfen sich über mehr Geld freuen. 2020 soll die Mindestvergütung auf 515 Euro im ersten Jahr steigen und auch zukünftig weiter erhöht werden.

Pflegekräfte sollen durch eine Erhöhung des Mindestlohns ebenfalls besser bezahlt werden. Die Bundesregierung will damit Pflege- und Gesundheitsberufe stärken, geplant sei entweder ein Flächentarifvertrag oder höhere Lohnuntergrenzen.

Arbeitslosengeld II und Sozialhilfe steigen

2020 erhalten Empfänger von Sozialhilfe und Arbeitslosengeld II 1,88 Prozent mehr Geld. Das wären zwischen fünf und acht Euro mehr ab kommendem Jahr.

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil erklärte die Erhöhung der Grundsicherung: "Es gehört zum Kern unseres sozialen Rechtsstaates, dass alle Menschen über genügend finanzielle Mittel verfügen, um am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben."

"Starke-Familien-Gesetz" ab 2020

Auf 185 Euro steigt der Kinderzuschlag monatlich, außerdem entfällt die Höchst-Einkommensgrenze. Das neue "Starke-Familien-Gesetz" soll damit vor allem für Alleinerziehende eine Entlastung sein. So soll der Betrag für Schulbedarf von 100 auf 150 Euro pro Schuljahr steigen.

Auch Studierenden winkt mehr Geld. Der monatliche BAföG-Betrag steigt ab 2020 von 735 auf 861 Euro. Außerdem sollen mehr Studierende zu faireren Konditionen Anspruch auf die finanzielle Förderung haben.

Hier können Sie übrigens noch einmal nachlesen, was sich im November 2019und im Dezember 2019 geändert hat.

Reform beim Wohngeld

Die letzte Erhöhung des Wohngeldes ist drei Jahre her - ab 2020 sollen Rentner und Familien bei der Miete noch mehr entlastet werden. Von der geplanten Wohngeld-Reform sollen rund 660.000 Haushalte profitieren.

Wie viel Geld jedem Haushalt zusteht, ist unterschiedlich und abhängig von Einkommen, Miethöhe und Haushaltsgröße. Das Wohngeld wird regulär für zwölf Monate bewilligt. Wer hat überhaupt Anspruch auf Wohngeld? Das erfahren Sie hier.

Flugtickets werden teurer

Maßnahmen zum Klimaschutz werden sich bei Verbrauchern künftig im Portemonnaie bemerkbar machen. Die Preise für Flugtickets sollen durchschnittlich um sechs bis 17 Euro pro Ticket erhöht werden.

Dafür soll der öffentliche Nahverkehr weiter gefördert werden. Die Bundesfinanzhilfen des Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetzes (GVFG) werden 2020 aufgestockt von derzeit 332 Millionen Euro auf etwa 665 Millionen Euro.

Höhere Bußgelder für Autofahrer

Im November wurde der neue Bußgeldkatalog bereits beschlossen, ab 2020 müssen sich Autofahrer auf härtere Strafen im Straßenverkehr gefasst machen. Vor allem für Falschparker und Autofahrer, die keine Rettungsgasse bilden, werden höhere Bußgelder fällig. Statt 200 müssen Fahrer, die Rettungskräfte behindern, künftig 320 Euro zahlen.

Wer auf einem Geh- oder Radweg parkt, muss statt aktuell 15 bzw. 35 Euro mit satten 100 Euro rechnen. Außerdem ist das bisher gestattete dreiminütige Halten auf einem Schutzstreifen nicht mehr erlaubt.

Weitere Geschichten und Informationen finden Sie auf unserer Themenseite "Ratgeber Recht".

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