Aktualisiert: 18.05.2020 - 11:01

Die Termine im Überblick Der Vollmond-Kalender: Im Juni ist Erdbeermond

Der Vollmond im Juni heißt Erdbeermond – aber nicht aufgrund seiner Farbe. Die bleibt ganz normal.

Foto: iStock/Ruibento

Der Vollmond im Juni heißt Erdbeermond – aber nicht aufgrund seiner Farbe. Die bleibt ganz normal.

Nach Mondphasen richten sich viele Lebenslagen. Wann Sie im Jahr 2020 mit Vollmond und Co rechnen können, und warum der Mond im Juni den schönen Namen Erdbeermond trägt, erfahren Sie hier.

Die einen können nicht oder nur schlecht schlafen, andere schwören darauf, bei Vollmond bestimmte Haushaltstätigkeiten und Co leichter durchführen zu können. Egal, was Sie mit den Mondphasen verbinden: Im Vollmond-Kalender erfahren Sie, wann Sie sich darauf einstellen können.

Vollmond-Kalender: Der Erdbeermond im Juni

Alle vier Wochen ist Vollmond. Im Juni strahlt der Mond am 5. Tag des Monats wieder in ganzer Pracht vom Himmel. Der sogenannte Erdbeermond – so wird der Mond im Juni auch genannt – strahlt aber nicht rot, wie man anhand dieses Beinamens meinen könnte. Jeder Monat gibt dem Mond mehrere Beinamen, die sich über Jahrhunderte entwickelt haben. So nannte man den Juni-Mond auch noch Honigmond oder etwa Blumenmond.

In seiner vollen Pracht erstrahlt der Vollmond ganz genau am 5. Juni um 21:12 Uhr – und wird damit bei gutem Wetter auch gut zu sehen sein. Sonnenuntergang ist zwar erst eine halbe Stunde später, aber auch in der Dämmerung strahlt der Erdbeermond schon hell.

Tatsächlich findet im Juni zur Vollmond-Zeit auch noch eine partielle Mondfinsternis statt! Allerdings werden wir sie in Mitteleuropa nicht sehen können. Wer aber in dieser Zeit in Südosteuropa, Asien, Afrika oder Australien ist, hat Glück und kann den Mond aufgrund der Halbschatten-Finsternis als etwas dunkler beobachten. Mehr dazu lesen Sie weiter unten.

Der Mond im Sternzeichen Schütze

Auch die Astrologie schenkt dem Mond große Bedeutung. Im Juni steht er im Sternzeichen Schütze und steht damit für Veränderungen und Neuausrichtungen in unserem Leben. Und gerade zur Vollmond-Zeit kann sich diese Wirkung noch verstärken und ein Gefühl des Tatendrangs und der Zuversicht schenken.

Die Vollmond-Termine im Überblick:

Wann Sie 2020 mit Vollmond rechnen können, lesen Sie in unserem Vollmond-Kalender:

  • Mittwoch, 8. April 2020 um 4:35 Uhr (zu sehen im Sternzeichen Waage)
  • Donnerstag, 7. Mai 2020 um 12:45 Uhr
  • Freitag, 5. Juni 2020 um 21:12 Uhr
  • Sonntag, 5. Juli 2020 um 6:44 Uhr
  • Montag, 3. August 2020 um 17:59 Uhr
  • Mittwoch, 2. September 2020 um 7:22 Uhr
  • Donnerstag, 1. Oktober 2020 um 23:05 Uhr
  • Samstag, 31. Oktober 2020 um 15:49 Uhr
  • Montag, 30. November 2020 um 10:30 Uhr
  • Mittwoch, 30. Dezember 2020 um 4:28 Uhr

Einmal im Monat ist also Vollmond. Übrigens kommt auch unsere Einteilung der Monate ursprünglich von den Mondphasen. Denn rund einen Monat braucht der Mond, um die Erde einmal zu umrunden. Ein Mondmonat dauert zwischen 27,3 und 29,5 Tagen.

Der Mond hat je nach Monat Beinamen

Wussten Sie, dass man dem Mond jeden Monat noch bestimmte Beinamen gibt? Entstanden sind diese über Jahrhunderte hinweg etwa aufgrund von Feiertagen oder Bauernregeln.

  • Mond im Januar: Alter Mond, Wolfsmond, Eismond
  • Mond im Februar: Wolfsmond, Schmelzmond, Taumond, Narrenmond, Schneemond, Sturmmond, Hungermond
  • Mond im März: Fastenmond, Lenzmond, Wurmmond, Krähenmond, Zuckermond
  • Mond im April: Ostermond, Eimond, Rosa Mond, Pinkfarbener Mond, Fischmond
  • Mond im Mai: Milchmond, Blumenmond, Hasenmond
  • Mond im Juni: Blumenmond, Brachmond, Erdbeermond, Honigmond, Rosenmond
  • Mond im Juli: Heumond, Bockmond, Donnermond
  • Mond im August: Getreidemond, Störmond, Roter Mond, Blitzmond
  • Mond im September: Herbstmond, Fruchtmond, Erntemond, Maismond, Gerstenmond
  • Mond im Oktober: Weinmond, Erntemond, Jägermond, Blutmond, Reisemond
  • Mond im November: Jägermond, Bibermond, Schneemond, Nebelmond, Windmond, Wintermond
  • Mond im Dezember: Eichenmond, Kalter Mond, Frostmond, Christmond, Dustermond

Exkurs: Mythologie der Mondfinsternis

Ein Spektakel bleibt uns dieses Jahr aber leider fern. Bis zur nächsten in unseren Breitengraden in Mitteleuropa gut sichtbaren Mondfinsternis müssen wir uns dagegen leider erst einmal gedulden. Die erwartet uns dann erst wieder in rund zwei Jahren, am 16. Mai 2022. Dann kommt die nächste Teilfinsternis am 14. März 2025. Und die nächste totale Mondfinsternis sehen wir hier erst wieder am 7. September 2025. Wer vorher eine erleben will, muss ein wenig reisen.

Eine Mond- sowie Sonnenfinsternis hat vor langer Zeit, in der noch Mythen und Legenden das kulturelle Wissen der Welt formten, zumeist Angst und Schrecken verbreitet. Dabei entstanden unterschiedliche Geschichten. Oft wird die Mondfinsternis auch "Blutmond" genannt (weil er so rot erstrahlt), was natürlich noch mehr Angst in der damaligen Bevölkerung hervorgerufen hat. Hier ein paar Beispiele:

  • Mythen der Germanen, Wikinger und anderer nordischen Völker besagten, dass ein riesiger Wolf des Hasses versucht, den Mond zu verschlingen, und dadurch die Finsternis auslöst.
  • Die Chinesen glaubten an den Drachen des Chaos, der den Mond verspeiste – erst Lärm und Krach auf der Erde würde ihn dazu bewegen, den Mond wieder freizugeben.
  • Die Amazonas-Indianer erklärten sich den Blutmond so, indem sie annahmen, dass ein Pfeil den Mond verwundete und er dadurch bluten würde.

Heute kennen wir die wissenschaftliche Erklärung für einen Blutmond – und können uns einfach über das spannende Himmelsspektakel freuen.

Hat der Mond Einfluss auf den Menschen?

Ob Sie den Mond nun rein wissenschaftlich betrachten oder tatsächlich körperliche und psychische Auswirkungen seiner Phasen verspüren – Fakt ist, dass er auf die Erde durchaus Einfluss hat, etwa auf die Gezeiten. Wären Sonne und Mond nicht, würde sich die Erde zudem nicht so drehen, wie wir es kennen – und somit hätten wir weder Tag noch Nacht und müssten mit jeder Menge Probleme "leben" – wenn wir überhaupt noch leben könnten.

Und auch auf Lebewesen hat der Mond einen Einfluss, so orientieren sich etwa Zugvögel an der Mondbewegung und damit an der Himmelsrichtung , außerdem haben manche Arten von Ringelwürmern, Krabben und Fischen ihr Fortpflanzungsverhalten an Mondphasen gekoppelt.

Dass der Mond einen Einfluss auf uns Menschen in Form von Schlafstörungen oder erhöhten Unfällen, OP-Komplikationen oder ähnlichem hat, ist wissenschaftlich nicht hinlänglich bewiesen. Dennoch halten sich Menschen noch heute an über Jahrhunderte überlieferte Regeln des Mondkalenders, etwa auch in der Landwirtschaft. Mancher hält sich im Haushalt daran, das Fensterputzen nach dem Mondkalender oder Haare schneiden nach dem Mondkalender zu richten. Und auch Blumen können nach dem Mondkalender gegossen werden.

Ob der Mond Einfluss auf Sie hat, können Sie mithilfe unseres Vollmond-Kalenders am besten selbst testen.

Noch ein spannendes Himmelsspektakel sind Sternschnuppen. Schauen Sie in unseren Sternschnuppenkalender!

Interessieren Sie sich eher für die mythologischen Aspekte und die Astrologie? Dann schauen Sie sich die Bedeutung der Mondphasen für Astrologie und Horoskope doch genauer an. Oder werfen Sie einen Blick auf unsere Mondhoroskope.

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