28.06.2019 - 15:50

Rente, Steuern, Porto Das ändert sich im Juli 2019

Im Juli stehen wieder einige Änderungen an. Erfahren Sie hier mehr...

Foto: imago/istock

Im Juli stehen wieder einige Änderungen an. Erfahren Sie hier mehr...

Der Juli steht vor der Tür und damit gibt es wieder wichtige Regel- und Gesetzesänderungen. Rente, Steuern & Porto – erfahren Sie hier mehr, was sich im kommenden Monat ändern wird.

Jeden Monat gibt es neue Gesetze oder Änderungen, so auch im Juli 2019. Erfahren Sie hier mehr.

Die Renten steigen

Ab dem 1. Juli steigen die Renten im Westen um 3,18 und im Osten um 3,91 Prozent. Die Anpassung gilt für alle Altersrenten, für Erwerbsminderungs- und Hinterbliebenenrenten, für gesetzliche Unfallrenten sowie für die Renten der Landwirte aus der landwirtschaftlichen Rentenkasse.

Ein Rechen-Beispiel: Eine monatliche Rente von 1000 Euro, die nur auf Westbeiträgen beruht, wird sich nach den Zahlen um 31,80 Euro erhöhen, eine gleich hohe Rente mit Ostbeiträgen um 39,10 Euro.

Post erhöht das Porto

Die Deutsche Post hat zum 1. Juli Portoerhöhungen angekündigt. Der Standardbrief kostet dann 80 Cent und ist damit um 10 Cent teurer. Wer noch Briefmarken mit dem alten Porto zu Hause hat, kann sogenannte Ergänzungsmarken kaufen. Die neuen Preise sollen erst einmal mindestens bis Ende 2021 gelten.

Im Detail steigen die Preise für Sendungen im Inland wie folgt:

  • Postkarte: 60 Cent statt bisher 45 Cent
  • Standardbrief (bis 20 Gramm): 80 Cent statt bisher 70 Cent
  • Kompaktbrief (bis 50 Gramm): 95 Cent statt bisher 85 Cent
  • Großbrief (bis 500 Gramm): 1,55 Euro statt bisher 1,45 Euro
  • Maxibrief (bis 1000 Gramm): 2,70 Euro statt bisher 2,60 Euro
  • Maxibrief (bis 2000 Gramm): 4,90 Euro statt bisher 4,80 Euro

Gegen die Erhöhung des Portos kämpft der Interessenverband der Paketdienste. Er hat eine Anhörung bei der Bundesnetzagentur beantragt, dadurch könnte die Preiserhöhung gestoppt werden.

Kindergeld wird erhöht

Gute Nachrichten für Eltern. Das Kindergeld wird ab dem 1. Juli erhöht. Eltern erhalten pro Kind zehn Euro mehr im Monat. Für das erste und zweite Kind gibt es künftig monatlich 204 Euro statt bisher 194 Euro. Für das dritte Kind liegt der Satz nach der Kindergelderhöhung bei 210 Euro im Monat, bislang sind es 200 Euro. Für das Vierte und alle weiteren Kinder überweist die Familienkasse ab Juli 235 Euro.

Aber die Freude über das zusätzliche Geld wird bei einige getrübt. Hartz-IV-Empfänger haben nichts von der Erhöhung. Der Grund: Das Plus beim Kindergeld wird zu 100 Prozent an die laufenden Regelsätze angerechnet. Diese hebt die Bundesregierung aber nicht an.

Steuererklärung bis zum 31. Juli erledigen

Bislang mussten Verbraucher selbst verfasste Steuererklärungen bis zum 31. Mai abgeben. Seit 2019 haben sie zwei Monate länger Zeit. Die Formulare müssen nun bis zum 31. Juli beim Finanzamt eingegangen sein. Sonderregeln gibt es auch für Rentner. Erfahren Sie hier, wann Rentner Steuern zahlen und eine Steuererklärung abgeben müssen.

Wer sich von einem Steuerberater oder einem Lohnsteuerhilfeverein Hilfe bei der Steuererklärung holt, der kann sich mit der Abgabe der Steuererklärung bis Februar 2020 Zeit lassen. Bislang galt der 31. Dezember als Stichtag.

Achtung: Wer seine Steuererklärung nicht pünktlich abgegeben hat, kann vom Finanzamt einen Strafzuschlag verhängt bekommen. Für jeden "überzogenen" Monat müssen Steuerzahler mindestens 25 Euro zahlen.

Midijobber dürfen mehr verdienen

Wer mehr als 450 Euro im Monat verdient, die Obergrenze von 850 Euro brutto aber nicht überschreitet, gilt als sogenannter Midijobber. Zum 1. Juli 2019 passt der Gesetzgeber diesen Verdienstrahmen an. Ab dann dürfen Arbeitnehmer in einem Midijob mehr verdienen, und zwar 1300 Euro brutto. Bis zu dieser Grenze zahlen sie reduzierte Sozialversicherungsbeiträge.

Eine weitere gute Nachricht für Midijobber: In Zukunft erwerben Arbeitnehmer die volle Rentenanwartschaft. Das bedeutet: Der Arbeitnehmeranteil muss nicht mehr aus eigenen Mitteln aufgestockt werden, um später volle Rentenleistungen zu erwerben.

Pfändungsgrenzen steigen zum 1. Juli

Schuldner mit regelmäßigem Einkommen können ab Juli ein Plus in ihrer Haushaltskasse verbuchen: Die Pfändungsfreigrenzen werden um rund vier Prozent erhöht.

Kosten für den Straßenausbau

Zum 1. Juli nimmt die Härtefallkommission Straßenausbaubeiträge („Strabs“) ihre Arbeit auf. Ab dann können Grundstückeigentümer in Bayern für zwischen 2014 und 2017 gezahlte Straßenausbaubeiträge eine Teilrückerstattung beantragen.

Mehr zum ThemaRatgeber Recht.

Halloween alles rund um das Gruselfest

Halloween alles rund um das Gruselfest

Beschreibung anzeigen
Eine Marke der FUNKE Mediengruppe