02.12.2019

Nicht fertiggestellt "Aida Mira"-Schiff: Kurz vor dem Auslaufen sagt der Kapitän die Reise ab

Die Jungfernfahrt der "Aida Mira" musste abgesagt werden.

Foto: imago images / Winfried Rothermel

Die Jungfernfahrt der "Aida Mira" musste abgesagt werden.

Das hatten sich die Gäste an Bord des "Aida Mira"-Schiffes sicherlich anders vorgestellt. Anstatt zu einer 4-tägigen Reise auszulaufen, blieb das Kreuzfahrtschiff im Hafen von Mallorca vor Anker – weil es nicht rechtzeitig fertiggestellt wurde.

Das hatten sich die Passagiere an Board der "Aida Mira" eigentlich anders vorgestellt. Alle Gäste waren auf dem Schiff bereits einquartiert, als die Reederei die Jungfernfahrt der "Aida Mira" absagte.

Kreuzfahrtschiff "Aida Mira": Erste Fahrt nach der Taufe abgesagt

Erst am Samstag hatte es die große Taufe mit großer Party rund um die "Aida Mira" gegeben. Franziska Knuppe hielt die Taufrede und ein großes Feuerwerk folgte. Rund 1000 Gäste freuten sich am Sonntag auf die Jungfernfahrt, die für vier Tage durch das westliche Mittelmeer führen sollte. Doch das Schiff verließ den Hafen von Mallorca am Sonntag nicht.

Zuvor trug das Schiff den Namen "Costa neoRiviera" und wurde vier Wochen lang umgebaut, um dann mit neuem Glanz und neuem Namen wieder in See stechen zu können. Für rund 50 Millionen erfolgte der Umbau in einer Werft in Genua. Doch leider wurde man mit dem Umbau nicht pünktlich zum Auslaufen den Schiffes mit den Passagieren an Bord fertig. Die Reederei machte das schlechte Wetter mit sintflutartigen Regenschauern der letzten Wochen für die Verzögerungen bei der Fertigstellung des neuen Schiffs der Flotte verantwortlich. Besonders die Arbeiten auf den Außendecks seien betroffen gewesen und konnten unter den Gegebenheiten nicht fertiggestellt werden.

Bereits zur Taufe war das Promenadendeck im schlechten Zustand

Bereits zur Taufe am Samstag präsentierte sich unter anderem das Promenadendeck im schlechten Zustand. Auch das Pooldeck versprach nicht das, was Stammgäste sonst von Aida Cruises gewöhnt sind. In den Kabinen selbst gab es ebenfalls Mängel – in manchen funktionierte etwa nur brühendheißes Wasser oder eben eiskaltes. Von Verschmutzungen und fehlenden Möbeln auf den Balkonen wurde berichtet. So blieb dem Kapitän Manuel Pannzek schlussendlich nichts anderes übrig, als am Sonntagnachmittag, kurz vor dem geplanten Auslaufen des Schiffes, den Passagieren mitzuteilen, dass man nicht auslaufen, sondern noch bis Mittwoch im Hafen von Mallorca bleiben werde. Man habe es nicht geschafft, den Aida-Standard in vollem Umfang zu bieten. Die noch anfallenden Arbeiten sollen nun im laufenden Betrieb erfolgen. Es gibt das Angebot an die Gäste, entweder auf dem Schiff zu bleiben oder nach Hause zu reisen – sie bekommen in jedem Fall ihr Geld zurückerstattet.

Das Schiff soll ab dem 4. Dezember eine Überführungsfahrt nach Südafrika vor sich haben, wo es demnächst für 14-tägige Kreuzfahrten von und nach Kapstadt eingesetzt wird.

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