31.10.2018

Vornamen, Ehe für Alle... Das ändert sich zum 1. November

Der November bringt einige Änderungen mit sich. Vornamen, Musterfeststellungsklagen und Co. – erfahren Sie hier mehr darüber.

Foto: iStock/MicroStockHub

Der November bringt einige Änderungen mit sich. Vornamen, Musterfeststellungsklagen und Co. – erfahren Sie hier mehr darüber.

Ab dem 1. November gibt es wieder einige Neuerungen. Ob Ehe für Alle, Handgepäck oder Vornamentausch, erfahren Sie hier, was sich ändern wird.

Der November bringt einige Änderungen mit sich. Erfahren Sie hier, was unter anderem bei der Ehe für Alle, den Vornamen und bei der Fluglinie Ryanair alles neu sein wird.

Reihenfolge beim Vornamen kann geändert werden

Wer mehrere Vornamen im Pass oder Personalausweis hat, kann zukünftig selbst entscheiden, in welcher Reihenfolge diese aufgelistet werden sollen. Wer Franz Ferdinand heißt, kann also zu Ferdinand Franz werden. Aber: Wenn die Vornamen mit einem Bindestrich miteinander verbunden sind, kann die Reihenfolge nicht geändert werden. Ein Franz-Ferdinand kann die Reihenfolge somit nicht ändern. Ebenfalls nicht ändern kann man die Schreibweise, auch neue Vornamen hinzufügen oder ungeliebte weglassen geht nicht.

Durch die Gesetzesänderung soll leichter erkennbar sein, welcher Name der Rufname ist.

Musterfeststellungsklagen werden möglich

Ab November 2018 sind Musterfeststellungsklagen (MFK) möglich. Dadurch können Verbände künftig stellvertretend für Hunderte Verbraucher klagen. Der große Vorteil dieser Klagen: Die Teilnahme ist kostenlos, man braucht keinen Anwalt. Auch im Fall eines negativen Urteils entstehen keine Kosten, weil ein Verband mit seinen Anwälten den Prozess führt. Einzelpersonen, die sich vorher nicht getraut haben ein Unternehmen alleine zu verklagen, wird der Weg zum Gericht so einfacher und kostengünstiger gemacht.

Klagen dürfen nur bestimmte Verbände. Wer mitmachen will, muss sich in ein Klageregister eintragen, mindestens 50 Betroffene müssen zusammenkommen.

Eine große Musterfeststellungsklage ist bereits in Arbeit. Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) und der ADAC werden wegen des Diesel-Skandals am 1. November eine Musterfeststellungsklage gegen Volkswagen beim OLG Braunschweig einreichen. Das Gericht soll entscheiden, ob Diesel-Besitzer Schadenersatz bekommen können, wenn sie ein mit manipulativen Abschaltvorrichtungen ausgestattetes Auto gekauft haben.

Banken müssen regelmäßig über Girokonto-Gebühren informieren

In Zukunft haben Kunden einen besseren Überblick über ihre Bank-Gebühren. Ab dem 1. November müssen Banken einmal pro Jahr über die Gesamtkosten eines Girokontos informieren. Dazu zählen zum Beispiel auch die Zinsen für den Dispositionskredit oder mögliche Entgelte für Überweisungen in Papierform.

Außerdem müssen Banken vor Abschluss des Vertrages zur Kontoeröffnung eine Kostenübersicht erstellen. Dadurch kann der Verbraucher leichter verschiedene Anbieter miteinander vergleichen.

Im August gab es einige Änderungen bei der Sparkasse. Erfahren Sie hier, was seitdem beim Geldabheben anders ist. Und wann das Geldinstitut einen Strafzins verlangt.

Änderung bei "Ehe für Alle"

Bislang war es so, dass im Eheregister schwule und lesbische Ehepaare ebenso wie heterosexuelle Paare als "Ehemann" und "Ehefrau" geführt wurden. Ab 1. November werden nun beide Partner als "Ehegatten" geführt.

Handgepäck bei Ryanair

Bei der Fluggesellschaft Ryanair ist zukünftig nur noch ein Handgepäckstück von 40 mal 20 mal 25 Zentimetern erlaubt. Jedes weitere Handgepäckstück kann für acht Euro dazugebucht werden. Die neue Regelung gilt nur für Non-Priority-Kunden, Priority-Kunden können auch weiterhin zwei Gepäckstücke mit an Bord nehmen.

Bisher waren bei Ryanair zwei Handgepäckstücke erlaubt. Die Neuerung soll dazu führen, dass die Gepäckaufgabe schneller vonstatten geht und die Flüge pünktlicher starten können.

Notbremsassistent wird Pflicht

Ein Notbremsassistent, der Auffahrunfälle verhindern soll, ist ab dem 1. November Pflicht bei allen neu zugelassenen Nutzfahrzeugen, etwa bei Bussen und Lastwagen ab einem Gewicht von 3,5 Tonnen. Bis dato lag die Gewichtsgrenze bei acht Tonnen.

WhatsApp löscht Backups

Auch beim Messenger-Dienst WhatsApp gibt es eine Änderung. Ab Mitte November werden Backups, die länger als ein Jahr nicht aktualisiert wurden, aus dem Google-Drive-Speicher gelöscht. Wer das nicht möchte, kann in der App manuell ein Backup machen oder die Einstellungen anpassen.

Und es gibt noch eine Änderung bei WhatsApp! Sticker machen den Messenger-Dienst jetzt noch schöner – hier mehr erfahren.

Mehr Geld für Filmförderung

Bereits seit Mittwoch gelten neue Richtlinien für die Filmförderung. Ziel ist es, mit finanziellen Anreizen mehr internationale Großproduktionen nach Deutschland zu holen. Filme und Serien für Video-Plattformen und Fernsehen können mit 20 Prozent der deutschen Herstellungskosten unterstützt werden. Zudem sollen Außendrehs im Ausland künftig gefördert werden.

Schwermetalle in Kinderspielzeug

Für Kinderspielzeug gelten seit Oktober strengere Grenzwerte für Schwermetalle. Die EU hat insbesondere den Bleigehalt drastisch runtergeschraubt.

Auch im September gab es viele Änderungen. Welche das waren, lesen Sie hier.

Es wird also jede Menge Änderungen ab dem 1. November 2018 geben. Auf unserer Themenseite "Ratgeber Recht" gibt's weitere spannende Artikel.

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