Aktualisiert: 21.07.2020 - 11:15

Himmelsspektakel für Wünsche Perseiden 2020: Der Sternschnuppenregen ist wieder da!

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Der Meteorstrom der Perseiden lässt im August 2020 bis zu 100 Sternschnuppen pro Stunde aufleuchten. Aber auch im Juli können Sie schon Glück beim Wünschen haben.

Foto: imago/Pixsell

Der Meteorstrom der Perseiden lässt im August 2020 bis zu 100 Sternschnuppen pro Stunde aufleuchten. Aber auch im Juli können Sie schon Glück beim Wünschen haben.

Eine Sternschnuppe sehen und sich was wünschen: Das klappt jetzt wieder besonders gut. Der Meteorstrom der Perseiden wird in den kommenden Nächten wieder zunehmen, um dann im August seinen Höhepunkt zu erreichen. Wo und warum Sie die beste Sicht auf den Sternenhimmel haben, erfahren Sie hier.

Der August ist der Monat der Sternschnuppen. Den ganzen August über sind kleinere Meteorströme aktiv, die für Sternschnuppen sorgen. Zwischen dem 17. Juli – also schon jetzt – bis zum 24. August ist der wohl größte und bekannteste Meteorstrom wieder aktiv: die Perseiden! Ganz besonders sollten Sie aber in der Nacht vom 12. auf den 13. August den Blick gen Himmel richten. Denn da findet der Höhepunkt der Perseiden statt. Wer viele Wünsche hat, kann diese besondere Sternschnuppennacht im August nutzen – oder einfach so das fantastische Himmelsspektakel genießen. Sofern das Wetter mitspielt, selbstverständlich.

Sternschnuppenregen im August: Die Perseiden sind wieder da!

Schon seit Ende Juli und noch bis Ende August kreuzen vermehrt Sternschnuppen den Nachthimmel, kurz vor und nach dem Perseiden-Höhepunkt am 12. August bzw. in den frühen Morgenstunden des 13. August sind teilweise bis zu 50 Meteore in der Stunde unterwegs. In der Sternschnuppennacht selbst können es dann sogar bis zu 100 Sternschnuppen in der Stunde sein!

In diesem Jahr stört nicht einmal der Mond, wenn die Perseiden ihren Peak erreichen. Der Mond ist in dieser Zeit nämlich in der Abnehmphase (Vollmond ist am 3. August) und zeigt sich nur noch als Sichel. Er geht erst um 0:30 Uhr über dem Horizont auf, befindet sich zur Höhepunktzeit der Perseiden weit unten am Himmel – so bleibt der Himmel dennoch halbwegs dunkel. Vorausgesetzt, Sie befinden sich an einem Ort, an dem es möglichst wenig künstliches Licht in der Umgebung gibt.

Suchen Sie sich für dieses Erlebnis am besten einen dunklen Platz mit einer weiten Sicht in Richtung Osten, denn dort werden Sie die meisten Sternschnuppen erblicken können. Dort liegt das Sternbild "Perseus", aus dem die leuchtenden Himmelskörper zu entspringen scheinen – daher übrigens auch der Name. Manche treten aber auch hoch über Ihnen oder sogar in Richtung Südwesten auf.

Kleiner Tipp: Suchen Sie sich den Großen Wagen am Nachthimmel und verlängern Sie gedanklich fünf mal dessen Hinterachse, über den Polarstern hinweg bis zum Sterbild Cassiopeia (dem "Himmels-W", das sie an seiner charakteristischen Buchstabenform erkennen) und dann nehmen Sie mit dem Blick einen rechten Winkel nach rechts ein. Sobald aber die ersten Sternschnuppen über den Himmel gezogen sind, merken Sie ja, wo Sie am besten hinschauen sollten.

Für den besten Blick ab aufs Land!

Unser Tipp: zum Sternschnuppen-Beobachten empfiehlt es sich, einen Ort zu wählen, an dem Sie eine uneingeschränkte Sicht haben. Dieser sollte möglichst fernab von Lichtquellen sein, es empfiehlt sich also durchaus, sich einen gemütlichen Platz etwas außerhalb der Stadt zu suchen. Denn: Ohne das Leuchten der Stadt erstrahlt der Nachthimmel noch schöner und deutlicher, die sogenannte "Lichtverschmutzung" ist auf dem Land wesentlich geringer.

Am besten können Sie in den Himmel sehen, wenn Sie sich auf den Rücken legen. Also auf eine laue Sommernacht hoffen, Decken eingepackt und ab auf die Wiese, einkuscheln und gen Himmel schauen.

Woher hat die Sternschnuppe ihren Namen?

Jeder Haufen von Sternschnuppen, der über das Jahr auftritt, hat einen bestimmten Namen – bezogen auf das Sternbild, aus dem die Meteore herausschießen. Die Perseiden, wegen denen die Sternschnuppennacht im August überhaupt erst stattfindet, tragen ihren Namen wie gesagt aufgrund ihres von uns aus gesehenen Ursprungs im Sternbild Perseus. Die Lyriden wiederum, die im April aktiv sind, stammen aus der "Leier", die Leoniden im November entspringen dem "Löwen".

Wann gibt’s weitere Himmelsspektakel? Das erfahren Sie in unserem Sternschnuppenkalender .

Sternschnuppenregen im Internet

Wer aber mit schlechtem Wetter zu kämpfen hat, kann sich auch einfach Zuhause an den Rechner setzen. Denn Sie können sich die Perseiden sogar live im Internet ansehen! Das geht beispielsweise auf der Seite des Virtual Telescope Project (die derzeit auch sehr ausführlich über den aktuell sichtbaren Kometen "Neowise" berichten!) oder auf Youtube.

Eigentlich völlig unromantisch: Sternschnuppen sind Staub- und Gesteinsbrocken

Sternschnuppen sind übrigens eigentlich Meteore, kleine Gesteins- und Staubbrocken von Kometen, deren Bahn die Erde zu bestimmten Zeiten im Jahr kreuzt. Wenn diese Partikel in die Erdatmosphäre eintreten, verglühen sie – und das aufleuchtende Gas sehen wir als Sternschnuppe. Die Brocken, die wir Perseiden nennen, stammen übrigens vom Kometen 109P/Swift-Tuttle. Sie sind mit sage und schreibe 216.000 Stundenkilometern unterwegs und gehören damit zu den schnellsten Sternschnuppen.

Der Name "Sternschnuppe" selbst ist eine Allegorie dazu: Die tierischen Fette, die früher der Hauptbestandteil einer Kerze waren, sorgten dafür, dass es stark rußte, wenn der Docht zu lang wurde. Um das Licht zu reinigen, musste der Docht gekürzt werden, was man "schneuzen" nennt – wie beim Naseputzen. Den abgetrennten Docht einer Kerze nennt man auch heute noch "Schnuppe", daraus entstand der Name Sternschnuppe. Als ob das Weltall sich sozusagen "reinigen" würde.

Na dann, raus unter den hoffentlich sternklaren Himmel und die Perseiden in der Sternschnuppennacht im August beobachten!

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Offen für Astrologie und Sterndeutung? Wenn Ihnen Sternzeichen nicht schnuppe sind, finden Sie bei uns jede Menge an Artikeln rund um das Thema.

Hier können Sie Ihr Ihr Mondhoroskop für August 2019 lesen.

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