06.09.2019

Von 195 auf 100 kg Waliserin vor Radikaldiät: Ihr Mann musste sie am Ende duschen

Karina Mary Dunford hat es geschafft, von 196 auf gut 100 kg abzuspecken. Doch der Leidensweg zuvor war lang...

Foto: iStock/Vadym Petrochenko

Karina Mary Dunford hat es geschafft, von 196 auf gut 100 kg abzuspecken. Doch der Leidensweg zuvor war lang...

Als Karina Mary Dunford rund 196 kg wiegt, kann sie sich nicht einmal mehr alleine abduschen. Sie zieht die Notbremse – und nimmt radikal ab. Wie die Waliserin das geschafft hat...

Zu viel essen, darunter leiden, aus Frust noch mehr essen: Es ist ein wahrer Teufelskreis! Viele kennen das – manche mehr, manche weniger. Auch Karina Mary Dunford befand sich lange in dieser Abwärtsspirale. Doch sie hat sich aus ihr befreit: Vor knapp zwei Jahren wog die Waliserin noch 196 Kilogramm – bis jetzt hat sie rund 100 kg abgenommen, am Ende ihres riesigen Abnehmerfolges ist sie noch nicht angelangt. Doch bis hierher war es bereits ein langer, steiniger Weg... BILD der FRAU hat sie davon erzählt.

Waliserin nimmt radikal ab: Zuvor konnte sie sich nicht mal mehr abduschen

Im Dezember 2017, erinnert sich Karina Mary Dunford, war sie nicht mehr sie selbst: Sie aß praktisch nichts Gesundes mehr, nur noch fettige Gerichte, chinesisches Fast Food, dazu Unmengen an Schokolade, Chips, hinzu kam viel Alkohol, bis tief in die Nacht, jeden Tag von Neuem. Das Haus hat sie kaum noch verlassen. "Ich war krank, und es wurde immer schlimmer, weil ich mit meinem Gewicht nicht klar kam", sagt sie. Karina befand sich in eben diesem schlimmen Teufelskreis, es gab kein Entrinnen. Der traurige Höhepunkt: "Mein Mann Ian musste mich jeden Tag duschen und anziehen", so die 35-Jährige. Alleine hat sie das nicht mehr hingekriegt.

Im Januar 2018 beschließt sie, die Notbremse zu ziehen. Sie tritt einer Selbsthilfegruppe von übergewichtigen Menschen bei, die gemeinsam abnehmen. "Ich war so nervös", weiß Karina noch, der es davor graute, andere Menschen treffen zu müssen, auch wenn es Gleichgesinnte waren, und sich vor den anderen auch noch wiegen zu müssen. Außerdem sei sie nicht wirklich zuversichtlich gewesen. Doch sie geht hin, bleibt – und macht mit.

Mithilfe einer Diätgruppe purzeln die Pfunde

Ein erster Erfolg stellt sich schnell ein: Nach zwei Wochen hat Karina Mary Dunford knapp sechs Kilogramm abgenommen. "Ich war so wahnsinnig stolz auf mich und unendlich glücklich", berichtet sie. Das gab ihr die Kraft und den Willen, weiterzumachen, gesünder und weniger zu essen, sich wieder zu bewegen. Nach und nach stellt sie alte schlechte Gewohnheiten um, geht wieder unter Menschen. "In jeder weiteren Woche", sagt Karina, "habe ich mehr Selbstvertrauen erlangt."

Sie fängt an, regelmäßig schwimmen und walken zu gehen, sie fährt wieder mit dem Bus, schließlich besucht sie sogar viermal in der Woche ein Fitness-Studio. Sie freundet sich mit einigen Mitstreiterinnen aus ihrer Abnehmgruppe an, alle dort seien so nett und würden sich gegenseitig unterstützen, freut sie sich. "Ich habe mich noch nie so gut gefühlt", fasst Karina die ersten Monate ihres neuen Lebens zusammen. Denn das ist es, ein neues Leben.

Das Ziel: 120 kg weniger bis Januar 2020

Karina Mary Dunford ist dankbar dafür, dass sie ihr Leben wieder im Griff hat, dass sie so viel mehr machen kann, glücklicher ist und neues Selbstvertrauen gewonnen hat. Sie ist ihren Mitstreiterinnen und allen anderen Menschen dankbar, die ihr dabei geholfen haben. Vor allem aber ist sie ihrem Gatten dankbar: "Mein Ehemann Ian Dunford stand von Anfang an hinter mir und war immer an meiner Seite, er hat mich in jeder Hinsicht unterstützt."

Bis jetzt hat Karina knapp 90 Kilogramm abgenommen. Das ist ihr noch nicht genug – jetzt, wo sie endlich wieder Ehrgeiz entwickelt hat. "Im Januar 2020", erzählt sie, "will ich mein Traumgewicht von 76 Kilogramm erreicht haben." 120 weniger, als sie noch vor knapp zwei Jahren gewogen hat! Ein hohes Ziel, das sich die 35-Jährige gesteckt hat – doch sie wird es schaffen, da ist sie sich sicher. Und wir uns auch. Wer so weit gekommen ist, lässt sich von der Zielgeraden nicht mehr abbringen.

Hut ab, Karina Mary Dunford! Und viel Erfolg weiterhin, wir drücken fest die Daumen!

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