02.08.2019

Bei schwül-heißen Temperaturen Was sind Gewittertierchen – und wie wird man sie los?

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Kleine Gewittertierchen kommen vor allem bei schwülem Wetter zum Vorschein.

Foto: imago images / blickwinkel

Kleine Gewittertierchen kommen vor allem bei schwülem Wetter zum Vorschein.

Sie kommen in Schwärmen und setzen sich auf die Haut: Gewittertierchen. Wir sagen, ob sie ihrem Namen gerecht und tatsächlich Gewitter vorhersagen und wie man sie los wird.

Wenn es draußen blitzt und donnert, sind die kleinen schwarzen Fliegen meist nicht fern. Sie setzen sich an so ziemlich alle freien Hautstellen am Körper, kleben an Kleidungsstücken oder fliegen einfach in großer Menge durch die Luft ­­– die Rede ist von Gewittertierchen.

Doch warum kommen die kleinen Fliegen vor allem bei Unwetter zum Vorschein? Sagen sie es gar vorher? Und wie kann man sie von sich fernhalten? Wir klären die wichtigsten Fragen.

Gewittertierchen: Die wichtigsten Fakten

Gewittertierchen sind als Fransenflügler bekannt, man kennt sie auch unter den Namen Blasenfüße oder Thirpse. Sie sind nur wenige Millimeter groß. Man mag es kaum glauben, aber alleine in Deutschland gibt es mehr als 200 Arten der kleinen Tiere, über 5000 Arten sogar weltweit. Vor allem bei warmen Temperaturen über 20 Grad fühlen sich die Fransenflügler wohl und sind aktiv. An schwülen Sommertagen treten einige Arten vermehrt in Schwärmen auf.

Aber warum sind sie vor allem während eines Gewitters häufig da? Tatsächlich hat das mit den Flugeigenschaften der Gewittertierchen sowie der Thermik zu tun. Denn sie können zwar eigenständig fliegen – allerdings sind sie so leicht, dass sie die Richtung ihres Fluges nicht selbst steuern können. Während eines Gewitters ziehen Winde auf, durch die die Tiere unkontrolliert durch die Gegend fliegen. Sie können bis zu tausend Kilometer weit getragen werden.

Kündigen sie wirklich ein Gewitter an?

An schwül-heißen Sommertagen schwitzt man mehr – ein Grund zur Freude für Gewittertierchen. Denn sie suchen dann bewusst freie Hautoberflächen auf, um den Schweiß aufzusaugen. Durch helle Kleidung, also zum Beispiel ein weißes T-Shirt, werden sie besonders angezogen.

Gewittertierchen haben ihren Namen nicht ganz ohne Grund. Forscher haben herausgefunden, dass Gewittertierchen ein Unwetter auch unmittelbar ankündigen können. Denn die Schwärme von Fransenflüglern würden vor allem dann auftreten, wenn sich die Atmosphäre wegen elektrisch geladener Wolken verändert hat – der Anfang eines Gewitters. Die Tierchen sind eigentlich in einer Höhe von mehreren Kilometern, doch das bevorstehende Gewitter lässt sie dann zu Boden sinken, dadurch kommen sie mit Menschen in Kontakt.

Tipp gegen Gewittertierchen: Dunkle Kleidung und Fusselrolle

Auch wenn sie eher einer Fliege als einer Mücke gleichen: Gewittertierchen können stechen. Wenn es zu heiß und schwül ist, können einige Arten Menschen beißen. Im Gegensatz zu Mücken saugen sie kein Blut, doch die Stiche können ähnlich gerötet sein. Sie wissen nicht, welches Tier sie gebissen hat? Mit unserer Anleitung erkennen Sie unterschiedliche Insektenstiche.Diese Hausmittel helfen übrigens gegen Mücken.

Wandern die winzigen Fransenflügler auf der Haut, kann das schon mal ganz schön kitzeln. Das liegt daran, dass sie Haftbläschen an ihren Füßen haben, mit denen sie sich an Oberflächen halten können.

Doch wie wird man die lästigen Gewittertierchen los? Man sollte vor allem auf helle Kleidung verzichten und eher gedeckte Farben tragen. Da Schweißgeruch sie anlockt, sollte man versuchen, regelmäßig den Schweiß von der Haut zu waschen. Tipp: Manchmal können sie die Tierchen mit einer Fusselrolle ganz einfach von der Haut oder der Kleidung bürsten.

Weitere Plagegeister sind Buchsbaumzünsler – wie Sie die Schädlinge bekämpfen. Ebenfalls lästig: Stinkwanzen! So werden Sie sie los.

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