27.09.2019 - 15:26

Wenn die Tage kälter werden... Diese Hilfe benötigen Igel in Not – und zur Winterzeit!

Die kleinen Igel können nun jede Hilfe gebrauchen, bevor der Winter kommt.

Foto: imago images / imagebroker

Die kleinen Igel können nun jede Hilfe gebrauchen, bevor der Winter kommt.

Die kleinen Igel sind nicht zu beneiden. Der Sommer war trocken und heiß und nun kommt der harte Winter. Wie Sie kranke Igel erkennen können, was dann zu tun ist und wie Sie mit Futter unterstützen können, erfahren Sie hier bei uns.

Die immer heißeren und viel zu trockenen Sommer sind für viele Tiere eine Qual. Die schlimmsten Auswirkungen der klimatischen Veränderungen müssen meist die Kleinsten und Schwächsten wegstecken. Wie die Lage bei Igeln und Eichhörnchen aussieht – und wie man gegebenenfalls helfen kann:

Igel in Not: Mit diesen Problemen haben sie zu kämpfen

Der Sommer war heiß und trocken und die Fülle an frischem Wasser war nicht für jeden Igel überall ausreichend verfügbar. Zudem wirkt sich der Mangel an Insekten eben auch bei den drolligen kleinen Vierbeinern aus. Igel ernähren sich nämlich hauptsächlich von Insekten. Kann ein Muttertier nicht ausreichend Nahrung zu sich nehmen, produziert sie nicht genug oder sogar gar keine Milch für ihre Jungtiere. Wenn die Kleinen schon unter Futtermangel leiden müssen, dann hat dies eine negative Auswirkung auf ihre weitere Entwicklung.

Ist der Igel tatsächlich in Not?

Natürlich sollte man immer ein offenes Auge für Wildtiere haben, die vielleicht menschliche Hilfe in einer Notsituation benötigen. Um richtig handeln zu können, sollte man allerdings einige Punkte beachten, damit man wirklich zugunsten des Tierwohls handelt: Igel sind Wildtiere und gehören, wenn sie gesund sind, nach draußen und nicht in die Wohnung. Normalerweise sind Igel nachtaktiv. Falls sie tagsüber anzutreffen sind, könnte dies auf eine Notsituation hindeuten. Bevor man jedoch handelt, sollte man die Situation und die betroffenen Tiere eine Zeit lang beobachten und Rat von Fachleuten hinzuziehen. Tierärzte, Igelauffangstationen oder Tierheime können die richtige Auskunft geben, wenn das mulmige Bauchgefühl einem rät, etwas zu unternehmen.

Falls kleine Igel ohne Muttertier gesichtet werden, ist eine genau Observation und Einschätzung der Lage sehr wichtig. Die Igelmutter kann sich in der Nähe befinden. Daher lohnt es sich, bevor man handelt, zu warten, ob das Muttertier zurückkehrt. Aus der Ferne kann man in der Zeit bereits abschätzen, ob sich die kleinen Igelchen in einem guten Allgemeinzustand befinden. Falls die Tiere Hilfe benötigen sollten, ist darauf zu achten, dass die Kleinen von der zurückgekehrten Mutter nicht getrennt werden. Auch hier gilt wieder: Lieber den Rat eines Fachmanns einholen, bevor man handelt und damit dem Tier womöglich ungewollt etwas Schlechtes tut.

Mit welchem Futter Igel unterstützt werden können

Wenn man den Igeln, die im eigenen Garten heimisch sind, beim Überwintern unterstützen wollen, dann kann man dies mit der Bereitstellung von etwas Extra-Futter tun. Gegen Abend, wenn die Kleinen aktiv sind, lohnt es sich, eine Schale mit Wasser und eine zweite mit Futter an einen geschützten Platz zu stellen.

Als Futter für Igel eignet sich etwas ungewürztes, angebratenes Hackfleisch sowie Katzenfutter oder ein gekochtes Ei. Es sollte niemals normale Milch gegeben werden! Igel vertragen die Laktose in der Milch nicht und könnten daran sogar versterben. Auch auf das Verfüttern von Obst und Gemüse sollte verzichtet werden. Wer einen eigenen Garten hat, könnte Laub und Zweige zusammenschieben, damit die Igel es sich dort für eine Überwinterung gemütlich machen können. Die kleinen Kerle werden es ihnen danken in Zeiten der lärmenden Laubbläser, die nur allzu oft eine geeignete Rückzugsmöglichkeit für die Vierbeiner zerstören.

Ein Herz für Eichhörnchen

Auch den kleinen Nagern wird das Überleben heutzutage immer schwerer gemacht, sodass sie gerne die menschliche Hilfe in Anspruch nehmen. Denn viele Eicheln und Nüsse sind hohl und die Eichhörnchen können sich nur schlecht für den kommenden Winter rüsten. Eine kleine Futterstelle mit einer Wasserschale und ein paar Walnüssen oder Haselnüssen, jeweils noch in der Schale, werden dankend angenommen. Mit gemeinsamer Hilfe kommen auch die Kleinsten und Schwächsten durch den Winter. Falls Tiere verletzt oder stark geschwächt sind, sollten diese in Auffangstationen gebracht werden.

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