23.08.2019

Schluss mit dieser Tierquälerei! Grausame Wahrheit: So sehen diese Elefanten unter ihren bunten Kostümen aus

Außen hui, innen... Was für eine Tierquälerei, in welchem Zustand Elefanten auf Sri Lanka für eine Parade laufen müssen – den man unter dem bunten Kostüm aber kaum erkennen kann.

Foto: Save Elephant Foundation/Lek Chailert [M]

Außen hui, innen... Was für eine Tierquälerei, in welchem Zustand Elefanten auf Sri Lanka für eine Parade laufen müssen – den man unter dem bunten Kostüm aber kaum erkennen kann.

Abgemagerte Elefanten, die auf einer Parade laufen müssen – im bunten Kostüm, das den schrecklichen Zustand schön verdeckt. Diese Tierquälerei hat jetzt die Organisation "Save Elephant Foundation" aufgedeckt.

Zu was Menschen alles in der Lage sind: Wieder einmal haben Tierschützer aufgedeckt, unter welchen schlimmen Bedingungen Tiere ihr Dasein fristen müssen – und das auch noch unter dem buchstäblichen Mäntelchen einer heiligen Zeremonie. Was für eine Tierquälerei: Auf Sri Lanka wurden Elefanten während eines Umzuges aufgenommen, farbenfroh und bunt geschmückt. Was keiner ahnt: Die Tiere sind bis auf die Knochen abgemagert, was weitere Aufnahmen belegen.

Tierquälerei: Abgemagerte Elefanten bei Umzügen auf Sri Lanka

Der 12. August war der Weltelefantentag. Grund genug für die asiatische Tierschutz-Organisation "Save Elephant Foundation", wieder einmal auf die unhaltbaren Zustände in aller Welt aufmerksam zu machen, unter denen die an sich so prächtigen Dickhäuter leben oder vielmehr leiden müssen.

Diesmal haben sie Fotos der 70 Jahre alten Elefantendame Tikiiri auf ihrer Facebook-Seite veröffentlicht, die im Juli auf dem buddhistischen Perahera-Festival auf Sri Lanka eingesetzt wurde. Zehn Abende und Nächte lang haben Einheimische und Touristen gemeinsam gefeiert. Logisch, dass es dabei laut und voll ist, verraucht und hell von Feuerwerkskörpern, ausgelassen und heiter. Für Menschen ein großer Spaß – für die mitgezerrten Tiere die Hölle.

Die ausgemergelte Tikiiri war einer von rund 60 Elefanten, die auf der Parade mitlaufen mussten. Wie es den anderen Tieren geht, darüber kann nur gemutmaßt werden – doch der verheerende Zustand Tikiiris ist verstörend, der anstrengende Einsatz wäre in ihrem Alter auch in gutem Zustand eine Qual.

Warum ganz grundsätzlich Elefantenreiten Tierquälerei – und kein Touristenspaß ist, erfahren Sie hier.

Besonders scheinheilig: Der Einsatz bei einem religiösen Event

Tiere einem solchen bedauernswerten Zustand sehen zu müssen, tut weh. Es schmerzt aber fast noch mehr, dass sie auch noch zu einer doch angeblich heiligen Parade eingesetzt werden: Immerhin handelt es sich bei dem Perahera-Festival um eine wichtige, alteingesessene buddhistische Veranstaltung. Das scheint auch die Macher von "Save Elephant Foundation" besonders zu ärgern: "Wie können wir dieses Fest als gesegnet oder heilig bezeichnen, wenn wir andere Lebewesen so leiden lassen?", schreiben sie auf ihrer Seite.

Es wäre wohl auch nicht im Sinne Buddhas, Tiere so zu halten und zu behandeln: Im Buddhismus werden Tiere als Vorstufe zum menschlichen Dasein angesehen, viele Buddhisten leben demzufolge auch vegetarisch. Und so schreibt die Organisation weiter: "Buddhas Weg ist es, zu lieben, keinen Schaden anzurichten, den Weg der Güte und des Mitgefühls einzuschlagen. Es ist höchste Zeit, ihm zu folgen." Spielt es überhaupt eine Rolle, ob und welcher Religion man angehört? Wir finden: nein! Und schließen uns der Aussage voll und ganz an – einfach aus Mitgefühl und Menschlichkeit!

Übrigens: Immerhin der Elefantendame Tikiiri ist mit dem Protest der Tierschutzorganisation geholfen. Wie die Seite reisereporter.de berichtet, soll sie künftig nicht mehr bei dem Festival eingesetzt werden, um die Welle der Empörung wieder abebben zu lassen.

Es ist nicht nur das Elefantenreiten: Wie viel Tierquälerei hinter vermeintlichem Urlaubs-Spaß steckt, lesen Sie hier.

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