12.06.2019

Der Kreislauf macht schon schlapp Hitze, Blitze, Auf und Ab: Wie lange hält der ständige Wetterwechsel noch an?

Gewittergefahr besteht im Osten weiterhin. Nach einer kurzen Verschnaufpause nehmen Unwetter zum Wochenende wieder deutlich an Fahrt auf. Wie lange geht das nur so weiter?

Foto: imago images / Ralph Peters

Gewittergefahr besteht im Osten weiterhin. Nach einer kurzen Verschnaufpause nehmen Unwetter zum Wochenende wieder deutlich an Fahrt auf. Wie lange geht das nur so weiter?

Schwere Gewitter und extreme Hitze beuteln den Osten, während der Rest Deutschlands mit Regen und kühleren Temperaturen auskommen muss. Im Moment, denn das Wetter ist derzeit geprägt von einem ständigen Auf und Ab. Wie lange eigentlich noch? Denn auch der menschliche Organismus hat damit zu kämpfen.

Derzeit herrscht ein Wetter der Extreme: Der Osten Deutschlands kämpft mit extremer Hitze und wird von extremen Gewittern heimgesucht, im Rest des Landes ist der Temperaturunterschied dazu extrem hoch: Mancherorts sind gerade einmal 20 Grad drin. Am Donnerstag soll die Lage kurz zur Ruhe kommen, doch dann kommen die Unwetter zurück und haben steigende Temperaturen im Gepäck. Auch im Rest des Landes wird es wärmer – bis zum nächsten Wetterwechsel... Warum das ständige Auf und Ab auch unserem Körper zu schaffen macht.

Ständiger Wetterwechsel: So geht es weiter in den nächsten Tagen

Ab Freitag steigen die Temperaturen vor allem im Osten und Südosten wieder immens. Vereinzelt sind am Samstag 35 Grad drin. Zudem wird es drückend schwül. Im Westen dagegen bleibt es etwas kühler, sodass sich entlang der Luftmassengrenze erneut Gewitterzellen bilden.

"Die Achterbahnfahrt geht weiter. Am Wochenende kehren Hitze und Unwetter in vielen Regionen Deutschlands wieder zurück. Nach aktuellem Stand ist das Potenzial am Samstag am größten. Am Sonntag kühlt es wieder etwas ab", erläutert Bernd Madlener, Meteorologe bei wetter.com.

Zu Beginn der Woche soll es dank eines Hochdruckgebiets viel Sonnenschein und angenehm warme Luft ohne Hitze oder Gewitter geben. Doch die Freude könnte nicht von allzu langer Dauer sein: Zur Wochenmitte schwächelt das Hoch laut wetteronline.de voraussichtlich, die Gewitterneigung nimmt dann wieder zu. Wechselhaftes Wetter mit Regenfällen könnte sich anschließen, momentan scheint eine neue Schönwetterperiode jedoch wahrscheinlicher, heißt es bei dem Wetterportal. Es bleibt also eher unbeständig – ob die Temperaturschwankungen weiterhin so hoch ausschlagen wie aktuell, bleibt abzuwarten.

Extremer Wetterwechsel macht menschlichem Organismus zu schaffen

Doch nicht nur das Wetter spielt verrückt, sondern auch der menschliche Organismus. Denn der kann häufig nicht gut mit dem ständigen Wechsel umgehen. "Gerade für 'wetterempfindliche Menschen' ist das im Moment keine angenehme Zeit. Die andauernden Schwankungen können den Körper belasten und bestehende Beschwerden wie Kreislaufprobleme und Kopfschmerzen noch weiter verstärken", erklärt Bernd Madlener.

Das sieht auch Prof. Andreas Matzarakis vom Deutschen Wetterdienst so: "Das ständige Hin und Her, dass sich das Wetter von einem Tag auf den anderen ändert oder innerhalb des Tages so krass umschlägt, sorgt dafür, dass der Körper nicht mehr so nachkommt, es überfordert die eigentlich sehr gute Anpassungsfähigkeit des Menschen", erklärt der Medizin-Meteorologe dem Boulevard-Blatt "Express" gegenüber.

Steht es um die Gesundheit und den Fitness-Status nicht besonders gut und ist die allgemeine Stressbelastung hoch, dann schlägt ein heftiger Wetterwechsel umso mehr auf den Organismus. Atemwegserkrankungen, Herz-Kreislaufprobleme, Gelenk- und Kopfschmerzen seien typische Folgen. "Wir sind eingestellt auf stabile Wetterlagen", sagt Professor Matzarakis. "Da kann sich der Körper sehr viel besser schützen und selbst regulieren."

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