10.01.2019

Gefälschte E-Mails versendet Hacker-Angriff auf PayPal-Kunden: Darauf sollten Sie achten

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Wer PayPal-Kunde ist, sollte derzeit besonders vorsichtig sein. Denn Hacker haben E-Mails versendet, mit denen sie sensible Daten abgreifen wollen.

Foto: Nopparat Khokthong / Shutterstock.com

Wer PayPal-Kunde ist, sollte derzeit besonders vorsichtig sein. Denn Hacker haben E-Mails versendet, mit denen sie sensible Daten abgreifen wollen.

Online-Bezahlanbieter PayPal wird von Millionen Deutschen genutzt. Jetzt versuchen Hacker mit gefälschten Mails an sensible Kundendaten zu kommen. Wie Sie den Betrug erkennen und was Sie tun sollten, wenn Sie doch reingefallen sind, erklären wir hier.

Jeder Internet-User, der ein aktives PayPal-Konto besitzt, sollte in den nächsten Tagen doppelt und dreifach vorsichtig sein: Derzeit kursiert eine sogenannte Phishing-Mail im Netz, die die Kundendaten des Zahlungsanbieters abgreifen möchte, um Hackern den Zugang zu den sensiblen Daten zu ermöglichen.

Wie unter anderrem das Portal "mimikama.at" berichtet, ist die Mail im typischen Layout von PayPal gehalten und kaum von einer echten PayPal-Nachricht zu unterscheiden. In der Nachricht heißt es, dass die Kundendaten umgehend aktualisiert werden müssen, um die Liquidität des Kontos zu gewährleisten.

PayPal-Hacker: Woran Sie gefälschte Mails erkennen

Innerhalb der Mail ist ein Link integriert (Aktualisierung beginnen), auf den unter keinen Umständen geklickt werden sollte. Dahinter verbirgt sich eine täuschend echt wirkende Eingabe-Maske für die PayPal-Daten. Gibt man dort seine Kontodaten ein, aktualisiert man nicht die PayPal-Daten, sondern gewährt kriminellen Hackern Zugriff auf die eigenen Daten. Nicht nur PayPal ist betroffen, die Verbraucherzentrale warnt auch Sparkasse-Kunden vor listiger Abzocke.

Doch es gibt Hinweise für Betroffene, an denen Sie die gefälschte E-Mail erkennen: Da wäre zum einen die Rechtschreibung: Zum einen unterlief den Hackern ein Tippfehler. So heißt es in der Mail zum Abschluss "Mit fruendlichen Grüßen" statt "Mit freundlichen Grüßen". Zum anderen ist im Copyright auf der Eingabe-Maske von "1999-2017 PayPal Inc." zu lesen, korrekt müsste es "1999-2019 PayPal Inc." heißen. Beide Fehler könnten allerdings bereits behoben worden sein.

Ein weiteres Indiz: Dazu werden solch wichtige Mails bezüglich Konto-Einstellungen von PayPal normalerweise mit persönlicher Anrede verschickt. Die Hacker jedoch hielten diese mit "Guten Tag" zu Beginn der E-Mail kürzer und unpersönlicher.

Was zu tun ist, wenn Sie doch reingefallen sind

Sollten Sie trotzdem auf die Betrüger-Mail reingefallen sein, verfallen Sie nicht in Panik. Ändern Sie am besten von einem anderen Gerät alle wichtigen Passwörter, sammeln Sie dazu Beweise wie die gefälschte E-Mail. Informieren Sie zeitnah die Polizei und Ihr Geldinstitut. Anschließend wenden Sie sich über die 0800 723 4500 direkt an PayPal und leiten die gefälschte Mail an spoof@paypal.com weiter.

Weitere Verbraucher-Tipps finden Sie auf unserer Themenseite Ratgeber Recht.

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