19.11.2019

Selbstreflexion im Alltag Rettungsgasse benutzt – Fahrer zeigt sich selbst an

Das Bilden einer Rettungsgasse auf der Autobahn kann Leben retten. Das weiß auch der Fahrer, der sich selbst angezeigt hat – obwohl er zum Glück niemanden behinderte.

Foto: imago images / brennweiteffm

Das Bilden einer Rettungsgasse auf der Autobahn kann Leben retten. Das weiß auch der Fahrer, der sich selbst angezeigt hat – obwohl er zum Glück niemanden behinderte.

Damit hätte die Polizei wohl nicht gerechnet – doch ein Lob hatte sie für den Fahrer trotzdem übrig. Lesen Sie hier, was es mit der Meldung auf sich hat.

Jedem sollte bekannt sein, wie wichtig es ist auf der Autobahn eine Rettungsgasse zu bilden, damit Polizei und Rettungskräfte schnell an den Ort eines Unfalls gelangen können. Denn Sekunden können hier sprichwörtlich Leben retten. Nun kam es zu einem Vorfall, für den die Polizei Hessen dem betroffenen Autofahrer für sein Einsehen "selbstreflektiertes Verhalten" bescheinigte. Der Fahrer hatte die Rettungsgasse benutzt – und sich danach selbst angezeigt.

Rettungsgasse befahren: Fahrer zeigt sich selbst an

Solch ein Verhalten erlebt die Polizei sicherlich auch nicht alle Tage. Die Autobahnpolizei Mittelhessen erhielt einen Brief von einem Mann, der sich wegen Nichtbeachtens einer Rettungsgasse auf der Autobahn selbst anzeigte. Der Fahrer gab in dem Brief an, dass er zu spät bemerkt habe, dass sich auf der Autobahn eine Rettungsgasse bilde. Er fuhr daraufhin mit seinem PKW circa 10 Meter durch die Rettungsgasse, bis er die Situation richtig einschätzte. Ein paar Meter brauchte der Mann dann noch, bis er es schaffte, sich wieder seitlich einzuordnen und die Rettungsgasse für eventuelle Einsatzfahrzeuge freizugeben.

Der Mann teilte der Polizei in seinem Brief ebenfalls mit, dass er bereit sei, für sein Fehlverhalten ein Bußgeld zu zahlen. Glücklicherweise habe er keine Polizei- oder Rettungsfahrzeuge behindert, jedoch könne er sich vorstellen, dass andere Verkehsteilnehmer sich über sein Fehlverhalten geärgert hätten.

Bei den Ordnungshütern selbst kam der Brief sehr gut an und sie bescheinigten dem reumütigen Fahrer "selbstreflektiertes Verhalten". Die Autobahnpolizei Mittelhessen wird den Brief an die Bußgeldstelle weiterleiten – denn dort wird die Entscheidung fallen, ob der einsichtige Fahrer ein Bußgeld bezahlen muss.

So viel Selbstreflexion würde man sich wohl häufiger auf deutschen Straßen wünschen.

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