17.01.2019

Erneute Warnung Schützen Sie sich jetzt vor dem Online Banking-Trojaner Emotet

Bei Zweifel nicht klicken: Der Online Banking-Trojaner Emotet treibt sein Unwesen in den E-Mail-Postfächern der Nation! So können Sie sich schützen...

Foto: iStock/Tinpixels

Bei Zweifel nicht klicken: Der Online Banking-Trojaner Emotet treibt sein Unwesen in den E-Mail-Postfächern der Nation! So können Sie sich schützen...

Die Attacken der Spammer reißen nicht ab: Nach einer Weihnachtspause wurden wieder massenhaft Mails mit dem Online Banking-Trojaner Emotet verschickt…

Im neuen Jahr häufen sich die Betrugsversuche von Hackern auf unsere Daten. Nachdem Betrüger unter anderem Amazon- und Paypal-Nutzerdaten durch illegale Phishing-Mails zu ermitteln versuchten, wurden in den letzten Wochen Bankkunden Opfer von authentisch wirkenden Mails, in denen nach sensiblen Daten wie Login-Namen und Passwörtern gefragt wurde. Die Verbraucherzentrale NRW schlug Alarm und warnte explizit Sparkassen-Kunden vor den Tricks der Betrüger. Jetzt meldet sich das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) auf Twitter mit einer Warnung vor dem Online Banking-Trojaner Emotet.

Warum ist der Banking-Trojaner Emotet so gefährlich?

Damit erneuert das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik eine Warnung, die sie bereits im Dezember veröffentlichte. Nach einer "Weihnachtspause" sprechen sie von massenhaft verschickten Spam-Mails, die die Schadsoftware in die Mail-Postfächer der Nation tragen – und das oft unerkannt von vielen gängigen Virenscannern. Es soll bereits schwere Sicherheitsvorfälle wegen des Trojaners Emotet gegeben haben. Was ihn jetzt noch gefährlicher mache als noch 2018, sei eine neue Eigenschaft des Trojaners.

Sobald man einen bestimmten Link in einer E-Mail mit dem schadhaften Virus geöffnet hat, verbreitet sich der Schädling auf dem Rechner. Sofort lädt der Trojaner die Schadsoftware Trickbot nach, die in einem rasenden Tempo Online Banking-Zugangsdaten ausspioniert. Das alles passiert im Hintergrund und unerkannt, da Emotet auch den Verschlüsselungstrojaner Ryuk auf den Rechner lade, so das BSI. Ryuk verschlüsselt dann nicht nur wichtige Dateien, sondern löscht auch Backups, falls vorhanden, um so vermutlich den Datenbesitzer zahlungswilliger für den Rückerhalt der geklauten Daten zu machen.

Was können Phishing-Opfer unternehmen?

Die wichtigsten Schutzmaßnahmen bleiben dieselben wie bei Phishing-Mails mit Trojanern: selbst bei vermeintlich bekannten Absendern Anhänge, vor allem Office-Dokumente, nicht direkt öffnen und keinesfalls auf Links ungelesen klicken. Wenn auch nur ein kleines Detail an der Mail vom vertrauten Absender ungewöhnlich erscheint, sofort zum Hörer greifen und die Echtheit der Mail persönlich beim Absender verifizieren.

Denn Emotet kann auch Kontaktinformationen und bisherige Kommunikationsinhalte aus Email-Programmen aufgreifen, um authentisch wirkende Spam-Mails zu generieren, wie das BSI weiter erklärt. Es soll ein teilweise automatisierter Social-Engineering-Angriff sein, der die gefundene Kommunikationshistorie nutzt, um die Opfer auszutricksen. Um einen Totalverlust der Daten zu vermeiden, wird allen Anwendern geraten, Daten auf externe Datenträger regelmäßig zu sichern.

Bereits von Emotet betroffene Anwender sollen der Behörde zufolge umgehend ihre Kontakte über die Infektion informieren, denn gerade die Mail-Kontakte und im Besonderen die letzten Konversationspartner sind gefährdet. Auch alle Passwörter sind zu ändern, die auf befallenen Rechnern gespeichert waren – wie etwa in Browsern. Um den eigenen Rechner ganz von der Emotet-Infektion zu heilen, bleibt einem letztlich nichts anderes übrig, als den Rechner neu aufzusetzen – zu tief hat sich der Trojaner samt seinen nachgeladenen Schadsoftware-Brüdern in der Regel in das System gegraben und sicherheitsrelevante Änderungen vorgenommen.

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So warnte jüngst die Verbraucherzentrale NRW vor allem Sparkasse-Kunden vor listiger Abzocke. Auch PayPal-Kunden wurden Opfer eines Hacker-Angriffs.

Wie Sie sich sonst noch vor Betrugsmaschen, ob im Internet, am Telefon oder sogar an der Haustür, schützen können. Weitere Verbraucher-Tipps finden Sie auf unserer Themenseite Ratgeber Recht.

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