02.05.2019

Von Mindestlohn bis Fahrverbot Das ändert sich im Mai 2019!

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Im Mai wird es wieder zahlreiche Änderungen geben – erfahren Sie hier mehr...

Foto: iStock/ljubaphoto

Im Mai wird es wieder zahlreiche Änderungen geben – erfahren Sie hier mehr...

Auch im Mai 2019 wird sich für Verbraucher wieder einiges ändern. Wir informieren über alle wichtigen Neuigkeiten und wer davon betroffen ist.

Neuer Monat – neue Gesetze. Worauf sich die Verbraucher ab Mai 2019 einstellen müssen und welche Änderungen es noch gibt, lesen Sie hier.

Das ändert sich alles im Mai 2019

Neue 200-Euro-Scheine

Im April mussten wir uns vom 500-Euro-Schein verabschieden, jetzt geht es um den 200-Euro-Schein. Von diesem müssen wir uns aber nicht trennen, er wird ab dem 28. Mai nur etwas anders aussehen. Die Mythenfigur Europa ist beispielsweise im Porträtfenster zu sehen, welches durchsichtig wird, wenn man den Schein gegen das Licht hält. Der Wert der Banknote ist auf der Vorderseite, unten links als "Smaragd-Zahl" aufgedruckt, die je nach Perspektive ihre Farbe ändert. Außerdem sollen bestimmte Teile bei UV- und Infrarotlicht leuchten. Diese und einige weitere Details sollen das Fälschen der Scheine wesentlich schwerer machen.

Mindestlohn wird erhöht

Beim Thema Mindestlohn dürfen sich dieses Mal ungelernte Arbeitnehmer im Maler- und Lackierhandwerk freuen. Für sie gibt es ab dem 1.Mai eine Erhöhung des Mindestlohns (Mindestlohn 1) um 25 Cent auf 10,85 Euro.

Diesel-Fahrverbote

Immer wieder werden Diesel-Fahrverbote heiß diskutiert. In vielen Städten wird es aber womöglich gar nicht dazu kommen. Die neuen Regeln stufen Fahrverbote im Allgemeinen als unverhältnismäßig ein, wenn die Stickoxid-Belastung in der Luft 50 Mikrogramm pro Kubikmeter nicht überschreiten. Damit liegt der Wert um ein Viertel höher, als die von der EU festgelegte Grenze von 40 Mikrogramm.

Darüber hinaus sollen Fahrverbote weder für Autos der neuen Norm Euro 6, noch für nachgerüstete Busse, Handwerker- und Lieferfahrzeuge sowie die Müllabfuhr und Feuerwehr gelten. Der Bundesregierung zufolge sollen die Änderungen noch im Mai in Kraft treten.

Mehr Zeit für die Steuererklärung

Sollten Sie Ihre Einkommensteuer-Erklärung noch nicht abgegeben haben, können Sie beruhigt aufatmen: Statt bis zum 31. Mai bleibt noch genug Zeit bis zum 31. Juli, also zwei Monate später. Und für die, die einen Steuerberater damit beauftragen, verschiebt sich die Frist bis Ende 2020!

Aber: Obwohl die Finanzämter mehr Zeit geben, fallen die Geldstrafen höher aus bei Versäumnis der neuen Fristen, und zwar mindestens 25 Euro.

Das ändert sich für Steuerzahler im Jahr 2019 – hier mehr erfahren.

Telefongebühren

Wer mal Telefonate ins Ausland tätigte, durfte bisher eine teure Telefonrechnung erwarten, zumindest innerhalb der EU. Damit soll nun Schluss sein, denn ab dem 15. Mai dürfen Mobilfunkanbieter maximal 19 Cent pro Minute für Fest- und Mobilnetz verlangen. Auch SMS werden günstiger: Diese dürfen nur noch höchstens 6 Cent kosten.

Mehr Rechte für Flugpersonal

Von den Änderungen im Mai sind dieses Mal auch Piloten und Co. betroffen. Das Flugpersonal darf sich freuen: Bisher schloss das Betriebsverfassungsgesetz Mitarbeiter von Flugunternehmen von Mitbestimmung aus. Dies ändert sich jedoch gesetzlich im Mai: Ab da darf nun auch Flugbetriebspersonal, wie Piloten oder Flugbegleiter, Betriebsräte gründen. Dies gilt nun ebenfalls ohne tarifvertragliche Regelungen, was bisher vorausgesetzt wurde, damit man eine Arbeitnehmervertretung gründen durfte.

Die EU-Wahl steht bevor

Es ist wieder soweit: Ab dem 23. Mai wird wieder für die nächsten 5 Jahre ein neues Europa-Parlament gewählt. In Deutschland darf ab dem 26. Mai das Kreuzchen gesetzt werden.

Neu: Das Verfassungsgericht beschloss im April, dass Behinderte, die Betreuung beanspruchen, pauschal nicht von der Wahl ausgeschlossen werden dürfen.

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