26.09.2019

Von Tierquälerei erlöst Abgemagerter Elefant musste auf Sri Lanka Paraden laufen – jetzt ist er tot

Was für eine Tierquälerei, in welchem Zustand Elefanten auf Sri Lanka für eine Parade laufen müssen – ein Tier ist jetzt in diesem schlimmen Zustand gestorben.

Foto: Save Elephant Foundation/Lek Chailert [M]

Was für eine Tierquälerei, in welchem Zustand Elefanten auf Sri Lanka für eine Parade laufen müssen – ein Tier ist jetzt in diesem schlimmen Zustand gestorben.

Abgemagerte Elefanten, die auf einer Parade laufen müssen – im bunten Kostüm, das den schrecklichen Zustand schön verdeckt. Diese Tierquälerei hat jetzt die Organisation "Save Elephant Foundation" aufgedeckt. Und ebendiese Quälerei ist einer Elefantendame jetzt zum Verhängnis geworden.

Es war ein Aufschrei der Empörung, der im August einmal rund um den Globus ging: Tierschützer hatten wieder einmal ein erschreckendes Beispiel dafür aufgedeckt, unter welchen schlimmen Bedingungen Tiere ihr Dasein fristen müssen – in besagtem Fall auch noch unter dem buchstäblichen Mäntelchen einer heiligen Zeremonie. Was für eine Tierquälerei: Auf Sri Lanka wurden Elefanten während eines Umzuges aufgenommen, farbenfroh und bunt geschmückt. Was keiner ahnt: Die Tiere waren bis auf die Knochen abgemagert, was weitere Aufnahmen belegen. Jetzt ist Elefantendame Tikiri völlig abgemagert gestorben – am Ende ist sie ihren Strapazen erlegen.

Abgemagerter Elefant Tikiri auf Sri Lanka gestorben

Wie die asiatische Tierschutz-Organisation "Save Elephant Foundation", die den Fall auch publik gemacht hatte, auf Facebook bekannt gab, ist Elefantendame Tikiri am 24. September gestorben. Die Fotos von ihr, die schonungslos ihren ausgemergelten Köper und ihren schlimmen Zustand dokumentierten, hatten weltweit für Erschütterung gesorgt.

"Dieser harte Dienst war ihr Leben, und nicht die Freiheit", heißt auf der Seite der Tierschützer. In ihrem Tod sehen sie eine Verpflichtung allen anderen gefangen gehaltenen Elefanten gegenüber, ihnen sichere Zufluchtsorte zu bieten – und sei es auch nur für ein paar Tage, in denen sie Liebe, Zuspruch und Pflege erfahren dürften.

"Tikiris Leiden hat ein Ende, ihre Seele ist jetzt frei", endet der Post. Niemand könne ihr jemals wieder Schaden zufügen – insofern mische sich unter die Trauer auch etwas Erleichterung.

Was für eine traurige Geschichte. Und was für ein Wahnsinn, zu was Menschen alles in der Lage sind...

Lesen Sie hier noch einmal die ganze Geschichte über Elefantendame Tikiri und ihre Leidensgenossen:

Tierquälerei: Abgemagerte Elefanten bei Umzügen auf Sri Lanka

15.08.2019: Der 12. August war der Weltelefantentag. Grund genug für die asiatische Tierschutz-Organisation "Save Elephant Foundation", wieder einmal auf die unhaltbaren Zustände in aller Welt aufmerksam zu machen, unter denen die an sich so prächtigen Dickhäuter leben oder vielmehr leiden müssen.

Diesmal haben sie Fotos der 70 Jahre alten Elefantendame Tikiri auf ihrer Facebook-Seite veröffentlicht, die im Juli auf dem buddhistischen Perahera-Festival auf Sri Lanka eingesetzt wurde. Zehn Abende und Nächte lang haben Einheimische und Touristen gemeinsam gefeiert. Logisch, dass es dabei laut und voll ist, verraucht und hell von Feuerwerkskörpern, ausgelassen und heiter. Für Menschen ein großer Spaß – für die mitgezerrten Tiere die Hölle.

Die ausgemergelte Tikiri war einer von rund 60 Elefanten, die auf der Parade mitlaufen mussten. Wie es den anderen Tieren geht, darüber kann nur gemutmaßt werden – doch der verheerende Zustand Tikiris ist verstörend, der anstrengende Einsatz wäre in ihrem Alter auch in gutem Zustand eine Qual.

Warum ganz grundsätzlich Elefantenreiten Tierquälerei – und kein Touristenspaß ist, erfahren Sie hier.

Besonders scheinheilig: Der Einsatz bei einem religiösen Event

Tiere einem solchen bedauernswerten Zustand sehen zu müssen, tut weh. Es schmerzt aber fast noch mehr, dass sie auch noch zu einer doch angeblich heiligen Parade eingesetzt werden: Immerhin handelt es sich bei dem Perahera-Festival um eine wichtige, alteingesessene buddhistische Veranstaltung. Das scheint auch die Macher von "Save Elephant Foundation" besonders zu ärgern: "Wie können wir dieses Fest als gesegnet oder heilig bezeichnen, wenn wir andere Lebewesen so leiden lassen?", schreiben sie auf ihrer Seite.

Es wäre wohl auch nicht im Sinne Buddhas, Tiere so zu halten und zu behandeln: Im Buddhismus werden Tiere als Vorstufe zum menschlichen Dasein angesehen, viele Buddhisten leben demzufolge auch vegetarisch. Und so schreibt die Organisation weiter: "Buddhas Weg ist es, zu lieben, keinen Schaden anzurichten, den Weg der Güte und des Mitgefühls einzuschlagen. Es ist höchste Zeit, ihm zu folgen." Spielt es überhaupt eine Rolle, ob und welcher Religion man angehört? Wir finden: nein! Und schließen uns der Aussage voll und ganz an – einfach aus Mitgefühl und Menschlichkeit!

Übrigens: Immerhin der Elefantendame Tikiri ist mit dem Protest der Tierschutzorganisation geholfen. Wie die Seite reisereporter.de berichtet, soll sie künftig nicht mehr bei dem Festival eingesetzt werden, um die Welle der Empörung wieder abebben zu lassen.

Es ist nicht nur das Elefantenreiten: Wie viel Tierquälerei hinter vermeintlichem Urlaubs-Spaß steckt, lesen Sie hier.

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Dass es auch anders geht, zeigt der Circus Roncalli: Er setzt auf Hologramme, weil er keine echten Tiere mehr für Dressuren einsetzen möchte. Manege frei für modernste Technik!

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