19.02.2020

Seit 1 Jahr spurlos verschwunden Vermisste Schülerin Rebecca: Warum ein Ermittler kaum Hoffnung hat

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Seit nunmehr einem Jahr fehlt von Rebecca Reusch jede Spur.

Foto: Polizei Berlin

Seit nunmehr einem Jahr fehlt von Rebecca Reusch jede Spur.

Seit nunmehr einem Jahr wird Rebecca R. vermisst – die Suche nach ihr hält viele in Deutschland immer noch in Atem, doch nach wie vor gibt es weder ein Lebenszeichen noch einen Hinweis, der auf ihren Tod schließen ließe. Zum traurigen Jahrestag des Verschwindens der Berlinerin Schülerin haben sich Rebeccas Schwester und Mutter, aber auch ein Ermittler zu Wort gemeldet.

Es ist einer der mysteriösesten Vermisstenfälle der vergangenen Jahre: Seit dem 18. Februar 2019 ist Rebecca R. aus Berlin-Neukölln verschwunden. Der Fall beschäftigt bis heute viele Menschen in Deutschland, für die Familie der damals 15-Jährigen ist die Situation kaum erträglich, die Polizei steht weiterhin vor einem Rätsel. Experten gehen eher davon aus, dass Rebecca tot ist. Beweise dafür gibt es aber keine – ihre Familie hält an der Hoffnung fest, dass sie noch am Leben ist.

+++ Update vom 19. Februar 2020: Ein Jahr nach Rebeccas Verschwinden hofft die Familie immer noch +++

Es muss ein furchtbar trauriger Tag für die Familie der vermissten Rebecca R. aus Berlin gewesen sein: Vor einem Jahr, am 18. Februar 2019, verschwand die Schülerin aus heiterem Himmel – bis heute gibt es kaum eine Spur, nur vage Verdachtsmomente.

Rebeccas Familie kann und will die Hoffnung nicht aufgeben – Mutter Brigitte kann nicht glauben, dass dieser Alptraum einfach nicht zu Ende gehen will. Mit dem Tod ihrer Tochter könne sie sogar besser umgehen als mit der ständig an ihr nagenden Ungewissheit, gesteht die verzweifelte Mutter im Interview mit RTL. Dennoch: Sie hat eine eigene Theorie, warum Rebecca weg ist: "Ich denke, sie ist wirklich eingesperrt."

Rebeccas Schwester Vivien, die im vergangenen Jahr bereits in der TV-Talkshow von Markus Lanz über das rätselhafte Verschwinden der damals 15-Jährigen gesprochen hat, teilte zum Jahrestag von Rebeccas Verschwinden viele Posts und Aufrufe in ihrer Instagram-Story. In einem heißt es "wer etwas weiß, meldet euch bitte bei ihrer Schwester", in einem anderen "die Hoffnung wird niemand aufgeben".

Ermittler geht eher von Rebeccas Tod aus

Das sieht der ermittelnde Staatsanwalt leider ganz anders: Im Interview mit Bild sagt Martin Glage: "Wir haben, nachdem die Tat bereits ein Jahr zurückliegt und umfangreiche Ermittlungen geführt wurden, keine Hoffnung mehr, dass Rebecca noch lebt." Was am Morgen ihres Verschwindens im Haus von Rebeccas älterer Schwester und deren Mann passiert ist, wisse man nach wie vor nicht genau, die Ermittlungen seien aber auch noch nicht abgeschlossen. "Aber dass sie bereits im Haus zu Tode kam, davon gehen wir immer noch fest aus", so Staatsanwalt Klage.

Als Beschuldigter gilt seit fast einem Jahr Rebeccas Schwager. Doch nachweisen lässt sich ihm nichts – und dass ein Beschuldigter alle Technik und Mantrailer-Hunde austricksen und spurlos einen Menschen verschwinden lassen könne? Das hat selbst ein erfahrener Ermittler wie Martin Glage noch nicht erlebt. Doch er sagt: "Im Fall Rebecca kann das aber mehrere Ursachen haben. Entweder er ist besonders geschickt oder er hat unglaubliches Glück oder er ist auch gar nicht der Täter. Aber das wissen wir alles nicht so genau. Von Letzterem gehen wir derzeit nicht aus, aber wir können auch nichts anderes behaupten."

Auch Profiler glaubt nicht daran, dass Rebecca noch lebt

Mit Bild hat auch Profiler Axel Petermann gesprochen, der den Ermittlern leider recht geben muss – und ebenfalls davon ausgeht, dass Rebecca nicht mehr am Leben ist: "Die Umstände sprechen wohl eher dafür, dass Rebecca nicht mehr lebt. Man muss sich jetzt fragen: Wie ist sie zu Tode gekommen? Muss es ein Verbrechen sein? Kann es auch ein Unfall gewesen sein, bei dem sie dann versteckt wurde?" Dass die Schülerin aus freien Stücken zu jemandem gegangen sei, sich dort noch immer aufhalte, hält Profiler Petermann nicht für wahrscheinlich – und widerspricht insofern auch der Theorie von Rebeccas Mutter: "Und deshalb muss man wohl von einem Verbrechen ausgehen."

Doch wo müssten die Ermittlungen jetzt weitergeführt werden? Auch da spricht sich der Profiler ganz im Sinne der Ermittler aus: "...man sollte dort beginnen, wo jemand, der verschwunden ist, zuletzt Lebenszeichen von sich gegeben hat. Sprich, bei Rebeccas Schwager und in dem Haus, das er mit Rebeccas Schwester bewohnt. Ist er für Axel Petermann also auch der Tatverdächtige? "Ich würde einmal von dem ausgehen, was der Alltag uns zeigt: Gewalt in der Familie, unter Angehörigen, ist doch sehr stark verbreitet", so der Profiler zu Bild.

Zuvor berichteten wir:

Der Fall Rebecca: Wird die Suche nun eingestellt?

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+++ Update vom 06. Juni 2019: Rebeccas Schwester Vivien bei Markus Lanz +++

Am Mittwochabend war Vivien Reusch, die Schwester der vermissten Rebecca, in der ZDF-Talkshow von Markus Lanz zu Gast. Sie spricht über das Leben ihrer Familie in den letzten drei Monaten: "Ich kann schwer in Worte fassen, wie es uns (der Familie) derzeit geht. Wir versuchen, den Alltag so normal wie möglich zu gestalten."

Sie will die Hoffnung, dass Rebecca doch noch lebend gefunden wird, nicht aufgeben. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie tot ist. Und jedesmal zu lesen, dass sie nach einer Leiche suchen, das schmerzt ungemein", erklärt Vivien.

Viele Diskussionen gab es nach dem Verschwinden von Rebecca über das Foto, das zur Fahndung rausgegeben wurde. Es wurde nachträglich stark bearbeitet. Moderator Markus Lanz sagt, dass er Rebecca "wahrscheinlich so nicht erkennen" würde. Warum wurde dieses Foto ausgewählt? Vivien: "Die Polizei hat dieses Bild ausgewählt und sich dafür entschieden." Dabei lagen den Beamten, laut Vivien verschiedene Fotos von Rebecca vor. "Meine Familie hat der Polizei auch andere Fotos zugespielt, wo Rebecca mehr nach Rebecca aussieht. Auch Passbilder von der Schule."

Vivien spricht auch über die Tage nach dem Verschwinden ihrer Schwester, demnach seinen die Ermittler zunächst davon ausgegangen, dass Rebecca weggelaufen sei. Erst später begann die intensive Suche nach der Schülerin. Vivien: "Es ist von Anfang an ein Albtraum gewesen. Man fragt sich nur 'wann hört das endlich auf?'“

Das sagt der Vermissten-Experte Peter Jamin

Neben Vivien war auch der Vermissten-Experte Peter Jamin bei Lanz. Er sagt zur Wahl des Fotos: "Möglicherweise haben sich die Polizisten gedacht, das ist das beste Foto, da kommt sie auch sympathisch rüber – und dann haben sie das genommen. Vielleicht war es eine Gefühlsentscheidung."

Und Jamin macht Mut, das Rebecca noch am Leben sein könnte. Er sagt zu Vivien: "Es kann ohne weiteres passieren, dass Rebecca wieder auftaucht."

Bereits vor einer Woche hatte sich Jamin im Interview mit "DerWesten" über das Verschwinden von Rebecca gesprochen. Er sagte damals: "Die Beamten haben zwar ein paar Spuren gefunden, das heißt aber absolut nichts! Sie könnte sehr gut noch leben."

Der Experte hat sich bereits mit vielen Vermisstenfällen beschäftigt. Er schildert gegenüber "DerWesten" zwei mögliche Szenarien.

  • Rebecca könnte ihrer Familie aus eigenen Willen den Rücken gekehrt haben. Jamin: "Das Mädchen könnte auch freiwillig weggegangen sein. Beispielsweise, weil es sich im Internet verliebt hat. Darauf gibt es ja auch durchaus Hinweise.“
  • Rebecca könnte einem Verbrechen zum Opfer gefallen sein, aber noch am Leben sein. Jamin: "Denkbar wäre auch, dass die Schülerin entführt und eingesperrt worden ist." Und er erklärt weiter: "Wir wissen, dass es solche Kreise gibt. In denen Mädchen festgehalten werden."

+++ Update vom 24. April 2019: Schwere Vorwürfe gegen das Vorgehen der Polizei +++

Wo ist Rebecca? Diese Frage beschäftigt die Polizei noch immer. Bisher geht die Suche weiter, der Fall wurde noch nicht zum Cold Case ernannt. Trotz der umfassenden Bemühungen gerät jetzt allerdings die Polizei in die Kritik. Ursula Nonnemacher, Innenexpertin und Politikerin der Grünen im Landtag Brandenburg, erhebt im Gespräch mit den "Potsdamer Neueste Nachrichten" schwere Vorwürfe gegen die Polizei im Fall Rebecca R. Demnach bestehe der Verdacht, dass Brandenburgs Polizei möglicherweise verfassungswidrig automatisch erfasste Autokennzeichen speicherte.

Nonnemacher erklärt:" Offensichtlich werden bei der Brandenburger Polizei mit sehr laxer Rechtsauffassung Daten auf Vorrat erfasst." Hintergrund ist die von den Ermittlern veröffentlichte Fahrt von Rebeccas Schwager Florian R.. Der 27-Jährige fuhr noch am Tag des Verschwindens von Rebecca auf der Autobahn Richtung Frankfurt / Oder. Die Ermittler gaben bekannt, dass das Auto des Mannes auf der A12 durch ein System erfasst worden war, das Kennzeichen automatisch speichert. Das war möglicherweise verfassungswidrig.

"Das geht gar nicht und ist juristisch hochproblematisch"

Offenbar hätten die Kennzeichen gar nicht gespeichert werden dürfen, laut Polizeigesetz gab es dafür keine rechtliche Grundlage. Als die Fahrt von Rebeccas Schwager erfasst wurde, gab es aber noch gar kein Ermittlungsverfahren gegen ihn. Seine Daten hätten sofort wieder gelöscht werden müssen. Laut Gesetz dürfen Autodaten nur erhoben werden, wenn das Speichern zur Gefahrenabwehr dient. Nonnemacher sagt im Interview zum Vorgehen im Fall Rebecca R.: "Das geht gar nicht und ist juristisch hochproblematisch."

Nach Nonnemacher hat sich nun auch das Innenministerium in Potsdam zu den Vorwürfen geäußert. Demnach ist es offenbar nicht auszuschließen, dass die Polizei Brandenburg illegal Autokennzeichen automatisch erfasst und gespeichert habe, berichten die "PNN". Ministeriumssprecher Ingo Decker sagt, dass das Polizeipräsidium um eine Stellungnahme zu der Problematik gebeten worden sei.

Zuvor hatte bereits Rebeccas Schwester Kritik an der Arbeit der Polizei geäußert. Lesen Sie hier, was die 23-Jährige im April in einem Fernsehinterview gesagt hat...

+++ Update vom 24. April 2019: Vermisste Rebecca (15): Schwester spricht über Stand der Ermittlungen +++

In den letzten Tagen kam wieder ein wenig Bewegung in den Fall. Ein Zeuge meldete sich direkt bei der Familie, erklärte, das Mädchen in einem Kaufhaus in Krakau gesehen zu haben. Ihre Schwester Vivien (23) äußerte sich nun im Sat-1-Frühstücksfernsehen zum Verschwinden von Rebecca. Unter Tränen sagte Vivien dort: "Es gibt keine klare Aussage, dass sie lebt oder tot aufgefunden wurde. Sie ist einfach nicht da."

Und sie spricht über die Arbeit der Polizei. "Seit dem fünften Tag ihres Verschwindens wurde direkt von einer Leiche geredet oder von einem vermutlichen Tötungsdelikt. Da wurde schon davon ausgegangen, dass sie vermutlich tot ist. Ich versteh‘s nicht. Jedesmal kriege ich kaum Luft und mein Herz stoppt", so Vivien.

Die Familie gibt ihr in diesen schweren Zeiten Halt. "Wir geben uns gegenseitig Kraft. Ich sehe meine Eltern jeden Tag, wir treffen uns alle zusammen. Auch mit meiner großen Schwester und ihrer Familie. Wir gehören alle zusammen", so Vivien, und sie erklärt weiter, dass sie immer davon ausgegangen ist, dass Rebeccas Schwager unschuldig sei.

Für die Familie ist seit dem 18. Februar nichts mehr normal. Sie werden immer wieder von außenstehenden Personen beleidigt und bedrängt. Vivien hat kein Verständnis dafür: "Warum? Ich habe nichts getan. Ich bin traurig, und ich vermisse meine Schwester. Und dann gibt es Menschen, die einen beschimpfen", sie hat nur einen Wunsch, "dass wir Rebecca lebend finden. Am besten schon heute, dass wir Becci lebendig zurückbekommen."

+++ Update vom 26.03.2019: Polizei äußert sich: Vermisste Rebecca "könnte nie gefunden werden" +++

Die Ermittler gehen mittlerweile davon aus, dass Rebecca getötet wurde. Noch immer sucht die Polizei nach dem Mädchen. Verschiedene Ermittlungsansätze werden verfolgt, danach entscheidet sich, wie die Polizei weiter vorgehen wird. Ein Polizeisprecher hat sich gegenüber "n-tv.de" zum aktuellen Stand geäußert. Demnach ist der Ausgang der Suche ungewiss: "Es ist nicht abzusehen, ob wir sie finden."

Ein Lebenszeichen von Rebecca gibt es weiterhin nicht. Deshalb könnte die Suche, rund acht Wochen nach dem Verschwinden der Schülerin, eingestellt und der Fall Rebecca somit schon bald zu einem Cold Case zu werden. Aber noch wird die Hoffnung nicht aufgegeben, dass Rebecca doch noch gefunden wird.

+++ Update vom 26.03.2019: Der Fall Rebecca: Nun spricht erstmals ihr Vater +++

Anfang April hatte sich Rebeccas Vater erstmals in der Öffentlichkeit zu dem Fall geäußert. Gegenüber "BILD" sagt Bernd R.: "Wir haben Hoffnung, dass Rebecca noch lebt, anders geht es ja nicht weiter." Die Polizei sucht noch immer an verschiedenen Orten nach Rebecca. Insgesamt gehen die Beamten rund 2200 Hinweisen aus der Bevölkerung nach. Bernd R. kritisiert das Verhältnis zu den Experten der Mordkommission. Die Familie würde Informationen nur aus den Medien erfahren. "Wir wissen nichts und hören auch nichts. Die Mordkommission meldet sich überhaupt nicht", erklärt Bernd R..

"Innerhalb der Familie hat keiner Zweifel an Florian"

Auch über seinen Schwager, Florian R., spricht Rebeccas Vater. Der 27-Jährige gilt als Tatverdächtiger, er wurde bereits zweimal festgenommen, zuletzt am 4. März. Nach gut zweieinhalb Wochen wurde er wieder freigelassen, weil keine neuen Beweise gegen ihn vorgebracht werden konnten. Bernd R. sagt: "Innerhalb der Familie hat keiner Zweifel an Florian", das war aber nicht immer so, zwischenzeitlich sollen laut "BILD" durchaus Zweifel an der Unschuld des Schwagers innerhalb der Familie aufgekommen sein., weil die "Mordkommission wollte uns da was einreden, aber das kann nicht sein“, so Bernd R..

Über Rebeccas Verschwinden reden können die Eltern mit Florian R. nicht. "Wir haben mit Florian seit seiner Freilassung gesprochen, auch nachgebohrt, was an dem Tag von Rebeccas Verschwinden passiert ist. Aber er darf nichts sagen, seine Anwältin hat ihm das verboten." Das Rätsel um Rebecca geht also weiter. Lesen Sie im Folgenden die wichtigsten Fragen und Antworten zu dem Fall.

Der Fall Rebecca: Was weiß man?

Klar ist, dass Rebecca in der Nacht vor ihrem Verschwinden im Haus ihrer älteren Schwester in Berlin Britz im Wohnzimmer übernachtet hat. Die Schwester verließ mit ihrer Tochter in der Früh das Haus, ohne nochmal nach Rebecca zu sehen. Als die Mutter Rebecca morgens über Whatsapp erreichen wollte, meldete sie sich nicht. Daraufhin bat sie ihren Schwiegersohn Florian R., nach Rebecca zu schauen. Als er nach ihr sah, war Rebecca bereits weg. Seitdem fehlt von der Schülerin jede Spur.

Wie liefen die bisherigen Ermittlungen?

Die 3. Mordkommission arbeitet rund um die Uhr an dem Fall und geht aktuell rund 2200 Hinweisen nach. Kurz nach ihrem Verschwinden wurden Fotos von Rebecca veröffentlicht. Kritisiert wurde, dass über den Bildern ein Filter liegt, sodass das wahre Gesicht von Rebecca nicht zu erkennen sei.

Hausdurchsuchungen bei der Schwester und Rebeccas Schwagers wurden durchgeführt. Der Fokus wurde unter anderem auf das pinkfarbene Auto der Familie gelegt, dass in Zeiträumen rund um das Verschwinden von Rebecca im Osten Berlins registriert wurde. Auch eine Fleecedecke geriet ins Visier der Ermittler, diese lag im Auto, man fand DNA-Spuren von Rebecca. Die Familie versuchte, die Spuren zu entkräften, da die Decke häufig in Benutzung der Familie sei und Spuren deshalb zwangsläufig zu finden seien.

Weiter suchten die Beamten im Osten Berlins Waldstücke und Seen ab. Dabei kamen unter anderem Hubschrauber, Taucher und Leichenspürhunde zum Einsatz.

Auch Freunde und Familie von Rebecca haben in den vergangenen Wochen mehrere private Suchaktionen gestartet. Doch auch diese blieben bislang erfolglos.

Gibt es einen Verdächtigen?

Florian R., der Schwager von Rebecca, der am Morgen nach ihr sah, gilt weiterhin als Verdächtiger. Zweimal saß er bereits in Untersuchungshaft. Er soll mit dem Auto, das rund um den Zeitpunkt von Rebeccas Verschwinden erfasst wurde, unterwegs gewesen sein. Doch die Beweislast gegen ihn ist nicht ausreichend gewesen, sodass er wieder auf freien Fuß gekommen ist. Rebeccas Familie glaubt an die Unschuld des Schwagers und hält weiter zu ihm.

Bei der Staatsanwaltschaft gilt er, trotz seiner Freilassung, weiterhin als tatverdächtig. Ein Alibi für die beiden verdächtigen Fahrten konnte Florian R. bislang nicht vorweisen.

Die Ermittler tappen im Dunkeln. Auch Wochen nach Rebeccas Verschwinden gibt es keine ganz heiße Spur. Gegenüber der "Bild"-Zeitung sagte ein Beamter: "Der Hauptverdächtige ist frei, wenn nicht bald etwas Belastendes gefunden wird, wird der Fall zum Cold Case". Wird Rebecca überhaupt noch gefunden?

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