28.10.2019

Finger weg von diesen Produkten! Ökotest: Diese beliebten Handcremes sind mit Schadstoffen belastet

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Die Zeitschrift Ökotest hat Handcremes untersucht. Wir verraten Ihnen, auf welche Produkte Sie besser verzichten sollten. 

Foto: iStock/iprogressman

Die Zeitschrift Ökotest hat Handcremes untersucht. Wir verraten Ihnen, auf welche Produkte Sie besser verzichten sollten. 

Handcremes spenden Feuchtigkeit, entspannen die Haut und verschaffen ein angenehmes Hautgefühl. Es gibt sie in unzähligen Varianten und mit einer Vielzahl von Düften. Aber was ist drin? Ökotest wollte es wissen. Und warnt vor diesen Marken!

Der Winter steht vor der Tür. Eine Belastungsprobe für unsere Haut, die Kälte und trockener Heizungsluft ausgesetzt ist und schnell austrocknet. Die Haut an den Händen ist ein besonderer Fall, da sie außerdem durch ständiges Händewaschen zusätzlich belastet wird. Eine gute Handcreme ist also täglicher Begleiter und sollte im Winter nicht zu sparsam eingesetzt werden. Ökotest hat in seinem Test 50 Handcremes untersucht. Das sind die Ergebnisse.

Ökotest untersuchte Handcremes – mit überraschenden Ergebnissen

Im Test standen Handcremes aus dem Biofachhandel und Reformhaus, aus Drogerien oder Supermärkten. Darunter waren Marken wie Weleda, Balea, Linola, Nivea oder Kamill. Die Ökostester konnten die Hälfte der getesteten Produkte mit "sehr gut" bewerten. Einige beliebte Handcremes fielen im Test aber durch.

Im Mittelpunkt der Untersuchung standen die Inhaltsstoffe der pflegenden Cremes sowie ihre Auswirkung auf Gesundheit und Umwelt.

Handcreme-Test: Das sind die Besten

Unter den 25 Produkten, die mit "sehr gut" abschnitten, befanden sich auch alle Naturkosmetik-Produkte. Außerdem u.a. diese:

  • Alterra Reichhaltige Handcreme von Rossmann
  • Dr. Hauschka Handcreme
  • Alverde Intensiv Handcreme von DM
  • Cien Care Handcreme von Lidl
  • Biocura Hand-Intensiv Pflege von Aldi Nord
  • Elkos Hand- & Nagelcreme Kamille von Edeka

Elf weitere wurden mit dem Gesamturteil "gut" bewertet.

Hier finden Sie alle Ergebnisse des Ökotests Handcreme

Handcremes: Von diesen Produkten rät Ökotest ab

Insgesamt neun Handcremes wurden mit "mangelhaft" oder "ungenügend" bewertet. Darunter waren bekannte Marken wie Dove, Neutrogena und O'Keeffe's. Die in den Handcremes enthaltenen Stoffe sind problematisch, da sie Haut und Umwelt schädigen. Mineralölbestandteile sowie mineralölbasierte Fette und Wachse, synthetische Polymere und der im Verdacht stehende fortpflanzungsschädigende Duftstoff Lilial gehören nach Auffassung der Ökotester in kein Produkt.

Problematische Konservierungsstoffe in beliebten Handcremes, die sich zudem an Menschen mit empfindlicher bzw. strapazierter Haut richten, führten zur negativen Bewertung. Besonders negativ fiel in diesem Zusammenhang die O'Keeffe's Working Hands Handcreme auf, die zum Beispiel in Baumärkten vertrieben wird.

Krebsverdächtige Stoffe gefunden

Sie beinhaltet das Konservierungsmittel Diazolidinyl Urea, das Formaldehyd freisetzen kann, einen krebsverdächtigen Stoff, der bereits in geringen Mengen allergieauslösend wirken und die Schleimhäute reizen kann. Wir der Stoff eingeatmet, wirkt er zudem krebserregend.

Auch Polyethylenglykole und chemisch verwandte Stoffe (PEG), die in acht Produkten nachgewiesen werden konnten und in Naturkosmetik nicht eingesetzt werden dürfen, wurden durch Ökotest abgestraft. Sie stehen im Verdacht, die Haut für Fremdstoffe durchlässiger zu machen.

Auch künstliche paraffinartige Stoffe und/oder Silikone gehören nicht in Handcremes, da sie sich nicht so gut ins Gleichgewicht der Haut integrieren wie natürlich Fette und Öle. Sie befanden sich aber in sechs konventionellen Produkten wie Neutrogena, L'Occitane, Dove, Atrix, Herbacin und Eubos. Das gilt auch für mineralölbasierte Fette und Wachse, die in den Handcremes von Atrix, Dove und Neutrogena nachweisbar waren.

Auch allergisierende Duftstoffe wurden von Ökotest abgestraft

Sieben der 50 getesteten Cremes enthielten außerdem Lilial, einen Duftstoff, der sich in Tierversuchen als fortpflanzungsgefährdend erwiesen hat. Diesen kann man unter der Bezeichnung "Butylphenyl Methylpropional" in der Zutatenliste auf dem Produkt erkennen. In der Mixa Reparierende Handcreme von L’Oréal zum Beispiel steckte außerdem Hydroxycitronellal, ein allergisierender Duftstoff.

Viele der problematischen Inhaltsstoffe schaden nicht nur der Gesundheit, sondern auch der Umwelt. Synthetische Polymere/Kunststoffe waren nicht nur in der Verpackung, sondern auch den Handcremes selbst nachweisbar. Dafür mussten 21 Cremes einen Notenabzug hinnehmen.

Handcremes: Das sind die Testverlierer

Diese Handcremes bekamen von Ökotest nur ein "ungenügend":

  • Atrix Intensive Schutzcreme von Beiersdorf
  • Bepanthol Handbalsam von Bayer Vital
  • Dove Pflege Geheimnisse Handcreme Kokos- und Mandelduft von Unilever
  • Eucerin pH5 Handcreme von Beiersdorf
  • L'Occitane Dry Skin Hand Cream von L'Occitane
  • Neutrogena Sofort einziehende Handcreme von Neutrogena
  • O'Keeffe's Working Hands Handcreme von Gorilla Glue Europe

Ökotest: So erkennen Sie problematische Inhaltsstoffe

Damit Sie den Überblick im großen Angebot nicht verlieren, empfiehlt es sich, auf diese Inhaltsstoffe zu achten:

  • Finger weg von Handcremes mit mineralölbasierten Fetten und Wachsen. Deklariert sind sie auf der Verpackung mit: Paraffinum liquidum oder Cera Microcristallina.
  • Kaufen Sie keine Cremes, wenn Butylphenyl Methylpropional auf der Lise der Inhaltsstoffe steht. Denn hinter dieser Bezeichnung steckt der problematische Duftstoff Lilial.
  • In der Regel liegen Sie mit Naturkosmetik besser, da Problemstoffe wie PEG, Paraffine und Silikone in entsprechend zertifizierter Kosmetik nicht enthalten sein dürfen
  • Besser für Ihre Gesundheit und die Umwelt sind Handcremes ohne synthetische Polymere. Diese erkennen Sie auf der Inhaltsstoffdeklaration an diesen Begriffen: Acrylat- und andere Co- und Crosspolymere, (Sodium) Carbomer, (Sodium) Polyacrylamid, Polyquaternium-10

Das sind die Ergebnisse des Ökotests Handcremes. Das können Sie tun, um Ihre Haut mit einer Extra-Portion Pflege zu verwöhnen: Peeling selbst machen: 4 Rezepte für frische Haut. Natur pur heißt es bei Rosen, Magnolien & Co: So pflegen Sie Ihren Körper mit Blumen.

Weitere interessante Fakten zu LIDL und erstaunliche Test-Ergebnisse von Stiftung Warentest finden Sie auf unseren Themenseiten.

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