10.12.2019

Messenger bald verboten? Ist es das Ende von WhatsApp so wie wir es kennen?

Bald wird es die Facebook-Messenger-Dienste wie sie in ihrer jetzigen Form existieren, nicht mehr geben.

Foto: imago images / ZUMA Press

Bald wird es die Facebook-Messenger-Dienste wie sie in ihrer jetzigen Form existieren, nicht mehr geben.

Auch nur einen Tag auf Whatsapp zu verzichten, ist für viele unvorstellbar. Entsprechend erschreckend die neueste Nachrichtenlage: Wenn es hart auf hart kommt, dann müssen wir uns komplett von dem Messenger verabschieden.

Mal eben eine kurze WhatsApp-Nachricht an die Liebsten verfassen, diese mit ein paar passenden Emojis bestücken und schon ist sie verschickt und bei dem Empfänger. Das macht wohl jeder mehrere Male am Tag. Ist damit nun Schluss? Es könnte sein, denn das Landgericht München verbietet WhatsApp in Deutschland.

In seiner jetzigen Form wird es WhatsApp nicht mehr geben

Von dem Urteil sind neben WhatsApp noch andere beliebte Messenger-Dienste von Facebook betroffen. Das Verbot gilt auch für Instagram und den Facebook-Messenger.

Doch warum kann man aktuell noch WhatsApp-Nachrichten verschicken oder die Instagram-App nutzen, wenn es ein Verbot gibt? Das liegt daran, dass das Urteil zwar gefällt ist, aber derzeit noch nicht vollstreckt wurde.

Weshalb wurden WhatsApp und Co eigentlich überhaupt verboten?

Das Problem liegt in einem Rechtstreit zwischen dem Technologie-Riesen Facebook und dem Unternehmen Blackberry. Letzteres wirft Facebook Patentverletzung vor – in neun Fällen. Scheinbar verstoßen Software-Teile der verbotenen Messenger gegen Patente, die Blackberry hält, wie die Süddeutsche Zeitung berichtete.

Ein Beispiel: WhatsApp-Nutzern steht die Funktion zur Verfügung, eine komplette Chat-Historie zu versenden. Darauf hat aber Blackberry ein Patent.

WhatsApp könnte von heute auf morgen verschwinden

Das Urteil gegen Facebook ist bereits gefällt: "Vier Blackberry-Patente seien verboten", erklärt eine Facebook-Sprecherin. Aber zu erwarten ist, dass der Technologie-Gigant Berufung einlegen wird. Dennoch könnte es für die Nutzer der Facebook-Messenger-Dienste düster aussehen. Denn wenn Blackberry eine bestimmte Summe Geld bei der Münchener Justizkasse hinterlegen würde, könnte das Verbot sofort greifen. Das Geld ist eine Art Sicherheit. Denn falls Facebook am Ende doch den Rechtsstreit gewinnt, könnte von dem hinterlegten Geld von Blackberry der Schaden gezahlt werden, der dem Unternehmen Facebook mit einer Abschaltung der Dienste entstehen würde.

Wie wahrscheinlich ist das Aus für WhatsApp?

Nach dem großen Schockmoment, der uns erreichte als wir hörten, dass WhatsApp das Ende droht, können wir das Bangen aber etwas zurückfahren. Denn ein Sprecher von Facebook erklärte nämlich weiter: "Wir planen, unsere Produkte entsprechend anzupassen, um sie weiterhin in Deutschland anbieten zu können." Vermutlich brauchen wir also nicht damit zu rechnen, dass wir in Zukunft auf unsere geliebten WhatApp-Messages verzichten müssen.

WhatsApp geriet auch neulich erst in die Schlagzeilen. Betrüger hatten sich den Messaging-Dienst zu Nutzen gemacht. Lesen Sie alles über den neuen fiesen Betrug im Internet mit "WhatsApp".

Wir warten gespannt darauf, wie der Rechtsstreit zwischen den beiden großen Unternehmen ausgeht. Sind auch Sie derzeit in einen Rechtsstreit verwickelt, könnte Ihnen eventuell unsere Themenseite Ratgeber Recht weiterhelfen.

Die neuesten Videos von BILD der FRAU

Die neuesten Videos von BILD der FRAU

Beschreibung anzeigen