28.11.2019

Alte Strategie neu aufgelegt Haribo will sich mit den klassischen "Goldbären" den Erfolg zurückholen

Haribo hat im Jahr 2018 Umsatzeinbußen von zehn Prozent erlitten. Nun soll es aber wieder mit den Klassikern bergauf gehen.

Foto: imago images / Steinach

Haribo hat im Jahr 2018 Umsatzeinbußen von zehn Prozent erlitten. Nun soll es aber wieder mit den Klassikern bergauf gehen.

Sie sind eine leckere Nascherei, doch zu wenige essen sie: die Fruchtgummis von Haribo. Daher hatte das Unternehmen einen Umsatzrückgang verzeichnen müssen, dem es jetzt den Kampf angesagt hat.

"Haribo macht Kinder froh und Erwachsene ebenso" – doch derzeit nicht die Erwachsenen des Unternehmens "Haribo". Denn dort gab es im vergangenen Jahr starke Umsatzeinbußen. Mit der neuen Strategie, die auf Altbewährtes setzt, soll sich das nun ändern. Die Klassiker des Fruchtgummiherstellers sollen die Firma wieder zurück auf die Erfolgsspur bringen.

Haribo setzt auf Klassiker: Mit den Goldbären zurück zum Erfolg

Laut dem "Handelsblatt" ist bei Haribo der Umsatz in Deutschland im Jahr 2018 um zehn Prozent zurückgegangen. Für den Fruchtgummiriesen Haribo ein ernüchterndes Ergebnis, doch noch deprimierender wird es für den Süßwarenhersteller mit einem Blick auf die Umsätze der Konkurrenten Katjes und Storck, die sich über Zuwächse im zweitstelligen Bereich freuen konnten.

Doch warum haben die Verkaufszahlen bei Haribo überhaupt so stark abgenommen? Den Grund dafür nennt der Sprecher der Haribo-Geschäftsführung Deutschland, Andreas Patz, dem "Handelsblatt" im Interview: "Wir haben unsere Top-Produkte wie den Goldbären aus den Augen verloren". Denn statt auf diese hat sich Haribo zu sehr auf Nischenprodukte, beispielsweise auf Fruchtgummivarianten mit weniger Zucker, konzentriert. Dieses Vorhaben der Vorgänger der jetzigen Geschäftsführung ging ordentlich schief, denn die Kunden möchten "nicht ständig daran erinnert werden, dass der Kauf einer Süßware nicht unbedingt eine rationale Entscheidung ist", wie man heute bei Haribo weiß.

Für Haribo geht es jetzt schon wieder bergauf

Jetzt sollen die berühmten Klassiker wie die "Goldbären" und "Color-Rado" diesen Fauxpas wieder wettmachen. Diese Neufokussierung hat auch schon erste Erfolge gezeigt. Vermutlich wird es am Jahresende drei Prozent mehr Wachstum geben. Damit scheinen auch die Probleme überwunden zu sein, die neben dem eigenverschuldeten Fehler von Haribo zum Umsatzrückgang geführt hatten. Es war eine Zeit lang zu Lieferausfällen gekommen, weil die Umstellung des Warenwirtschaftssystems auf SAP nicht reibungslos funktioniert hatte.

Thomas Gottschalk kommt für Haribo nicht mehr mit ins Spiel

Eines steht für Haribo fest: Thomas Gottschalk wird nicht an der Rettung des Unternehmens teilhaben. Somit wird der berühmte Entertainer nicht mehr für die fruchtigen Gummibärchen werben, wie er es einst als erfolgreicher Markenbotschafter getan hat. Auch hierfür hält Patz eine passende Begründung bereit: "Die Zeiten der großen Samstagabendshows, zu denen sich die ganze Familie vor dem Fernseher versammelt, sind vorbei". Das Konzept, das damals Haribo traumhafte Umsatzzahlen beschert hatte, würde vermutlich heute also nicht mehr funktionieren.

2020 wird die große Samstagabendshow "Wetten, dass..." allerdings nochmal ein einmaliges Comeback feiern und dort wird auch der ehemalige Haribo-Markenbotschafter zu sehen sein. Lesen Sie, wie der Moderator den ersten Wettaufruf vornimmt, denn Thomas Gottschalk braucht eine Baggerwette.

Sind Sie eine echte Naschkatze? Neben Haribo gibt es viele andere Leckereien. Stöbern Sie doch mal durch unsere Themenseite Süßigkeiten.

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