09.10.2019

Eine für alle? Von wegen! Stiftung Warentest: So gut sind die neuen Matratzen wirklich!

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Nicht alle Matratzen sind für jeden Körpertyp geeignet. Stiftung Warentest untersuchte 18 Modelle. Das sind die Ergebnisse.

Foto: Stock Foto / vadimguzhva

Nicht alle Matratzen sind für jeden Körpertyp geeignet. Stiftung Warentest untersuchte 18 Modelle. Das sind die Ergebnisse.

Die Werbung ist voll von traumhaften Versprechen: Viele Hersteller werben mit "der besten Matratze". Was ist dran und welche Modelle sind wirklich geeignet? Stiftung Warentest wollte es wissen: Lesen Sie hier die Ergebnisse.

Eines vorweg: Der Schlafkomfort hängt neben der Qualität der Unterlage natürlich auch von persönlichen Bedürfnissen und von der individuellen Statur ab. Rücken-, Seiten- oder Bauchschläfer, schmal und kräftig oder klein und schmal? Jeder hat andere Voraussetzungen. Einige Hersteller werben damit, dass jeder auf ihrer Matratze gut schlafen könne. Stiftung Warentest sagt: Das ist nur bei zwei von 18 getesteten Matratzen richtig.

Stiftung Warentest testet Matratzen

Überprüft wurden neben den Liegeeigenschaften auch die Druckverteilung und die Komforteigenschaften, daneben auch die Haltbarkeit und die Qualitätsbeständigkeit im Dauerwalzversuch. Außerdem wurden die Härte- und Höhenbeständigkeit untersucht sowie die Knötchenbildung (Pilling). Anschließend getestet wurden Raumluftbelastung/Geruchsbelästigung sowie die Entsorgung (Trennbarkeit der Materialien), die Handhabung sowie die Deklaration und Werbung.

One fits all? Das gilt nur für diese Matratzen

Laut Anbieter eignen sich alle geprüften Modelle für alle Körpertypen. Aber nur zwei Modelle eignen sich tatsächlich für jede Statur: Unter den 18 getesteten Matratzen können nur die Emma One sowie die baugleiche Dunlopillo Elements dieses Prädikat für sich beanspruchen. Beide erhielten das Qualitätsurteil 1,7 und sind Testsieger.

Diese älteren Modelle sind ebenfalls empfehlenswert

Neben der erstplatzierten Emma One (299 Euro) und der baugleichen Dunlopillo Elements (400 Euro) erreichten in früheren Tests auch folgende Modelle gute Noten. Diese sind noch erhältlich: Allnatura Supra-Comfort Allergie (710 Euro), Bett1.de Bodyguard (199 Euro), Bettenring Dormabell Innova (800 Euro), Malie Holiday (425 Euro), MFO Classic (278 Euro), Musterring Evolution (2470 Euro) und Orthomatic Perfect TT (600 Euro), Selecta L4 (600 Euro), Union Unicor TFK (149 Euro) und Waschbär Latex 1 (770 Euro).

Stiftung Warentest: Vier Modelle sind gut

Neben den beiden Testsiegern sind vier weitere Modelle gut. Dazu gehören neben der Casper Essential Mattress und der Bett1.de Bodyguard Weich auch die Badenia Thomas sowie die Snooze Project Matratze.

Die anderen schnitten zumindest befriedigend ab. Warum? Die getesteten Unterlagen tun sich schwer mit dem bekannten Problem: Auf der einen Seite soll die Matratze in Bauch- und Schulterbereich genug nachgeben, wenn eine schwere Person auf der Seite schläft, andererseits darf sie in Rückenlage nicht zu tief einsinken.

Pillingtest erstmals durchgeführt: Und das sind die Ergebnisse

Erstmals hat Stiftung Warentest auch getestet, ob der Matratzenbezug nach Benutzung Knötchen aufweist. Dieses sogenannte Pilling, das durch die Reibung, also die Bewegung des Menschen im Schlaf entsteht, ist nicht nur unattraktiv, es kann besonders feinfühlige Menschen auch am Einschlafen hindern. Das Ergebnis: Fast alle Matratzen neigen zu starker Knötchenbildung. Ausnahme: Nur die Bodyguard Weich von Bett1.de sowie weitgehend Emma und Dunlopillo sind frei von Pilling.

Alle Ergebnisse finden Sie hier bei Stiftung Warentest.

So wurde u.a. getestet:

  • Untersucht wurden 18 laut Anbieter für alle Körpertypen geeignete Kaltschaummatratzen (90 x 200 cm). Die Produkte wurden von Februar bis Mai 2019 gekauft.
  • Untersuchungen: Hatten die Matratzen unterschiedlich harte Liegeseiten, wurde die jeweils härtere Seite geprüft. Die Matratzen wurden auf einer starren Unterlage geprüft. Mit vier Personen unterschiedlicher Statur wurde ermittelt, wie die Matratze sie in Rücken- und Seitenlage abstützt, jeweils vor und nach dem Dauertest. Bewertet wurden der Lageänderungswiderstand, die Gleichmäßigkeit der Druckverteilung, ob die Schultern in Rückenlage nach oben drücken (Schulterklappeffekt). Für die Komforteigenschaften wurden die Punktelastizität und das Nachschwingverhalten geprüft, also ob es zu einem spürbaren Kontakt mit dem Lattenrost kommt und welche Geräusche die Matratze bei Lageänderung macht.
  • Haltbarkeit: Im Dauerwalzversuch wurde eine 140-Kilogramm-Walze 60 000 Mal über die Matratze gedreht. Das simuliert die Abnutzung in 8 Jahren.

Stiftung Warentest hat überprüft, auf welchen Matratzen Sie gut schlafen. Lesen Sie auch, warum wir vor dem Einschlafen zucken und was dahintersteckt. . Wissen Sie auch, was es mit diesem Phänomen auf sich hat?

Somniloquie: Warum reden wir im Schlaf?

Weitere spannende Tests finden Sie auf unserer Themenseite Stiftung Warentest

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