12.12.2018 - 15:59

Änderungen 2019 Diese 18 Krankenkassen senken ihre Preise

Viele Krankenkassen senken 2019 ihre Preise.

Foto: imago/Christian Ohde

Viele Krankenkassen senken 2019 ihre Preise.

Im Jahr 2019 wird für gesetzlich Versicherte die Krankenversicherung deutlich günstiger. Erfahren Sie hier, welche Krankenkassen ihre Preise senken und was sich noch ändern wird.

Es gibt gute Nachrichten zum Start des neuen Jahres: Ab 2019 zahlen gesetzlich Versicherte weniger für ihre Krankenkasse. Das hat gleich mehrere Gründe. Ab Januar müssen die Arbeitgeber die Hälfte der Zusatzbeiträge übernehmen. Darüber hinaus wollen 18 Krankenkassen die Beiträge zusätzlich senken.

Der Gesamtbeitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung setzt sich aus dem allgemeinen Beitrag von 14,6 Prozent und dem sogenannten Zusatzbeitrag zusammen. Die tatsächliche Höhe ihres Zusatzbeitrags für 2019 legen die Kassen aber selbst fest. Je nach Finanzlage dürfen sie vom Durchschnittswert abweichen.

Diese 18 Krankenkassen senken ihre Preise

Laut dem Verbrauchermagazin "Finanztest" der "Stiftung Warentest" (Heft 1/2019) haben 18 Krankenkassen angekündigt, den Zusatzbeitrag 2019 freiwillig zu senken. Dazu gehören:

  • AOK Bremen/Bremerhaven: Zusatzbeitrag sinkt auf 0,7 Prozent
  • AOK Hessen: Zusatzbeitrag sinkt auf 0,9 Prozent
  • AOK Rheinland/Hamburg: Zusatzbeitrag sinkt auf 1,1 Prozent
  • Bergische KK: Zusatzbeitrag sinkt auf 1,15 Prozent
  • Bertelsmann BKK: Höhe des neuen Zusatzbeitrags steht noch nicht fest (derzeit: 1,2 Prozent)
  • BKK Firmus: Zusatzbeitrag sinkt auf 0,44 Prozent
  • BKK Freudenberg: Zusatzbeitrag sinkt auf 0,7 Prozent
  • BKK Gildemeister Seidensticker : Zusatzbeitrag sinkt auf 1,1 Prozent
  • BKK Melitta Plus: Zusatzbeitrag sinkt auf 0,9 Prozent
  • BKK Verbund Plus: Höhe des neuen Zusatzbeitrags steht noch nicht fest (derzeit: 0,7 Prozent)
  • Continentale BKK: Zusatzbeitrag sinkt auf 1,1 Prozent
  • Debeka BKK: Zusatzbeitrag sinkt auf 0,8 Prozent
  • hkk: Höhe des neuen Zusatzbeitrags steht noch nicht fest (derzeit: 0,59 Prozent)
  • mhplus BKK: Zusatzbeitrag sinkt auf 0,98 Prozent
  • Salus BKK: Zusatzbeitrag sinkt auf 0,79 Prozent
  • Securvita: Zusatzbeitrag sinkt auf 1,1 Prozent
  • TK: Höhe des neuen Zusatzbeitrags steht noch nicht fest (derzeit: 0,9 Prozent)
  • WMF BKK: Zusatzbeitrag sinkt auf 0,9 Prozent

Weitere Krankenkassen-Änderungen ab 2019

Laut "Finanztest" gibt es aber noch mehr Einsparpotential im kommenden Jahr – von dem alle gesetzlich Versicherten profitieren. Zum einen sinkt der Mindestbeitrag für Selbständige, wovon vor allem Mitglieder mit wenig Einkommen profitieren. Zum anderen werden Angestellte mehr Geld auf ihrer Gehaltsabrechnung haben, weil Arbeitgeber wieder die Hälfte aller Beiträge zur Krankenversicherung tragen. Bisher übernehmen Arbeitgeber nur die Hälfte des allgemeinen Beitragssatzes von 14,6 Prozent. Den Zusatzbeitrag, den jede Kasse je nach finanzieller Situation festlegt, zahlen die Beschäftigten bisher allein. Ab 2019 wird auch dieser Beitrag zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber geteilt.

Das Magazin zeigt in einem Rechenbeispiel, wie sich das auswirken wird. Demnach spart ein Arbeitnehmer, der monatlich 3000 Euro brutto verdient und dessen Kasse 1 Prozent Zusatzbeitrag verlangt, rund 180 Euro im Jahr.

Ein Wechsel lohnt sich

Auch wenn viele Krankenkassen die Preise senken – nicht jede zieht mit. Ein Wechsel von einer teuren zu einer günstigen Krankenkasse kann sich aber sowieso lohnen. Dabei sollten die Versicherten sich vorab genau informieren und vergleichen. Dabei sollten nicht nur die Beitragssätze unter die Lupe genommen werden. Es lohnt sich zudem die angebotenen Extraleistungen zu prüfen, denn auch hier gibt es große Unterschiede zwischen den Kassen.

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