18.12.2018

Bei der Steuererklärung profitieren So können Sie Spenden richtig von der Steuer absetzen!

Spenden an eine gemeinnützige Organisation können bis zu einem Anteil von 20 Prozent Ihrer Einkünfte als Sonderausgaben geltend gemacht werden. Unten gibt es weitere Tipps, wie Sie Spenden richtig von der Steuer absetzen...

Foto: iStock/gece33

Spenden an eine gemeinnützige Organisation können bis zu einem Anteil von 20 Prozent Ihrer Einkünfte als Sonderausgaben geltend gemacht werden. Unten gibt es weitere Tipps, wie Sie Spenden richtig von der Steuer absetzen...

Ob karitative Einrichtungen oder Verein. Gutes tun lohnt sich immer. Neben dem Empfänger profitiert auch der Geber, denn der kann seine Spende steuerlich geltend machen. So geht es!

5,2 Milliarden Euro haben die Deutschen in 2017 gespendet, so die Ergebnisse der Studie der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK), die jährlich im Auftrag des Deutschen Spendenrats durchgeführt wird. Knapp 32 Prozent der Deutschen, das sind rund 21 Millionen Menschen gaben 2017 Geld an gemeinnützige Organisationen oder Kirchen, an Vereine, Stiftungen, künstlerische oder wissenschaftliche Einrichtungen sowie politische Parteien. Wie kann man am besten Spenden von der Steuer absetzen? Und was alles ist eine Spende?

Spenden von der Steuer absetzen: Geld-, Sachspenden und Ehrenamtsarbeit

Spenden an eine gemeinnützige Organisation können bis zu einem Anteil von 20 Prozent Ihrer Einkünfte als Sonderausgaben geltend gemacht werden. Sonderausgaben mindern Ihr zu versteuerndes Einkommen.

Wer an politische Parteien spendet, kann das bis zu 3.300 Euro pro Person absetzen. Für die ersten 1.650 Euro wird Ihnen die Hälfte vom Finanzamt zurückerstattet, den Rest kann man als weitere Sonderausgabe zusätzlich absetzen.

Gut zu wissen: Wer kein Geld spenden möchte, kann auch eine Sachspende leisten. Auch der Zeitaufwand in einem Ehrenamt kann als Spende abgesetzt werden.

Nicht zu den Sonderausgaben zählen Mitgliedsbeiträge für Vereine, die sich der Freizeitgestaltung widmen, z.B. Sport-, Heimat- oder Karnevalsvereine.

Spendensiegel, Nachweispflicht und Spendenvortrag

Das Spendensiegel: Wer Gutes tun will und unsicher ist, ob sein Geld auch in die richtigen Hände gelangt, kann sich bei der Suche nach einer vertrauenswürdigen Organisation auf verschiedene Spendensiegel berufen. Das DZI (Deutsches Zentralinstitut für soziale Fragen) Spenden-Siegel zum Beispiel ist das Gütesiegel für seriöse Spendenorganisationen und belegt, dass eine Organisation mit den ihr anvertrauten Geldern verantwortungsvoll umgeht. Es ist kostenpflichtig.

Ein kostenfreies Siegel kann die gemeinnützige Phineo AG vergeben, die sich für gesellschaftliches Engagement einsetzt. Organisationen, die vertrauensvoll mit dem Geld der Spender umgehen, erhalten das "Wirkt-Siegel" von Phineo.

Die Nachweispflicht: Der Pauschalbetrag, den jeder Steuerpflichtige ohne Spendenquittungen erhält, beträgt nur 36 Euro. Für Spenden bis 200 Euro gelten ab der Steuererklärung 2017 vereinfachte Nachweispflichten. Jetzt müssen Sie beim Finanzamt nicht mehr grundsätzlich Belege dazu einreichen, sondern nur noch auf Verlangen vorbringen können.

Spendenvortrag: Wer innerhalb eines Jahres so viel gespendet hat, dass er die 20-Prozent-Grenze überschreitet, kann im Folgejahr vom sogenannten Spendenvortrag profitieren. Das bedeutet: Der bisher noch nicht abziehbare Teil wird Ihre Steuerbelastung im Jahr danach oder sogar noch später reduzieren. Hier ist also nichts verloren.

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Großzügigkeit tut gut. Lesen Sie, wie Prominente zum Jahresende Gutes tun. Frank Zander z.B. lädt Obdachlose zum Weihnachtsessen ein oder wie der größte Spenden-Marathon Straßen- und Tierheimtieren hilft.

Was kann ich noch absetzen? Lesen Sie hier, was sich in 2019 steuerlich verändert. Sollten Sie weitere Fragen zu rechtlichen Fragen haben, werfen Sie doch mal einen Blick auf unsere Themenseite Ratgeber Recht.

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