11.07.2019

Die Termine im Überblick Der Vollmond-Kalender: Bald ist Mondfinsternis!

Eine partielle Mondfinsternis mit Blutmond erwartet uns bald. Wann Sie sonst mit vollem Mond rechnen können, verrät unser Vollmond-Kalender.

Foto: iStock/kyoshino

Eine partielle Mondfinsternis mit Blutmond erwartet uns bald. Wann Sie sonst mit vollem Mond rechnen können, verrät unser Vollmond-Kalender.

Nach Mondphasen richten sich viele Lebenslagen. Wann Sie im Jahr 2019 mit Vollmond und Co rechnen können, erfahren Sie hier. Jetzt im Sommer erwartet uns sogar eine Mondfinsternis!

Die einen können nicht oder nur schlecht schlafen, andere schwören darauf, bei Vollmond bestimmte Haushaltstätigkeiten und Co leichter durchführen zu können. Egal, was Sie mit den Mondphasen verbinden: Im Vollmond-Kalender erfahren Sie, wann Sie sich darauf einstellen können.

Vollmond-Kalender: Letzte Mondfinsternis vor 2022

Eigentlich strahlt der Erdtrabant in Vollmondnächten hell vom Himmel – solange es nicht bewölkt ist, natürlich. Aber bald wird es in diesem Jahr trotzdem zumindest zeitweise dunkel, obwohl der Mond in voller Pracht am Himmel steht.

Bei einer totalen Mondfinsternis im Januar prangte der Mond gleichzeitig als "Blutmond" und "Supermond" am Himmel. Dabei erstrahlte der Mond blutrot, daher der Name "Blutmond". Der Erdtrabant war in dieser Nacht außerdem besonders nah an der Erde und wurde zum sogenannten Supermond.

Blutmond und Supermond kommen immer mal wieder vor – allerdings selten zusammen. So erwartet uns die nächste Konstellation in der Form erst wieder im Jahr 2037.

Jetzt aber können wir uns erst einmal auf eine weitere Mondfinsternis freuen. In der Nacht vom 16. auf den 17. Juli 2019 rückt der Mond wieder in den Erdschatten. Bei uns wird's allerdings nur eine partielle Mondfinsternis. Dennoch wird es wohl für einen Blutmond reichen.

Ab 22 Uhr beginnt die partielle Mondfinsternis diesmal – also recht früh, noch in den letzten Zügen der Dämmerung. Der Schatten beginnt am linken oberen Rand. Das Maximum wird gegen 23.30 Uhr erreicht sein. Zwei Drittel des Mondes sind dann vom Schatten der Erde verdeckt – dieser Zustand taucht den Mond in ein rostrotes Licht.

Bis zur nächsten in unseren Breitengraden in Mitteleuropa gut sichtbaren Mondfinsternis müssen wir uns danach leider erst einmal wieder etwas gedulden. Die erwartet uns dann erst wieder in knapp drei Jahren, am 16. Mai 2022. Dann kommt die nächste Teilfinsternis am 14. März 2025. Und die nächste totale Mondfinsternis sehen wir hier erst wieder am 7. September 2025. Wer vorher eine erleben will, muss ein wenig reisen.

Exkurs: Mythologie der Mondfinsternis

Eine Mond- sowie Sonnenfinsternis hat vor langer Zeit, in der noch Mythen und Legenden das kulturelle Wissen der Welt formten, zumeist Angst und Schrecken verbreitet. Dabei entstanden unterschiedliche Geschichten. Hier ein paar Beispiele:

  • Mythen der Germanen, Wikinger und anderer nordischen Völker besagten, dass ein riesiger Wolf des Hasses versucht, den Mond zu verschlingen, und dadurch die Finsternis auslöst.
  • Die Chinesen glaubten an den Drachen des Chaos, der den Mond verspeiste – erst Lärm und Krach auf der Erde würde ihn dazu bewegen, den Mond wieder freizugeben.
  • Die Amazonas-Indianer erklärten sich den Blutmond so, indem sie annahmen, dass ein Pfeil den Mond verwundete und er dadurch bluten würde.

Heute kennen wir die wissenschaftliche Erklärung für einen Blutmond – und können uns einfach über das spannende Himmelsspektakel freuen.

Die Vollmond-Termine im Überblick:

Wann Sie 2019 mit Vollmond rechnen können, lesen Sie in unserem Vollmond-Kalender:

  • Montag, 21. Januar 2019 (außerdem totale Mondfinsternis ("Blutmond") und Supermond)
  • Dienstag, 19. Februar 2019 (außerdem Supermond)
  • Donnerstag, 21. März 2019
  • Freitag, 19. April 2019
  • Samstag, 18. Mai 2019
  • Montag, 17. Juni 2019
  • Dienstag, 16. Juli 2019 (außerdem partielle Mondfinsternis)
  • Donnerstag, 15. August 2019
  • Samstag, 14. Dezember 2019
  • Sonntag, 13. Oktober 2019
  • Dienstag, 12. November 2019
  • Donnerstag, 12. Dezember 2019

Einmal im Monat ist also Vollmond. Übrigens kommt auch unsere Einteilung der Monate ursprünglich von den Mondphasen. Denn rund einen Monat braucht der Mond, um die Erde einmal zu umrunden. Ein Mondmonat dauert zwischen 27,3 und 29,5 Tagen.

Der Mond hat je nach Monat Beinamen

Wussten Sie, dass man dem Mond jeden Monat noch bestimmte Beinamen gibt? Entstanden sind diese über Jahrhunderte hinweg etwa aufgrund von Feiertagen oder Bauernregeln.

  • Mond im Januar: Alter Mond, Wolfsmond, Eismond
  • Mond im Februar: Wolfsmond, Schmelzmond, Taumond, Narrenmond, Schneemond, Sturmmond, Hungermond
  • Mond im März: Fastenmond, Lenzmond, Wurmmond, Krähenmond, Zuckermond
  • Mond im April: Ostermond, Eimond, Pinkfarbener Mond, Fischmond
  • Mond im Mai: Milchmond, Blumenmond, Hasenmond
  • Mond im Juni: Blumenmond, Brachmond, Erdbeermond, Honigmond, Rosenmond
  • Mond im Juli: Heumond, Bockmond, Donnermond
  • Mond im August: Getreidemond, Störmond, Roter Mond, Blitzmond
  • Mond im September: Herbstmond, Fruchtmond, Erntemond, Maismond, Gerstenmond
  • Mond im Oktober: Weinmond, Erntemond, Jägermond, Blutmond, Reisemond
  • Mond im November: Jägermond, Bibermond, Schneemond, Nebelmond, Windmond, Wintermond
  • Mond im Dezember: Eichenmond, Kalter Mond, Frostmond, Christmond, Dustermond

Hat der Mond Einfluss auf den Menschen?

Wie auch immer Sie den Mond in jedem Monat nennen – Fakt ist, dass er auf die Erde durchaus Einfluss hat, etwa auf die Gezeiten. Wären Sonne und Mond nicht, würde sich die Erde zudem nicht so drehen, wie wir es kennen – und somit hätten wir weder Tag noch Nacht und müssten mit jeder Menge Probleme "leben" – wenn wir überhaupt noch leben könnten.

Und auch auf Lebewesen hat der Mond einen Einfluss, so orientieren sich etwa Zugvögel an der Mondbewegung und damit an der Himmelsrichtung , außerdem haben manche Arten von Ringelwürmern, Krabben und Fischen ihr Fortpflanzungsverhalten an Mondphasen gekoppelt.

Dass der Mond einen Einfluss auf uns Menschen in Form von Schlafstörungen oder erhöhten Unfällen, OP-Komplikationen oder ähnlichem hat, ist wissenschaftlich nicht hinlänglich bewiesen. Dennoch halten sich Menschen noch heute an über Jahrhunderte überlieferte Regeln des Mondkalenders, etwa auch in der Landwirtschaft. Mancher hält sich im Haushalt daran, das Fensterputzen nach dem Mondkalender oder Haare schneiden nach dem Mondkalender zu richten. Und auch Blumen können nach dem Mondkalender gegossen werden.

Ob der Mond Einfluss auf Sie hat, können Sie mithilfe unseres Vollmond-Kalenders am besten selbst testen.

Noch ein spannendes Himmelsspektakel sind Sternschnuppen. Schauen Sie in unseren Sternschnuppenkalender!

Interessieren Sie sich eher für die mythologischen Aspekte und die Astrologie? Dann schauen Sie sich die Bedeutung der Mondphasen für Astrologie und Horoskope doch genauer an. Oder werfen Sie einen Blick auf unsere Mondhoroskope.

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