29.03.2019

Gartenkalender 2019 Gartenarbeit im April: Das steht jetzt an!

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Rhabarber, Radieschen und Co. Die Gartenarbeiten im April lassen das Schlemmerherz höher schlagen. Jetzt ist schon Erntezeit für Rhabarber. Außerdem dürfen Salate und Radieschen nun in die Erde.

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Rhabarber, Radieschen und Co. Die Gartenarbeiten im April lassen das Schlemmerherz höher schlagen. Jetzt ist schon Erntezeit für Rhabarber. Außerdem dürfen Salate und Radieschen nun in die Erde.

Gärtnern macht riesig Spaß, ist aber auch viel Arbeit. Wer reich ernten und Freude an seinen Pflanzen haben möchte, hat das ganze Jahr über zu tun.

Der Frühling legt im April richtig los! Das bedeutet, Hobbygärtner haben nun alle Hände voll zu tun. Sträucher müssen geschnitten werden, die Frühblüher geben alles und der Rasen braucht jetzt besonders viel Pflege. Das sind die Gartenarbeiten im April.

Gartenarbeiten im April: Frühblüher ausreichend düngen

Tulpen, Narzissen und Hyazinthen tauchen den Garten im April in ein traumhaftes Farbenmeer. Die fleißigen Frühblüher benötigen jetzt einen ordentlichen Nachschub an Nährstoffen. Besonders Pflanzen in sandigen und nährstoffarmen Böden müssen gedüngt werden. Hier empfiehlt sich ein spezieller Kalidünger für Zwiebelblumen. Aber auch Hausmittel wie Teebeutel können besten Dünger abgeben.

  • Tipp: Jetzt ist auch die geeignete Zeit, Pflanzen umzusetzen, wenn sich der bisherige Standort als unpraktisch erwiesen hat. Das Umsetzen ist direkt nach der Blüte möglich, damit die Pflanzen am neuen Standort Kraft tanken können.

Gartenarbeit im April: Forsythien jetzt schneiden

Auch frühblühende Sträucher wie z. B. die Forsythie können jetzt nach ihrer Blüte stark zurückgeschnitten werden, das betrifft aber nur die stabilen, also die kräftig wachsenden Gehölze. Wichtig: Die langsam wachsende Magnolie oder der Rhododendron sind hiervon auszunehmen.

Rasen vertikutieren und neuen säen

Auch der Rasen freut sich im April über eine Extraportion Dünger und Kalk. Zudem sollte er spätestens in diesem Monat zusätzlich belüftet werden, d. h. entfernen Sie totes Material, Moos und Laub vom Rasen. Er wird es Ihnen mit üppigem Wuchs danken. Wenn Sie mit einer Harke arbeiten, sollten Sie diese tief in die Erde graben, damit Rasen und Erde genug bewegt werden. Einfacher ist diese Arbeit mit einem Vertikutierer, den man sich auch im in Baumärkten und Gartencentern ausleihen kann. Nach dem Vertikutieren sehen Sie, welche Stellen nicht mehr dicht sind und wo der Winter Halme zerstört hat; hier ist eine Nachsaat notwendig.

  • Tipp: An schattigen Plätzen, also an Stellen mit weniger als sechs Stunden Sonne pro Tag, können Sie spezielle Schattenmischungen aussähen.

Frostunempfindliches Gemüse darf jetzt in die Erde

Gesunder Salat, leckere Radieschen und andere frostunempfindliche Gemüsesorten dürfen jetzt in die Erde. Tipp: Wenn Sie nicht alles auf einmal sähen, sondern nur alle zwei bis drei Wochen ein bisschen, haben Sie die nächsten Monate immer etwas zu ernten.

Startschuss für Stauden und Einjährige

Da es noch nicht zu heiß ist, sollten Stauden und Einjährige im April gesät oder gepflanzt werden. Arbeiten Sie beim Setzen gleich genug Kompost in den Boden ein, um die neuen Pflanzen mit ausreichend Nährstoffen zu versorgen. Weichen Sie die Wurzeln vor dem Setzen ins Wasser ein, so wird der Ballen leicht auseinandergezogen, die Erde lockert sich und die Pflanze wird aufnahmefähiger. Setzen Sie die Pflanze ein und begießen Sie sie ausreichend.

  • Tipp: Vor allem neue Pflanzen benötigen im April ausreichend Wasser, an heißen Tagen sollte dann auch schon der Gartenschlauch zum Einsatz kommen. Sprengen Sie bei höheren Temperaturen spät abends oder früh morgens, wenn die Sonne nicht mehr zu warm scheint, damit das Wasser nicht gleich wieder verdunstet.

Endlich wieder Rhabarberzeit!

In der Regel ist im April wieder Erntezeit für den leckeren und gesunden Rhabarber. War der Frühlingsbeginn wenig sonnig, kann man mit einem einfachen Trick die Erntereife etwas beschleunigen.

  • Ein Vlies aus dem Gartencenter zum Beispiel speichert wie ein Gewächshaus die Wärme des Sonnenlichts. Das ermöglicht eine vorzeitige Ente, um ca. zwei bis drei Wochen. Die Größe hängt von der Menge der Pflanzen ab, so sollte es genügend Platz bieten, dass die flott wachsenden Rhabarberblätter sich noch bis kurz vor der Ernte verstecken können.
  • Noch einfacher ist es, einen Tontopf über die Pflanze zu stülpen. Das Gefäß speichert die Wärme des Sonnenlichts und gibt sie sukzessive an die Pflanze ab. Tipp: Lassen Sie einen Teil der Pflanze unbedeckt, da auch Rhabarber etwas Licht zum Wachsen benötigt.
  • Auch warmes Gießwasser ist ein Wachstumsbeschleuniger.

Gut zu wissen: Die Ernte der Rhabarberstiele erfolgt mit einer Drehbewegung, keinesfalls sollten Sie den Stiel ausreißen. Und: Wer gerade erst auf die Idee kam, Rhabarber zu pflanzen, muss sich bis zum zweiten Jahr mit der Ernte gedulden, denn diese fällt bei jungen Pflanzen im ersten Jahr noch aus.

Hortensien schneiden – aber richtig

Jetzt wo der Frost in der Regel vorüber ist, sind die Hortensien mit dem Frühjahrsschnitt dran. Im April können Sie die Triebe der Schneeballhortensie und der Rispenhortensie kräftig zurückschneiden. Das fördert die Bildung kräftiger Neutriebe, die Sie im Sommer mit traumhaften Blüten erfreuen. Die Bauern-Hortensie und Tellerhortensie sollten Sie dagegen nur schwach beschneiden, da die Pflanzen bereits im Herbst die Knospen für das nächste Jahr ausbilden. Hier genügt es, im Winter erfrorene Triebspitzen und alte Blütenstände zu entfernen. Bei einem Radikalschnitt sollte man unbedingt vermeiden.

Kübelpflanzen ganz langsam ans Draußensein gewöhnen

Ihre Pflanzen sollen wieder ins Freie? Kein Problem im April, allerdings sollte das langsam von statten gehen. Tipp: In den ersten vier bis fünf Tagen sollten Sie an einer geschützten Stelle (wie z. B. an der Hauswand) stehen, um sich an die kühleren Temperaturen zu gewöhnen und nicht zu sehr dem Wind ausgesetzt zu sein. Schützen Sie die Kübelpflanzen bei Nachfrost mit einem Vlies oder Zeitungsseiten, die sich mit Wäscheklammern um die Pflanze legen und befestigen lassen.

  • Tipp: Wer seine Pflanzen ins Freie bringt, sollte sie auch gleich mit einer Extraportion Dünger versorgen. Generell sollte die Erde alle vier bis sechs Wochen nachgedüngt werden. Er dagegen auf ein Langzeitprodukt setzt, das sich als Kügelchen oder Stange in die Erde drücken lässt, hat ca. zwei bis drei Monate Ruhe. Wer auf Flüssigdünger schwört, sollte diesen ein- bis zweimal in der Woche geben.

Pflanze des Monats: Die Glockenblume

Die pflegeleichte und robuste Glockenblume (Campanula) fühlt sich an fast allen Standorten wohl und sorgt mit ihren zart-blauen glockenartigen Blüten für attraktive Farbtupfer. Ob auf der Terrasse oder im Gartenbeet, unter ihren ca. 300 Arten findet sich die richtige Sorte für die unterschiedlichsten Bedingungen. Die mehrjährige Glockenblume freut sich über einen luftig-hellen Standort, je nach Art genügt auch ein halbschattiger Standort.

  • Tipp: Ab Anfang September sollte die Pflanze aber ins Haus geholt werden und an einem kühlen Platz überwintern dürfen.

Eine der wichtigsten Gartenarbeiten im April ist die Pflege des Rasens. Lesen Sie hier noch mehr Tipps zur Rasenpflege wie schneiden, belüften und düngen.

Wer dagegen auf die schnelle Nummer zu sattem Grün kommen möchte, sollte auch den Rollrasen im Frühling verlegen.

Sie sind ein DIY-Fan? Dann haben wir hier Tipps zum Selbermachen und einfache Gartenideen für wenig Geld.

Weitere hilfreiche Tipps finden Sie auf unserer Themenseite Garten und Balkon.

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