28.11.2019

Freunde fürs Leben Blindes Bison findet endlich einen Freund!

Freunde fürs Leben gibt es auch in der Tierwelt.

Foto: imago images / CTK Photo

Freunde fürs Leben gibt es auch in der Tierwelt.

Eine zuckersüße Geschichte über Freundschaft aus der Tierwelt: Die blinde Bisondame Helen und das Jersey-Kalb Oliver sind nun unzertrennlich. Doch Helen durchlebte zuvor eine Zeit in Einsamkeit…

Die blinde Bisondame Helen lebt schon seit Jahren im Lighthouse Farm Sanctuary in Oregon. Leider hatte sie unter ihren tierischen Mitbewohnern keinen richtigen Freund gefunden. Sie wirkte nervös und es sah so aus, als würde sie ihr restliches Leben dort als einsamer Außenseiter verbringen.

Bisondame Helen und Kalb Oliver: Freunde fürs Leben

Doch dann kam Oliver! Das junge Jersey-Kalb war von Beginn an sehr neugierig und schaffte es, Helens Vorbehalte zu überwinden und gewann ihr Vertrauen. Der Beginn einer wundervollen Freundschaft…

Auf den Seelenverwandten musste die Bisondame Helen lange warten. Sie war eine Einzelgängerin und fand zu den anderen Tieren einfach keinen Zugang. Doch das Kalb Oliver änderte zum Glück alles. Mittlerweile sind die Beiden einfach unzertrennlich. Zudem hat sich die Fellfarbe von Oliver so entwickelt, dass er selbst ein wenig wie ein Mini-Bison aussieht. Auch die Haltung eines kleinen Büffels nimmt er gerne ein – vielleicht, um Helen zu imponieren.

Helen scheint auch ein wenig die Babysitter-Rolle für Oliver zu übernehmen. Seine Mutter Betsy lädt Oliver im "Kindergarten" bei Helen ab und streunt dann selbst herum, während Helen den ganzen Tag ein Auge auf Oliver hat. Und sie scheint es sehr zu genießen.

Helen umhegt und pflegt ihn und kann nun einem Mutterinstinkt nachgehen, den sie vorher noch nicht ausleben konnte. Oliver hat der Bisondame auch ein ganz neues Selbstbewusstsein verpasst. Zuvor konnte sie sich nicht überwinden, mit den anderen Tieren Kontakt aufzunehmen. Doch die Freundschaft mit Oliver hat dazu geführt, dass die blinde Dame aus sich herauskommt und nun auch Freundschaften mit den anderen Tieren geschlossen hat.

Ein Zufluchtsort für Tiere

Die beiden haben einen Platz im Lighthouse Farm Sanctuary gefunden. Einen Zufluchtsort für gerettete Tiere, denen es hier besser gehen soll und an dem körperliche und seelische Wunden geheilt werden. Sie kümmern sich um mehr als 200 Tiere – darunter sind Schweine, Kühe, Pferde, Schafe, Hühner und auch Ziegen. Die Tiere, die dort leben haben zuvor die schlimmsten Seiten der Menschen erleben müssen. Wahrscheinlich auch deshalb sind die Betreiber jedes Mal aufs Neue erstaunt, über die Fähigkeit der Tiere, zu lieben und Liebe anzunehmen, trotz der Tragödien, die sie zuvor durchleiden mussten. Sie teilen gerne die Geschichten über die Tiere aus ihrem Zufluchtsort, um den Menschen einen anderen Blick auf diese wundervollen Lebewesen zu geben, die der Mensch so gerne mit dem Wort "Nutztiere" als allein dem Menschen dienend abwertet.

Die Bisondame Helen und Oliver haben sich glücklicherweise gefunden und einer lebenslangen Freundschaft steht somit nichts mehr im Wege.

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