15.05.2019

Ehe vor dem Aus, Hartz IV gekürzt TV-Doku "Hartz und herzlich": So viel Pech hat Patricia

Patricia aus "Hartz und herzlich" ist vom Pech verfolgt: Die Bezüge sollen gekürzt werden, ihr Mann ist ein Sexmuffel, die Ehe vor dem Aus...

Foto: RTL II

Patricia aus "Hartz und herzlich" ist vom Pech verfolgt: Die Bezüge sollen gekürzt werden, ihr Mann ist ein Sexmuffel, die Ehe vor dem Aus...

Die Sozialdoku "Hartz und herzlich" zeigt den Alltag von Menschen, die von Hartz IV leben müssen. Darunter Patricia: Die Bezüge werden ihr gekürzt, ihr Mann ist ein Sexmuffel, die Ehe vor dem Aus...

Ein Leben auf Hartz-IV-Basis ist in der Regel kein leichtes: Geld ist rar, Lage und Situation führen nicht selten zum sozialen Abseits. Mit diesem Schicksal müssen viele Menschen in Deutschland aber zurechtkommen. Die RTL-II-Sendung "Hartz und herzlich" dokumentiert den Alltag von Menschen, die Hartz IV beziehen. Die aktuellen Folgen nehmen die Zuschauer mit nach Pirmasens. Patricia wohnt dort im Winzler Viertel, ein Problem-Stadtteil. Und Probleme hat sie genug...

Update vom 15.05.2019: "Hartz und herzlich" – Patricia aus Pirmasens

Jedes dritte Kind lebt von Hartz IV, die Arbeitslosenquote liegt bei 11 Prozent: das ist die traurige Bilanz des Städtchens Pirmasens in Rheinland-Pfalz. Extrem betroffen ist das Winzler Viertel: Die dortigen Bewohner sind zu einem Großteil arbeitslos. Auch Patricia – seit 19 Jahren ist die gelernte Hauswirtschafterin ohne Job, lebt von Hartz IV. "Ich wär froh, ich hätte Arbeit, würde Arbeit bekommen – aber ohne Schulausbildung, ohne Führerschein, ohne irgendwelche Vorlagen findest Du nix (...) und schon gar nicht als Langzeitarbeitslose", erzählt sie in der Reality-Doku.

Die 42-Jährige rechnet vor, was ihr monatlich an Geld bleibt: "Also ohne Mietgeld, ohne die Nebenkosten und das Ganze habe ich 409 Euro zum Leben, und das reicht hinten und vorne nicht." Ihr Mann Patrick, mit dem sie seit drei Jahren verheiratet ist, arbeitet seit zwei Jahren als LKW-Fahrer. Jetzt verdient er knapp 2000 Euro im Monat, davon werden 800 Euro wegen hoher Schulden gepfändet. "Ich geh arbeiten und bin eigentlich im Endeffekt genauso gut ein Hartz-IV.Empfänger", sagt er. Und weiter: "Bei den Kosten, die ich tragen muss, das steht in keiner Relation mehr."

Zu wenig Geld, Beziehung kaputt

Zusammen haben die beiden 736 Euro im Monat zum Leben – das zermürbt: "Ich verstehe die Welt nicht mehr", weint Patricia. Doch ihr Gatte verkrümelt sich lieber an den PC, um zu zocken. Kein Wunder, dass die Ehe von Patricia und Patrick kurz vor dem Scheitern ist. Die gemeinsame Wohnung nutzen sie schon länger als WG, jeder hat seinen Bereich. Patricia beklagt sich über den Teil ihres Nochgatten: Dort türmen sich Kisten mit allem möglichen Kram, der ganze Boden ist voll davon.

"En Leben kannst Du das gar nicht mehr nennen, eine Ehe kannst Du das auch nicht nennen", klagt die 42-Jährige. "Ich war schon immer ein Sexmuffel", gesteht ihr Noch-Ehemann – "das letzte Mal" habe vor zwei Jahren stattgefunden. Hinzu kommt, dass er auch von folgendem Umstand genervt sei: "Die Dame da auf der Couch ist ja eifersüchtig auf meinen LKW." Patricia bleibt bei all dem nur noch das Fazit: "Das Leben ist nur noch Scheiße."

Es kommt noch schlimmer: Zahlungen werden gekürzt

Doch ein Unglück kommt selten allein: Als wäre das alles noch nicht genug, kürzt das Amt die Zahlungen an Patricia empfindlich, denn ihr Mann weigert sich, Auskunft über sein Einkommen zu geben, wozu er aber verpflichtet ist. Dann erfährt sie, dass Patrick bei der Arbeit einen leichten Herzinfarkt erlitten hat. Er muss ins Krankenhaus. Und trotz aller Streitigkeiten macht sich die 42-Jährige große Sorgen um ihren Mann – sie ist am Ende ihrer Kräfte und resümiert: "Manchmal denk ich echt, ich bin gestraft fürs ganze Leben."

Wie geht es weiter mit dem gebeutelten Paar? Fortsetzung folgt...

"Hartz und herzlich" wird dienstags um 20:15 Uhr bei RTL2 ausgestrahlt.

Und so berichtete BILD der FRAU am 11.04.2019:

Nach zwei Jahren gab es jetzt ein Wiedersehen mit Dagmar aus den Mannheimer Benz-Baracken. Die darf sich über gleich zwei neue Jobs freuen.

"Hartz und herzlich": Dagmar steht kurz vor der Rente

Die Benz-Baracken in Mannheim gelten mit ihren knapp 2000 Bewohnern als Deutschlands bekannteste Hartz-IV-Blöcke – auch Dagmar ist dort zu Hause. Die 65-Jährige hat acht Kinder zur Welt gebracht, steht kurz vor dem Beginn ihrer Rente. Die gute Seele der Benz-Baracken ist dann keine Hartz-IV-Empfängerin mehr. Was das finanziell zu bedeuten hat, weiß sie nicht. Das muss noch ausgerechnet werden, sagt sie, wie hoch der Anteil an Mütterrente sein wird, der hinzukommt.

Dabei würden sogar zehn Kinder angerechnet, denn zwei Enkelkinder hat sie von Geburt an mit großgezogen. Und 30 Jahre habe sie insgesamt in ihrem Leben ja auch gearbeitet. Doch egal, wie hoch die Rente letztlich ausfallen wird, von ihrer ersten Rente will sie sich einen schönen Kaffee und ein schönes Stück Torte holen, "dann setz' ich mich auf meine Hollywood-Schaukel und bestaune alle die, die vom Schaffen kommen", freut Dagmar sich schon.

Hilfe für kranken Nachbarn – dafür gibt's Pflegegeld

Dabei arbeitet Dagmar ja selbst nicht zu knapp: seit einem Jahr kümmert sie sich ehrenamtlich um ihren Nachbarn Johann – der 54-Jährige ist Alkoholiker und liegt wegen einer Leberzirrhose im Krankenhaus. Wenn er wieder rauskommt, würde die Bald-Rentnerin gerne ganz offiziell seine Pflegerin werden und sich so ein wenig dazuverdienen. Denn der gelernten Zootechnikerin stünde somit ein Pflegegeld zu.

Ihrem Nachbarn hilft sie nicht wegen des Geldes, doch der Aufwand ist nicht zu unterschätzen. Und siehe da: Dagmar hat Anspruch auf Pflegegeld! Vielleicht bekommt sie sogar eine Nachzahlung, weil sie schon so viele Monate für Johann tätig ist. Zudem ist sie dadurch auch noch versichert.

Ein, zwei Putzstellen mehr würde sie auch machen

Wenn Dagmar dann bald Rentnerin ist, darf sie noch mehr dazuverdienen. "Wenn die Möglichkeit sich anbietet, dass ich ein, zwei Putzstellen mehr habe, dann mach ich die auch", erklärt die rüstige 65-Jährige. So käme sie endlich von ihrer Schuldenbasis runter, sagt sie, und kann noch einigermaßen so leben, wie sie es bislang nicht konnte.

Einen Putzjob hat sie schon: bei einem älteren Herren namens Roland macht sie dreimal die Woche sauber. Den Nebenverdienst hat sie einem Zuschauer der Sendung zu verdanken: er hatte sie ausfindig gemacht und sie als Haushaltshilfe für seinen Vater angeworben, weil er begeistert von ihrer sozialen Art war. Sie sei für ihn das große Los, erzählt Roland, denn ohne Dagmar würde es ihm "weitaus schlechter gehen als vorher".

Egal wie hoch ihr Rentenbescheid ausfällt: die 65-Jährige möchte auch in Zukunft weiter für Roland arbeiten. "Das spielt keine Rolle", sagt sie, "es wird trotzdem weiter geschafft. Ich seh' doch, dass ich gebraucht werde, und das ist das Wichtigste." Tolle Einstellung!

Wenn das so weiter geht, könnte es für Dagmar jedenfalls reichen mit Rente und Zuverdienst. Ihre gute Laune und ihren Humor verliert sie so oder so nicht: "Vielleicht bin ich dann Ende nächsten Jahres ein Millionär", scherzt sie. Wir drücken ihr die Daumen!

"Mit dieser Rente kommt keiner zurecht" – sagte neulich erst auch eine Putzfrau im TV. Und kanzelte einen Politiker damit ordentlich ab.

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