23.08.2018

Gut zu wissen Geldabheben & Strafzins: Das ändert sich für Sparkassen-Kunden

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Mit diesen Tipps wird das Geldabheben am Automaten sicherer

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Mo, 26.06.2017, 08.13 Uhr

Mit diesen Tipps wird das Geldabheben am Automaten sicherer

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Sparkassen-Kunden müssen sich auf einige Änderungen gefasst machen. Das Geldabheben wird aus Sicherheitsgründen verändert. Außerdem wird für einige Kunden ein Strafzins eingeführt.

Auf Sparkassen-Kunden kommen einige Änderungen zu. Aus Sicherheitsgründen wird das Geldabheben am Automaten verändert. Wie die "Wirtschaftswoche" berichtet, sollen alle Sparkassen-Geldautomaten noch in diesem Sommer auf eine neue Software umgerüstet werden.

Das ändert sich für Sparkassen-Kunden beim Geldabheben

Nach der Umstellung müssen die Kunden zuerst den Betrag eingeben und erst dann die Pin. Durch die Maßnahme soll die Sicherheit erhöht werden. Anna van Dülmen, vom Bundesverband deutscher Banken, erklärt gegenüber der "Wirtschaftswoche". "Mit der Eingabe der Pin ist der Geldautomat freigeschaltet. Wenn es dann zu einem Handgemenge kommt, kann der Dieb selbst einen – möglichst hohen – Betrag eingeben.“

Geldabheben soll sicherer werden

Auch gegen Trickbetrüger soll der neue Vorgang helfen. Eine Postbank-Sprecherin erklärt eine häufig angewendete Masche vom Betrügern: "Die Täter lenkten die Kunden ab, erhöhten den Auszahlungswunsch auf den Maximalbetrag und entnahmen am Ende selbst das Geld, während sie den Kunden ein weiteres Mal ablenkten.“ Ist der Automat umgestellt, kommen die Täter maximal an den vom Kunden eingegebenen Betrag.

Andere Banken haben das System schon vor Jahren umgestellt

Andere Banken haben das System schon vor Jahren umgestellt. Kunden der Deutschen Bank müssen seit Mitte 2015 erst den Betrag eingeben und erst danach die Pin. Die Postbank und die Commerzbank haben ihre Systeme nach eigenen Angaben sogar noch eher umgestellt.

Sehen Sie oben im Video, wie Sie das Geldabheben am Automaten sicherer machen können.

Hamburger Sparkasse verlangt Strafzinsen

Eine weitere Änderung kommt auf einige Kunden der Sparkasse in Hamburg zu. Das Geldinstitut plant Strafzinsen für das Ersparte von Privatkunden einzuführen, das berichtet das Finanzportal "Biallo.de". Demnach verlangt die Hamburger Sparkasse (Haspa) ab dem 1. September auf Kundeneinlagen ab 500.000 Euro auf Girokonto und Tagesgeld einen Strafzins von 0,40 Prozent. Eine Sprecherin der Haspa bestätigte gegenüber "Biallo.de", dass zukünftig ein sogenanntes Verwahrentgelt verlangt werde.

Gespräche mit betroffenen Kunden werde man noch in dieser Woche beginnen, sagte Haspa-Spre­cherin Stefanie von Carlsburg dem "Hamburger Abendblatt". Es gehe darum, "alternative Anlageformen" anzubieten. "Wir versuchen weiterhin, Negativzinsen für die Spareinlagen im breiten Privatkundengeschäft zu vermeiden."

Kleine und mittlere Vermögen sollen laut dem Geldinstitut von Strafzinsen verschont werden. Für Firmenkunden liegt der Freibetrag ab dem 1. September bei 250.000 Euro.

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