28.03.2019

Tschüss, 500-Euro-Schein Verbraucher, aufgepasst! Das ändert sich im April

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Adé, 500 Euro. Ab Ende April werden keine neuen pinken Scheine mehr ausgegeben. Was sich noch ändert, verraten wir hier.

Foto: imago/Photocase

Adé, 500 Euro. Ab Ende April werden keine neuen pinken Scheine mehr ausgegeben. Was sich noch ändert, verraten wir hier.

Auch diesen Monat treten wieder einige Änderungen in Kraft. Hier lesen Sie, welche Neuerungen auf Sie als Verbraucher im April 2019 zukommen.

Und schon wieder geht es los! Mit dem Beginn eines neuen Monats gibt es neue Gesetze und mit dem Inkrafttreten kommen auch wieder einige Neuerungen auf die Bevölkerung zu.

Wir sagen Ihnen, welche wichtigen Änderungen im April 2019 Verbrauchern bevorstehen.

Diese Änderungen kommen im April 2019 auf Sie zu

Kein 500-Euro-Schein mehr

Der rosafarbene Schein ist bald Geschichte. Nur noch bis zum 26. April werden neue 500-Euro-Scheine ausgegeben. Der Grund: Europas Notenbanken wollen die große Währung aus dem Verkehr ziehen, um Kriminalität mehr vorzubeugen.

Grundsteuer-Erlass

Vermieter, aufgepasst. Noch bis zum 1. April ist die Beantragung eines Grundsteuer-Erlasses möglich. Voraussetzung ist, dass man im Jahr 2018 unverschuldet erhebliche Mietausfälle hatte. Die Grundsteuer kann je nach Rechtsgrundlage zu 25 oder 50 Prozent erlassen werden.

Diesel-Fahrverbote

Jetzt ist Stuttgart an der Reihe: In der Neckar-Metropole gelten ab dem 1. April Fahrverbote für alle älteren Dieselfahrzeuge. Damit sind alle Autofahrer betroffen, seit Jahresbeginn galt das Verbot bereits für Auswärtige.

Eigentlich sollten die Fahrverbote ab April auch für Bonn und Köln gelten, doch wegen eines Einspruchs des Landes Nordrhein-Westfalen ruht der Prozess.

Pauschalen für arbeitsbedingten Umzug

Personen, die berufsbedingt umziehen müssen, bekommen vom Finanzamt eine kleine Finanzspritze. Der Pauschalbetrag steigt ab 1. April für Verheiratete auf 1622 und für Ledige auf 811 Euro. Damit sollen Umzugskosten wie Maklergebühren, Fahrtkosten oder Rechnungen des Umzugsunternehmens steuerlich geltend gemacht werden können.

Und es winkt sogar ein noch höherer Pauschalbetrag. Für jedes Kind bzw. jeden Verwandten, der mit im neuen Haushalt lebt, wird die Pauschale um 357 Euro pro Jahr erhöht.

Müssen Kinder am neuen Lebensstandort Nachhilfeunterricht nehmen, weil zum Beispiel die neue Schule im Stoff weiter ist oder der inhaltliche Schwerpunkt anders ist, kann man ab April einen Betrag von bis zu 2045 Euro steuerlich geltend machen.

Mütterrente beantragen

Bis Ende April kann die Mütterrente noch beantragt werden – also Beeilung! Bezuschusst werden Personen über 65 Jahre, die Kinder erzogen haben und 2019 erstmals Rente beantragen wollen. Eltern, deren Kind vor 1992 geboren wurde, haben diese Rentenansprüche. Hier erfahren Sie, wie genau sich die Berechnung der Mütterrente zusammensetzt und was sich bereits im März 2019 geändert hat. Und hier lesen Sie, welche Jobs sich als Hinzuverdienst zur Rente lohnen.

Leinenpflicht für Hunde

Neue Verordnungen für Hunde und Jäger. Da ab dem 1. April die Brut- und Setzzeit beginnt, dürfen Hunde bis zum 15. Juli Elterntiere nicht mehr bejagen. Denn diese ziehen die Jungtiere auf. Das besagt das Bundesjagdgesetz.

Jäger sind dazu angehalten, ihre Vierbeiner entsprechend besser zu beaufsichtigen. Genaue Vorschriften variieren aber zwischen Bundesländern und Kommunen.

Mindestlohn-Änderung und Beamtenbesoldung

Erfreuliche Nachricht für Leiharbeiter: In den westlichen Bundesländern Deutschlands steigt der Mindestlohn ab dem 1. April um 30 Cent – von 9,49 Euro auf 9,79 Euro pro Stunde. Bereits zum Jahreswechsel trat die Anpassung für alle anderen Branchen und Berufe in Kraft.

Auch Beamte profitieren: Die Besoldung steigt zu Monatsbeginn um 3,09 Prozent.

Änderungen im Lebensmittelrecht

Schlechte Lebensmittel möchte niemand essen. Deshalb greift nun Paragraf 40 Absatz 1a des Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuchs (LFGB). Das bedeutet, dass die Öffentlichkeit ab April über Verstöße gegen das Lebensmittelrecht informiert wird.

Die zuständigen Landesbehörden müssen Verstöße sechs Monate lang veröffentlicht, anschließend werden Einträge unverzüglich wieder entfernt. Ebenso sind die Behörden dazu verpflichtet, mitzuteilen, dass die genannten Mängel beseitigt wurden.

Lesen Sie hier mehr zum Thema Ratgeber Recht.

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