Aktualisiert: 31.03.2021 - 14:24

Gartenkalender 2021 Gartenarbeit im April: Das steht jetzt an!

Die Gartenarbeiten im April lassen Hobbygärtner in die Lüfte springen. Jetzt ist schon Erntezeit für Rhabarber. Außerdem dürfen Salate und Radieschen nun in die Erde.

Foto: iStock (3) Collage BILD der FRAU

Die Gartenarbeiten im April lassen Hobbygärtner in die Lüfte springen. Jetzt ist schon Erntezeit für Rhabarber. Außerdem dürfen Salate und Radieschen nun in die Erde.

Der Frühling steht endlich vor der Tür! Beim ersten milden Wetter macht Gärtnern gleich noch mehr Spaß. Wer reich ernten und Freude an seinen Pflanzen haben möchte, hat das ganze Jahr über zu tun.

Der Frühling legt im April richtig los! Das bedeutet, Hobbygärtner haben nun alle Hände voll zu tun. Sträucher müssen geschnitten werden, die Frühblüher geben alles und der Rasen braucht jetzt besonders viel Pflege. Das sind die Gartenarbeiten im April.

Gartenarbeiten im April: Frühblüher brauchen jetzt Nährstoffe

Tulpen, Narzissen und Hyazinthen tauchen den Garten im April in ein traumhaftes Farbenmeer. Die fleißigen Frühblüher benötigen jetzt einen ordentlichen Nachschub an Nährstoffen. Besonders Pflanzen in sandigen und nährstoffarmen Böden müssen gedüngt werden. Hier empfiehlt sich ein spezieller Kalidünger* für Zwiebelblumen. Aber auch Hausmittel wie Teebeutel können besten Dünger abgeben.

  • Tipp: Jetzt ist auch die geeignete Zeit, Pflanzen umzusetzen, wenn sich der bisherige Standort als unpraktisch erwiesen hat. Das Umsetzen ist direkt nach der Blüte möglich, damit die Pflanzen am neuen Standort Kraft tanken können.

Im April Forsythien schneiden

Auch frühblühende Sträucher wie z. B. die Forsythie können jetzt nach ihrer Blüte stark zurückgeschnitten werden, das betrifft aber nur die stabilen, also die kräftig wachsenden Gehölze. Wichtig: Die langsam wachsende Magnolie oder der Rhododendron sind hiervon auszunehmen.

Rasen vertikutieren und neuen säen

Eine der wichtigsten Gartenarbeiten im April ist die Pflege des Rasens, denn auch der Rasen freut sich über eine Extraportion Dünger und Kalk. Zudem sollte er spätestens in diesem Monat zusätzlich belüftet werden, d. h. entfernen Sie totes Material, Moos und Laub vom Rasen. Er wird es Ihnen mit üppigem Wuchs danken. Wenn Sie mit einer Harke arbeiten, sollten Sie diese tief in die Erde graben, damit Rasen und Erde genug bewegt werden. Einfacher ist diese Arbeit mit einem Vertikutierer*, den man sich auch im in Baumärkten und Gartencentern ausleihen kann. Nach dem Vertikutieren sehen Sie, welche Stellen nicht mehr dicht sind und wo der Winter Halme zerstört hat; hier ist eine Nachsaat notwendig.

  • Tipp: An schattigen Plätzen, also an Stellen mit weniger als sechs Stunden Sonne pro Tag, können Sie spezielle Schattenmischungen* aussähen.

Frostunempfindliches Gemüse darf jetzt in die Erde

Gesunder Salat, leckere Radieschen und andere frostunempfindliche Gemüsesorten dürfen jetzt in die Erde. Wenn Sie Spaß haben am eigenen Anbau von Gemüse, dann zahlt sich die Gartenarbeit im April noch lange aus. Unser Tipp: Wenn Sie nicht alles auf einmal säen, sondern nur alle zwei bis drei Wochen ein bisschen, haben Sie die nächsten Monate immer etwas zu ernten.

Startschuss für Stauden und Einjährige

Da es noch nicht zu heiß ist, sollten Stauden und Einjährige im April gesät oder gepflanzt werden. Arbeiten Sie beim Setzen gleich genug Kompost in den Boden ein, um die neuen Pflanzen mit ausreichend Nährstoffen zu versorgen. Weichen Sie die Wurzeln vor dem Setzen ins Wasser ein, so wird der Ballen leicht auseinandergezogen, die Erde lockert sich und die Pflanze wird aufnahmefähiger. Setzen Sie die Pflanze ein und begießen Sie sie ausreichend.

  • Tipp: Vor allem neue Pflanzen benötigen im April ausreichend Wasser, an heißen Tagen sollte dann auch schon der Gartenschlauch zum Einsatz kommen. Sprengen Sie bei höheren Temperaturen spät abends oder früh morgens, wenn die Sonne nicht mehr zu warm scheint, damit das Wasser nicht gleich wieder verdunstet. Ein Rasensprenger* erleichtert Ihnen die Arbeit auch fürs Blumenbeet.

Vorsicht bei Wetterchaos im April!

Der April ist bekannt für sein unbeständiges Wetter. Daher müssen Hobbygärtner gut auf Ihre jungen Sprösslinge achten. Mittlerweile ist es keine Seltenheit mehr, dass auch in dieser Jahreszeit bereits längere warme und trockene Wetterperioden auftreten. Bei längeren Trockenphasen sollten Sie unbedingt kontrollieren, ob Ihre Kübelpflanzen mit genügend Feuchtigkeit versorgt sind. Frost im April ist eigentlich nicht mehr zu fürchten, doch in manchen Jahren sind die Nächte dennoch wieder eisig kalt. Zeigt der April solch kaltes Wetter, so schützen Sie besser Ihre jungen Pflanzen als auch die neuen Aussaaten mit einem Vlies* gegen das Erfrieren.

Endlich wieder Rhabarberzeit!

In der Regel ist im April wieder Erntezeit für den leckeren und gesunden Rhabarber. War der Frühlingsbeginn wenig sonnig, kann man mit einem einfachen Trick die Erntereife etwas beschleunigen.

  • Ein Vlies aus dem Gartencenter zum Beispiel speichert wie ein Gewächshaus die Wärme des Sonnenlichts. Das ermöglicht eine vorzeitige Ente, um ca. zwei bis drei Wochen. Die Größe hängt von der Menge der Pflanzen ab, so sollte es genügend Platz bieten, dass die flott wachsenden Rhabarberblätter sich noch bis kurz vor der Ernte verstecken können.
  • Noch einfacher ist es, einen Tontopf über die Pflanze zu stülpen. Das Gefäß speichert die Wärme des Sonnenlichts und gibt sie sukzessive an die Pflanze ab. Tipp: Lassen Sie einen Teil der Pflanze unbedeckt, da auch Rhabarber etwas Licht zum Wachsen benötigt.
  • Auch warmes Gießwasser ist ein Wachstumsbeschleuniger.

Gut zu wissen: Die Ernte der Rhabarberstiele erfolgt mit einer Drehbewegung, keinesfalls sollten Sie den Stiel ausreißen. Und: Wer gerade erst auf die Idee kam, Rhabarber zu pflanzen, muss sich bis zum zweiten Jahr mit der Ernte gedulden, denn diese fällt bei jungen Pflanzen im ersten Jahr noch aus.

Beerensträucher spätestens im April einpflanzen

Nicht nur um den Rhabarber dreht sich die Gartenarbeit im April. Beerensträucher wir Himbeeren, rote Johannisbeeren und Heidelbeeren können auch jetzt noch schnell gepflanzt werden. Auch für die Erdbeerpflanzen sollten Sie sich jetzt Zeit nehmen, falls Sie es nicht schon getan haben. Wenn Sie selbst Erdbeeren pflanzen wollen, bekommen sie die Erbeerpflanzen beispielsweise im Pflanzenhandel und auch auf vielen Wochenmärkten. Übrigens: Beerensträucher können Sie wunderbar mit Kompost düngen!

Hortensien schneiden – aber richtig

Jetzt wo der Frost in der Regel vorüber ist, sind die Hortensien mit dem Frühjahrsschnitt dran. Im April können Sie die Triebe der Schneeballhortensie und der Rispenhortensie kräftig zurückschneiden. Das fördert die Bildung kräftiger Neutriebe, die Sie im Sommer mit traumhaften Blüten erfreuen. Die Bauern-Hortensie und Tellerhortensie sollten Sie dagegen nur schwach beschneiden, da die Pflanzen bereits im Herbst die Knospen für das nächste Jahr ausbilden. Hier genügt es, im Winter erfrorene Triebspitzen und alte Blütenstände zu entfernen. Einen Radikalschnitt sollte man unbedingt vermeiden.

Kübelpflanzen ganz langsam ans Draußensein gewöhnen

Ihre Pflanzen sollen wieder ins Freie? Kein Problem im April, allerdings sollte das langsam von statten gehen. Tipp: In den ersten vier bis fünf Tagen sollten Ihre Pflanzen an einer geschützten Stelle (wie z. B. an der Hauswand) stehen, um sich an die kühleren Temperaturen zu gewöhnen und nicht zu sehr dem Wind ausgesetzt zu sein. Schützen Sie die Kübelpflanzen bei Nachfrost mit einem Vlies* oder Zeitungsseiten, die sich mit Wäscheklammern um die Pflanze legen und befestigen lassen.

  • Tipp: Wer seine Pflanzen ins Freie bringt, sollte sie auch gleich mit einer Extraportion Dünger versorgen. Generell sollte die Erde alle vier bis sechs Wochen nachgedüngt werden. Wer dagegen auf ein Langzeitprodukt setzt, welches als Kügelchen oder Stange in die Erde gedrückt werden muss, hat ca. zwei bis drei Monate Ruhe. Wer auf Flüssigdünger schwört, sollte diesen ein- bis zweimal in der Woche geben.

Balkon bepflanzen: Eine Blütenpracht die jeder Wetterlage trotzt

Auch ohne Garten müssen Sie nicht auf das Pflanzenglück verzichten. Viele Pflanzen fühlen sich auf dem Balkon ebenfalls wunderbar wohl. Für eine schöne Blütenpracht auf dem Balkon können Sie ganz unbedenklich alle frostunempfindlichen Sommerblüher wie Alpenveilchen, Liebesheinblume und Lupinen eintopfen, ganz gleich der Wetterlage. Sobald es nicht mehr friert, dürfen auch mediterrane Kübelpflanzen wie Oliven oder Zitronen wieder ins Freie.

Pflanze des Monats: Die Glockenblume

Die pflegeleichte und robuste Glockenblume (Campanula) fühlt sich an fast allen Standorten wohl und sorgt mit ihren zart-blauen glockenartigen Blüten für attraktive Farbtupfer. Ob auf der Terrasse oder im Gartenbeet, unter ihren ca. 300 Arten findet sich die richtige Sorte für die unterschiedlichsten Bedingungen. Die mehrjährige Glockenblume freut sich über einen luftig-hellen Standort, je nach Art genügt auch ein halbschattiger Standort.

  • Tipp: Ab Anfang September sollte die Pflanze aber ins Haus geholt werden und an einem kühlen Platz überwintern dürfen.

Nicht nur der Rhabarber, auch noch weiteres heimisches Obst und Gemüse hat im Frühling Saison. Im Video zeigen wir Ihnen, welche Leckereien in dieser Jahreszeit geerntet werden.

Saisonkalender - Heimisches Obst & Gemüse im Frühling
Saisonkalender - Heimisches Obst & Gemüse im Frühling

Weitere hilfreiche Tipps finden Sie auf unserer Themenseite Garten und Balkon.

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