08.01.2019

Ein Extrem nach dem anderen Sturmflut, Starkregen, Schnee: Was kommt beim Wetter auf uns zu?

Da braut sich was zusammen: Sturmtief "Benjamin" kommt auf Norddeutschland zu, im Süden schneit es seit Tagen. Die Wetteraussichten der Experten.

Foto: iStock/trendobjects

Da braut sich was zusammen: Sturmtief "Benjamin" kommt auf Norddeutschland zu, im Süden schneit es seit Tagen. Die Wetteraussichten der Experten.

Das Wetter meint es dieser Tage nicht besonders gut mit uns: Januar und Februar könnten uns nach dem Jahrhundert-Sommer jetzt noch mit einem Extrem-Winter beglücken. Das sagen die Experten...

Österreich und Süddeutschland versinken derzeit im Schnee, in Norddeutschland wird in Kürze Sturmtief "Benjamin" erwartet, das der Nordsee und Hamburg eine Sturmflut bescheren könnten. Und für ganz Deutschland gilt: es wird kälter. Schnee und Sturmflut... Schöne Aussichten... Wie genau sie aussehen, verraten die Wetter-Experten.

wetter.de: Sturmtief kommt – und lässt Kälte in Deutschland zurück

Sturmtief "Benjamin" zieht über die Ostsee hinweg und bis Mittwoch weiter nach Polen, berichtet wetter.de. An der Nordsee, speziell an der Ostfriesischen Küste, wird es dabei am stürmischsten. Heftige Böen, Regen und Schnee gelangen aber bis in die Mittelgebirge. Der Norden wappnet sich für eine möglicherweise zwei Meter hohe Sturmflut – sie wird in Hamburg, an Teilen der Küste Niedersachsens und Schleswig-Holsteins sowie in Bremen und Bremerhaven erwartet.

Auf der Rückseite von "Benjamin" wird ab Dienstagabend ein Schwall kalter Meeresluft nach Deutschland gelenkt, so dass es bis ins Tiefland zu Schneeschauern, Glätte und Nachtfrost kommen kann. In den Staulagen der Mittelgebirge können bis zu 40 Zentimeter Schnee zusammenkommen. Durch den Wind wird es schwere Schneeverfrachtungen geben – das heißt, örtlich kann sich der Schnee meterhoch türmen. Dann können Straßen zuwehen, Bäume brechen unter der Schneelast zusammen.

Im Alpenraum und im südlichen Alpenvorland werden erhebliche Probleme im Auto- und Schienenverkehr erwartet.

wetteronline.de: Es wird nass-kalt – und windig

Der Januar hat neben viel Wind auch reichlich Nässe im Gepäck, teilt wetteronline.de mit. In den Bergen und im Südosten schneit es dazu häufig. In den Alpen steigt die Lawinengefahr weiter an.

Während vor allem am Nordrand von Thüringer Wald, Erzgebirge und den Alpen viel Neuschnee zusammenkommt, bleibt es im Nordwesten des Landes meist trocken. Dazu geht es mit den Temperaturen bergab, mitunter stellt sich sogar Dauerfrost ein. Richtung Wochenende kündigen neue Niederschläge aus Nordwesten allerdings schon wieder mildere Luft an, so dass aus Flocken meist schnell Regen wird.

Am Wochenende erwartet uns windiges und nasses Januarwetter. Während es im Flachland meist regnet, rieseln auf den Bergen und im Südosten weiterhin Flocken. Auch in der nächsten Woche ändert sich an der Wetterlage wohl nicht viel. Kurzen ruhigeren Phasen steht stürmisches und nasses Wetter gegenüber. Es wird wohl etwas kühler, in den Alpen schneit es immer wieder kräftig, wodurch auch die Lawinengefahr sehr hoch bleibt.

DWD: Warnlagebericht für Deutschland

  • Starker Schneefall / Schneeverwehungen: Starker Schneefall droht ab Dienstag Mittag im Erzgebirge, ab dem Abend im äußersten Süden Deutschlands – auch unwetterartige Neuschneemengen von 35 bis 50, in Staulagen von 70 bis 90 cm können bis Freitag darunter sein. Dabei Gefahr von starken Schneeverwehungen (ebenfalls Unwetter) bis zum Mittwoch.
  • Schneefall / Glätte / Frost: In Süddeutschland Schneefall, in höheren Lagen mitunter kräftig. In tieferen Lagen bei steigender Temperatur häufig in Regen übergehender Niederschlag, zuvor jedoch Glättegefahr durch geringen Schneefall.
  • Wind / Sturm: Am Dienstag tagsüber ins Binnenland ausgreifend stürmische Böen oder Sturmböen aus West bzw. Nordwest. An der Küste sowie im Bergland Sturmböen, auf Berggipfeln sowie in Nordseenähe schwere Sturmböen, zum Teil sogar orkanartige Böen nicht ausgeschlossen. Auch im Alpenvorland in freien Lagen stürmische Böen aus Südwest. Sturmlage bis in die Nacht zum Mittwoch hinein andauernd, in der zweiten Nachthälfte von Norden her allmählich nachlassender Wind.
  • Gewitter: Einzelne kurze Gewitter nur gering wahrscheinlich.

wetter.de: Ende Januar fängt der Winter erst richtig an

Die Prognose bei wetter.de: In den nächsten Tagen muss das südliche Deutschland samt dem Erzgebirge weiterhin mit sehr winterlichem Wetter rechnen. Einiges deutet darauf hin, dass der Winter auch noch richtig kalt wird: Zwischen Mitte und Ende Januar rutschen die Temperaturen dann vermutlich in den Keller – bis dahin bleibt es im Norden aber wohl milder als im Süden.

In Ostdeutschland geht die Temperaturkurve um den 23. Januar herum immer weiter Richtung Gefrierpunkt. Die Nächte werden frostig – dieser Trend bleibt wohl noch bis Ende des Monats erhalten. Zu Beginn des Februars könnte es wieder leicht bergauf gehen, doch die Werte bleiben weiterhin unter dem Durchschnitt.

Na dann: her mit den warmen Winterklamotten! Lesen Sie hier, wie Sie Rollkragenpullover richtig schön stylen.

Mehr stylische Tipps für den Herbst und Winter finden Sie auf unserer Themenseite Modetrends.

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