07.09.2018

Bisher Nebenjob als Putzfrau Aschenputtel-Karriere? 18-Jährige ist „Curvy Supermodel“ 2018

Die 18-jährige Ines Dahmen ist die Gewinnerin von "Curvy Supermodel" 2018.

Foto: RTL II - Silviu Guiman

Die 18-jährige Ines Dahmen ist die Gewinnerin von "Curvy Supermodel" 2018.

Als Abiturientin hat sie nebenher geputzt, jetzt ist die 18-jährige Ines zum "Curvy Supermodel" 2018 gewählt worden. Klingt nach Aschenputtel-Karriere, wie die glückliche Siegerin selbst sagte...

Frauen mit Kurven sind in der Model-Welt mittlerweile angekommen. Und damit auch im TV: Der Sender RTL II hat in den vergangenen Wochen bereits zum dritten Mal in einer eigenen Show die Plus-Size-Schönheiten der Zukunft gesucht. Jetzt ist die Siegerin gekürt worden: die 18-jährige Ines ist "Curvy Supermodel" 2018.

"Curvy Supermodel" 2018: Ines siegt

Es war für Ines Dahmen schon ein Erfolg an sich, mit den beiden Mitbewerberinnen Pauline Wiehrdt und Rahel Kuoni bis ins Finale zu kommen. Am großen Entscheidungs-Abend hatte die Jury, bestehend aus Angelina Kirsch, Jana Ina Zarrella, Jan Kralitschka und Oliver Tienken, die wirklich schwere Aufgabe, eine der drei hübschen kurvigen Anwärterinnen zur Nummer eins zu machen.

Logisch, dass im Publikum Familie und Freunde der drei Finalistinnen saßen, die ihre Favoritin anfeuerten und ihr Mut machten. Und ein wenig Mut brauchten sie bestimmt für ihren Walk in Dessous, bei dem viel Haut und Figur gezeigt wurde. Zum Schluss zeigten Pauline, Rahel und Ines sich in aufregenden Designer-Roben. Am meisten überzeugen konnte letztlich aber die 18-jährige Ines.

Ines kann es kaum fassen, die Juroren sind mächtig stolz

Juror Oliver Tienken hatte viel Lob für alle drei Finalistinnen: "Ihr seid super sexy, selbstbewusst und stark gelaufen. Hammer! Ihr habt all das umgesetzt, was wir euch beigebracht haben. Ich bin so stolz auf euch." Angelina Kirsch schreibt via Twitter über Ines: "Ich bin so stolz auf dich und wünsche dir alles Gute & eine erfolgreiche Zukunft als "Curvy Supermodel."

Und was sagte die Gewinnerin selbst? Die konnte es kaum fassen, sagte mit tränenerstickter Stimme: "Das ist gerade super überwältigend, ich bin sprachlos." Zu Beginn der Show sagte sie noch: "Es wäre schon eine Aschenputtel-Karriere, wenn ich vom Putzen zum Modeln aufsteigen würde" – neben ihrem Abitur hatte Ines sich nämlich mit Putzjobs ein wenig Geld hinzuverdient.

Ines tritt mit ihrem Sieg in die Fußstapfen der Kölnerin Hanna, die 2017 mit 24 Jahren gewonnen hat, sowie der Mannheimerin Céline, die 2016 als 23-Jährige das Rennen machte. Als Belohnung winkt ihr jetzt ein Shopping-Gutschein in Höhe von 15.000 Euro, eine Reise nach New York, ein Model-Vertrag mit Pars Management – und natürlich das Coverbild auf der Mode-Zeitschrift "Joy Style".

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Kritik der Zuschauerinnen: Ines ist nicht kurvig genug

Dass Ines gewonnen hat, kommt bei den meisten Zuschauerinnen zwar gut an – doch einige bemängeln, dass sie für ein "Curvy Model" definitiv nicht kurvig genug sei. Etwa so:

  • Eine schöne junge Frau, doch absolut nicht "curvy" - schon die Bewerberinnen hatten alle nur höchstens Größe 44! Es gibt auch Frauen mit Größe 48/50 und größer, die wunderschön, weiblich, sexy ausschauen und eine schöne glatte Haut haben! Dadurch wurde die ganze Staffel absolut uninteressant.
  • Hübsch, aber im Endeffekt doch auch nur minimal "dicker" als ein normales Model. Wann kommt endlich mal eine Show, wo die Models wirklich fülliger sind und Übergrössen-Mode (die nun mal bis Gr. 60+ geht) nicht nur im kleinsten Ansatz repräsentieren??!
  • Hübsch ist sie0 ,doch es hat nichts mit Curvy Model zu tun. Die etwas fülligeren ab Körpergröße 48, von denen hat noch nie eine gewonnen.

In anderen Facebook-Kommentaren wird allerdings die Meinung deutlich, dass es zwischen füllig und Übergröße noch einmal eine große Spannbreite gibt. So schreibt eine Zuschauerin: "Warum regt man sich auf dass keine 50/52 gewinnt – es heißt nun mal curvy und nicht Übergröße... Das Ding ist ja auch, dass die Proportionen stimmen müssen..." Da hat sie Recht.

Wir finden: verdienter Sieg, Ines Dahmen. Glückwunsch!

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Immer mehr Designer entwerfen Plus-Size-Mode – so hat Michael Michalsky erst kürzlich seine erste Modelinie für Übergrößen präsentiert. Das Label Pepita bietet ebenfalls Mode in Übergrößen an. Und Ilka Bessin alias "Cindy aus Marzahn" hat 2017 sogar ihr eigenes Modelabel gegründet.

Wie schön, dass diese Kollektionen in Zeiten von Size-Zero-Models auf den Markt kommen! Und wie gut, dass auch eine Kampagne wie "Body Positivity" immer mehr an Bedeutung zulegt. Wir zeigen drei tolle Projekte, die Frauen mit vermeintlichen Schönheitsmakeln feiern.

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