27.05.2019

Kuriose Attraktion Makaber: Prinzessin Dianas Tod wird zur Freizeitattraktion

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Sensationell oder entsetzend? Im US-Staat Tennessee eröffnete nun ein neuer Freizeitpark, der eine 3D-Simulation von Lady Dianas letzten Minuten anbietet.

Foto: TIM GRAHAM/Getty Images

Sensationell oder entsetzend? Im US-Staat Tennessee eröffnete nun ein neuer Freizeitpark, der eine 3D-Simulation von Lady Dianas letzten Minuten anbietet.

Wenn Sie glauben, es kann nicht geschmackloser werden, haben Sie sich getäuscht: In den USA wurde ein neuer Freizeitpark eröffnet mit einer ganz sonderbaren Attraktion: Prinzessin Dianas Tod in 3D miterleben…

Ganz schön geschmacklos: Vergangenen Freitag eröffnete in Pigeon Forge, Tennessee, USA, ein neuer Freizeitpark. Dieser hebt sich besonders von den vielen anderen Parks in der Umgebung ab, denn es wird eine 3D-Simulation angeboten. Nicht nur irgendeine, sondern Prinzessin Dianas (✝36) tödlicher Autounfall als Attraktion.

Prinzessin Dianas Todesfahrt wird als Freizeitattraktion adaptiert

Betrieben wird der Themenpark von der Klatschzeitung "National Enquirer" unter dem Namen "National Enquirer Live!". Kern der Vorstellung ist ein 3D-Computermodell, das dem Zuschauer ermöglicht, hautnah Prinzessin Dianas tödlichen Autounfall 1997 mitzuerleben. Das Stadtbild Paris‘ wird projiziert, sowie jegliche Gebäude, aber vor allem eins, wie der Manager der Einrichtung, Robin Turner, gegenüber der "Daily Beast" beschreibt: "Es zeigt den Weg, als sie das Ritz-Carlton-Hotel verließen, wie die Paparazzi sie jagen und das Blitzlichtgewitter, von dem wir denken, dass es den Fahrer geblendet hatte… und wie es passierte." Groteske Details wie Blut oder schlimmeres sieht man jedoch nicht.

Der Betreiber rechtfertigt sich

Ganze 25$ kostet der makabere Spaß. Nach der Fahrt werden den Gästen ausgiebige Fragen gestellt, etwa, was die Todesursache sei, wer dahinter stecke, und ob Diana schwanger gewesen sei. Die Reaktionen fallen – zurecht – sehr empört aus. "Krank", "geschmacklos" liest man häufig im Internet. Turner rechtfertigte jedoch, dass es "überhaupt nicht geschmacklos" sei, und wies darauf hin, dass er noch keine Beschwerden vom britischen Königshaus erhalten habe. Und weiter: "Es zeigt bloß die Route und wie es geschah. Leute, die noch nie in Paris waren, können die Topografie, die Distanz und den Tunnel (Anm. der Red.: Pont de l'Alma-Tunnel, der Todesort) betrachten. Es wurde sehr professionell gemacht."

Ein Schlag ins Gesicht für Prinz William & Prinz Harry?

Auf die Frage, ob Prinz William und Prinz Harry, die zu dem Zeitpunkt des Unfalls erst 15 und 12 Jahre alt waren, sich von dieser Attraktion angegriffen fühlen könnten, hieß es, "hoffentlich nicht", aber auch, dass die beiden nun mal empfindlich sind. Aber: Es werde auch nichts ausgestellt, das nicht bereits bekannt sei.

Gerade in den vergangenen Jahren zeigten sich Prinz William und Prinz Harry so offen wie nie, wenn es um den tragischen Tod ihrer Mutter ging. Erst vergangene Woche betonte Prinz William in einem Interview für eine neue BBC-Doku-Reihe über psychische Gesundheit, dass ein solcher Verlust ein Schmerz wie kein anderer sei.

22 Jahre ist nun der tragische Tod von Diana, der "Prinzessin der Herzen" her. Das Leben ihrer beiden Söhne hatte sich schlagartig von heute auf morgen verändert. Der Schock saß viel zu tief: "Wir haben nie über den Tod unserer Mutter gesprochen", verriet Prinz Harry. Gerade er musste sich in seiner Jugend vielen Herausforderungen stellen, so wollte Harry sogar raus aus der königlichen Familie.

Dass Lady Dianas Autounfall oft nicht angemessen aufgearbeitet wird, sah man bereits 2017: Wegen brisanter Aussagen wollte Dianas Bruder eine Doku verhindern.

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