07.03.2019

Tennis-Star mit Power-Botschaft Mit dieser emotionalen Werbung bestärkt Serena Williams alle Frauen, ihren Traum zu leben

Pure Frauen-Power: Serena Williams will allen Frauen Mut machen, an sich zu glauben.

Foto: Cameron Spencer/Getty Images

Pure Frauen-Power: Serena Williams will allen Frauen Mut machen, an sich zu glauben.

Die Tennis-Queen richtet im neuen Werbespot "Dream Crazier" eine starke Botschaft an alle Frauen, an ihren Träumen festzuhalten – egal für wie "verrückt" sie andere halten: "Zeigt ihnen, wozu Verrückte in der Lage sind!"

Der eineinhalbminütige Werbespot strotzt nur so vor weiblicher Stärke. Die neue Nike-Kampagne "Dream Crazier" singt ein Loblied auf all die Frauen im Sport, die die vielen Barrieren, die ihnen den Weg zu ihrem Traum versperren, durchbrechen und einreißen.

Gesicht und Stimme der gesellschaftskritischen Kampagne gegen Sexismus ist keine geringere als die siebenfache Wimbledon-Siegerin Serena Williams. Und die 37-jährige Tennis-Queen richtet eine starke Botschaft an alle Frauen: "Wenn sie dich verrückt nennen wollen, in Ordnung. Zeig ihnen, wozu Verrückte in der Lage sind."

Serena Williams: "Zeig ihnen, wozu Verrückte in der Lage sind."

"Dream Crazier" – Nike-Werbespot mit Serena Williams

Der neue Werbespot des Sportartikelherstellers Nike brachte es bereits in der ersten Woche auf über sechs Millionen Aufrufe und strebt stetig der Zehn-Millionen-Marke zu. Offenbar fühlen sich viele von den emotionalen Aussagen und Bildern angesprochen. Der Spot erzählt stellvertretend für die Situation vieler Frauen von der Doppelmoral, mit der sich auch Sportlerinnen häufig konfrontiert sehen.

Zu Beginn des Videos werden verschiedene Frauen in ihren Sportarten gezeigt, während Serena Williams im Hintergrund kommentiert: "Wenn wir Emotionen zeigen, nennt man uns dramatisch. Wenn wir gegen Männer antreten wollen, hält man uns für durchgeknallt. Und wenn wir von gleichen Möglichkeiten träumen, für wahnsinnig. Wenn wir für etwas einstehen, heißt es, wir hätten die Fassung verloren. Wenn wir zu gut sind, ist etwas falsch mit uns. Und wenn wir wütend werden, sind wir hysterisch, irrational oder einfach verrückt."

Frauen werden oft als dramatisch, hysterisch, irrational oder einfach verrückt bezeichnet

Doch Frauen haben auch einiges erreicht und schon so viele Barrieren durchbrochen. Und darauf schwenkt auch der Spot. Galt es doch in den 60er-Jahren noch als schlichtweg "verrückt", als Frau einen Marathon zu laufen. Bis sich die erste Frau nicht mehr davon abhalten ließ.

Genauso passierte es auch mit der "verrückten" Vorstellung, dass eine Frau boxen, einen Basketball "dunken" oder etwa ein Profi-Basketballteam trainieren könnte. Doch irgendwann hielt eine Frau ihren Traum ganz fest und war "verrückt" genug, um ihn wahr zu machen.

"Verrückt" sein ist gut, denn es bedeutet Leidenschaft zeigen

Wie die Werbung weiter zeigt, ist es nämlich eine gute Sache, wenn "verrückt" in Wirklichkeit Leidenschaft zeigen bedeutet. So wie bei der Erzählerin Serena Williams selbst. Der US-Tennisstar gewann 23 Grand-Slams, ihren letzten, die Australian Open 2017 sogar schwanger. Töchterchen Alexis Olympia kam im gleichen Jahr im September zur Welt und im März 2018 feierte Williams ihr Comeback auf dem Court – und gewann gleich ihr erstes Match.

Das ist die motivierende Botschaft, die hinter dem bewegenden Werbespot steckt: Frauen, glaubt an euch, lasst euch nicht kleinreden, lass euch nicht unterkriegen. Sprich: "Zeigt ihnen, wozu Verrückte in der Lage sind."

Wir stellen einige der Sportlerinnen aus dem Spot vor:

  • Sarah Reinertsen (43), Ironman-Triathletin und Paralympics-Teilnehmerin – sie absolvierte 2005 bei der Ironman-Weltmeisterschaft als erste Frau mit einer Beinprothese einen Ironman (der härteste Triathlon, bei dem erst 3,86 km geschwommen, danach 180,2 km auf dem Rad gefahren werden und zum Abschluss wartet noch als Lauf ein Marathon mit 42,195 km).
  • Die Spielerinnen des amerikanischen Frauenfußballteams. Die amtierenden Weltmeisterinnen legten sich 2016 mit ihrem Verband an und klagten bei der zuständigen US-Behörde auf gleiche Bezahlung wie ihre männlichen Kollegen. 2015, im Jahre ihres WM-Triumphs in Kanada bekamen sie nur 40 Prozent der Summe, die an die männlichen, weit weniger erfolgreichen Kollegen ausgeschüttet wurde.
  • Becky Hammon (41) wurde 2015 zur ersten Cheftrainerin eines NBA-Teams ernannt und zwar der San Antonio Spurs für die Las Vegas Summer League.
  • Caster Semenya (28), eine südafrikanische 800-Meter-Läuferin, die schon mehrfach wegen ihres natürlich hohen Testosteronspiegels öffentlich angegangen wurde.
  • Tatyana McFadden (29), Paralympische Goldmedallien-Gewinnerin und mehrfache Weltrekordhalterin, die in ihrem Rennrollstuhl auf allen Strecken zu Hause ist, vom 100-Meter-Rennen bis zum Marathon.
  • Ibtihaj Muhammad (33), Säbelfechterin, trat als erste muslimische US-Amerikanerin in einem olympischen Wettbewerb mit einem Hidschab an, einem islamischen Kopftuch.

Alle Frauen haben beim Sporthersteller Nike übrigens auch online die Gelegenheit, ihr eigenes Statement zu ihrem ganz persönlichen "verrückten" Traum zu hinterlassen und selbst ein Zeichen zu setzen.

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