30.08.2018

Ikea-Rechte, Halogenlampen... Verbraucher aufgepasst! Das ändert sich ab dem 1. September

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Ikea-Kunden müssen sich ab dem 1. September auf neue Rückgaberechte gefasst machen.

Foto: imago/Scanpix

Ikea-Kunden müssen sich ab dem 1. September auf neue Rückgaberechte gefasst machen.

Verbraucher müssen sich wieder auf einige Neuerungen im Alltag gefasst machen. Welche Rolle Ikea, Halogenlampen und die Kfz-Steuer dabei spielen.

Der Monatswechsel von August auf September verspricht traditionell einige Veränderungen für Verbraucherinnen und Verbraucher. Betroffen sind dieses Mal vor allem Ikea- und Sparkassen-Kunden sowie Autofahrer. Außerdem hat die EU ein spezielles Lampenverbot ausgesprochen. Wir erklären Ihnen die Änderungen zum 1. September.

1) Ikea-Rückgaberecht

Die schwedische Möbelhauskette schränkt die Rückgaberechte ein. Kunden können ab September nur noch neue und unbenutzte Ware gegen Erstattung des Kaufpreises zurückgeben. Bisher war es egal, in welchem Zustand sich die Ware befand. Das hat allerdings laut Ikea häufig zu einem Missbrauch des Rückgaberechts geführt.

"Durch die Einschränkung des Rückgaberechts auf unbenutzte Produkte wollen wir auch sicherstellen, dass Kunden Möbel und Einrichtungsgegenstände nicht nach kurzem Gebrauch entsorgen, sondern den Wert des Produkts schätzen im Sinne des Ressourceneinsatzes, der dafür nötig war“, sagte Ikea-Deutschland-Chef Dennis Balslev zuletzt gegenüber "Welt".

Ausgenommen von der Neuerung sind übrigens Matrazen. Diese können auch im benutzten Zustand innerhalb eines Jahres umgetauscht werden. Bis Herbst 2016 genehmigte Ikea seinen Kunden sogar ein lebenslanges Rückgaberecht. Das hatte der Möbelriese aber vor zwei Jahren abgeschafft und auf 365 Tage beschränkt.

Einige Ikea-Kunden nutzen das liberale Rückgaberecht offenbar schonungslos aus. Dahinter steckt oft verschwenderisches Konsumverhalten. Hier erfahren Sie, wie wir uns selbst täuschen.

2) Halogenlampen

Um weniger Energie zu verschleudern, verbietet die EU in allen 28 EU-Staaten ab dem 1. September das Inverkehrbringen von Halogenleuchten. Das betrifft konkret birnen- und kerzenförmige Leuchten der Energieklasse D. Ersetzt werden diese im Fachhandel künftig von Energiesparlampen und LEDs.

Doch es wird auch einige Ausnahmen geben: Platte Spotlampen, die bei Deckenstrahlern genutzt werden, aber auch Halogenlampen in Schreibtischlampen oder Flutlichtern werden weiterhin erhältlich sein.

Eigentlich hätten die Halogenlampen schon 2016 aus den Regalen verschwinden sollen, doch die EU-Staaten entschieden sich für eine Fristverlängerung. Konventionelle Glühlampen sind bereits seit 2012 in der EU verboten.

Gesetzesänderungen, Verbote und Anpassungen der Geschäftsbedingungen kommen auf Verbraucher am 1. September zu. Auf unserer Themenseite Ratgeber Recht finden Sie nützliche Informationen, wie Sie von Ihren Rechten Gebrauch machen können.

3) Kfz-Steuer

Ab September wird es teurer, einen Neuwagen zu kaufen. Denn die Kfz-Steuer wird ansteigen. Grund dafür ist der anspruchsvollere Abgastest WLTP, der den Schadstoffausstoß misst. Dadurch steigen die offiziellen Emissionswerte – und diese bilden die Grundlage für die Kfz-Steuer.

Nach einer Berechnung des ADAC könnte die Steuer bei ab September gekauften Autos um 70 Prozent gegenüber der Steuer für gleiche Autos, die aber vorher zugelassen wurden, steigen. Durchschnittlich geht es um einen zweistelligen Betrag pro Jahr.

4) Geldabheben bei der Sparkasse

Beim Geldabheben werden Sparkassen-Kunden künftig Neuerungen bemerken. Die Bank bekommt eine neue Software, wodurch sich die Reihenfolge beim Abheben ändert. Zunächst müssen Verbraucher den gewünschten Geldbetrag eingeben, erst danach folgt die Eingabe des Pin-Codes.

Bisher lief die Prozedur genau andersherum. Doch genau das war eine Sicherheitslücke, die Betrügern oft Handlungsspielraum verschafft hat. Bei der Postbank müssen Kunden bereits seit 2012 erst die Summe festlegen und danach den Pin-Code eintippen, bei der Deutschen Bank wurde dieser Vorgang 2015 eingeführt.

Nicht nur das Geldabheben ändert sich bei einer der größten deutschen Banken. Auch Strafzinsen können nun anfallen. Wir sagen Ihnen, was sich für Sparkassen-Kunden alles ändert.

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