06.09.2018

Preisanstieg nach Rekordsommer Wegen Hitzewelle: Lebensmittel werden teurer

Nicht nur Getreide, Ölsaaten oder Futterpflanzen werden wegen der extremen Hitzewelle in Deutschland teurer. Auch Salat und Kohl hatten unter der Hitze zu leiden – dies schlägt sich nun im Preis nieder.

Foto: iStock/RyanJLane

Nicht nur Getreide, Ölsaaten oder Futterpflanzen werden wegen der extremen Hitzewelle in Deutschland teurer. Auch Salat und Kohl hatten unter der Hitze zu leiden – dies schlägt sich nun im Preis nieder.

Die Hitzewelle der letzten Monate zieht Preiserhöhungen mit sich: Kohl, Salat und Kartoffeln werden teurer. Doch auch andere Branchen spüren die Auswirkungen.

Nach der wochenlangen Hitzeperiode kommt jetzt endlich der heiß ersehnte Herbst. Doch der diesjährige Rekordsommer lässt sich nicht einfach so abschließen: er hinterlässt gewaltige Spuren in Deutschlands Supermärkten. Verbraucher bekommen nun die Auswirkungen der langen Trockenperiode zu spüren: die schlechte Ernte der Bauern zieht enorme Preiserhöhungen mit sich. Die Folge der Hitzewelle: Lebensmittel werden teurer – vor allem Kohlgemüse und Salat.

Lebensmittel teurer durch Hitzewelle

Eisbergsalat und verschiedene Kohlsorten haben die Hitzewelle nicht gut überstanden. Infolge der trockenen Böden kommt es zu einer enormen Knappheit der Produkte. Die Preise von Eisbergsalat, Blumenkohl, Brokkoli und Kohlrabi stiegen bereits um mehr als zwei Drittel an. Im vergangenen Jahr lag der Preis eines Eisbergsalats noch bei 60 bis 70 Cent. Aufgrund der Knappheit des Produktes liegt der Preis mittlerweile bei rund 1,02 Euro.

Müssen wir auf Chips und Co. verzichten?

Die Temperaturen setzen auch den Kartoffeln zu. Aufgrund der hohen Belastung stellen die Pflanzen das Wachstum ein, und die Knollen bleiben klein. Um die Knappheit auszugleichen, müssen Produkte aus dem Ausland nach Deutschland gebracht werden. Das zieht einen Anstieg der Preise mit sich – zumal wegen des Schutzes vor diversen Kartoffelkrankheiten aus dem Ausland auch nicht allzu viel importiert werden kann.

Das hat nicht nur Einfluss auf die Kartoffel selbst, sondern auf alle Kartoffelprodukte. Chips, Pommes und Co. könnten in Zukunft auch von der Preiserhöhung betroffen sein.

Es droht eine Erhöhung der Milchpreise

Die vergangenen Monate gingen auch an der Milchindustrie nicht spurlos vorbei. Die Temperaturen bis zu 39 Grad setzten den Kühen zu und schadeten der Milchproduktion. Die hohen Temperaturen stressten die Tiere, die dadurch nicht in der gewohnten Menge produzieren konnten.

Durch die Dürre mussten Bauern vermehrt Futter kaufen. Aufgrund der hohen Ausgaben und der niedrigen Einkünfte forderten die Bauern bereits Hilfe vom Bund ein. Momentan sind die Milchpreise stabil. Das könnte sich aber spätestens im Herbst ändern. Ab dann kommt es nämlich zu neuen Vertragsverhandlungen, und eine Preissteigerung ist dann wohl nicht mehr weit.

Preissenkungen für Tomate, Paprika und Co.

Gute Neuigkeiten gibt es für wärmeliebendes Gemüse. Tomaten, Zucchini und Paprika sind die Gewinner des deutschen Sommers. Beim sonnenhungrigen Gemüse kann in diesem Jahr sogar bis zu 20 Prozent gespart werden. Um also von der Hitzewelle 2018 zu profitieren, sollten Sie in diesem Jahr vielleicht lieber auf einen Tomaten-Zucchini-Salat setzen, anstatt auf den guten alten Kohleintopf.

Ist der Rekordsommer eine unmittelbare Folge der globalen Erwärmung? Antworten darauf finden Sie im Video:

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Höhere Stromkosten

Wer denkt, dass sich die hohen Temperaturen in diesem Sommer nur auf die Lebensmittelindustrie auswirkten, irrt sich. Denn auch die Energiebranche ist in diesem Jahr betroffen. Mehrere Atomkraftwerke mussten ihre Leistung verringern. Außerdem mussten Gas- und Kohlekraftwerke in Berlin und Karlsruhe für bestimmte Zeit abgestellt werden.

Auf Windenergie konnte auch kaum gesetzt werden. Aufgrund der trockenen und warmen Witterung gab es kaum Wind in den letzten Monaten. Das hat zur Folge, dass die hohe Kosten an die Kunden weitergegeben werden.

Wir zeigen Ihnen, wie Sie mit diesen 11 Tipps Strom sparen und Ihre Kosten minimieren können.

Welche Auswirkungen die Dürre auf das Weihnachtsfest hat, außerdem 7 weitere Folgen des Wetters, lesen Sie hier.

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