24.07.2018 - 15:47

Blutmond 2018 Längste totale Mondfinsternis des Jahrhunderts diesen Freitag

Am 27. Juli 2018 wird es die längste totale Mondfinsternis des Jahrhunderts geben.

Foto: iStock/jimkruger

Am 27. Juli 2018 wird es die längste totale Mondfinsternis des Jahrhunderts geben.

Am 27. Juli 2018 wird in Deutschland die längste totale Mondfinsternis des 21. Jahrhunderts zu bestaunen sein. Erfahren Sie mehr zu dem historischen Spektakel.

An diesem Freitag (27. Juli.2018) lohnt sich ein Blick in den Himmel ganz besonders. Ab 19:15 Uhr Mitteleuropäischer Sommerzeit wird in Deutschland die längste totale Mondfinsternis des 21. Jahrhunderts zu sehen sein. Der Vollmond wird dann vor Mitternacht für knapp zwei Stunden in den Kernschatten der Erde eintauchen und sich kupferrot verfärben.

Insgesamt 103 Minuten wird die Mondfinsternis laut Deutschem Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) dauern. Dabei taucht der Vollmond völlig in den Kernschatten der Erde ein und verfärbt sich durch die Lichtbrechung der Sonnenstrahlen kupferrot, daher auch die Bezeichnung "Blutmond". Sonne, Erde und Mond liegen dann in einer Reihe, die Erde hält das Licht der Sonne ab. Erst im Jahre 2123 wird es eine drei Minuten längere totale Mondfinsternis geben.

Ablauf der totalen Mondfinsternis 2018

Um 19:15 Uhr tritt der Mond in den Halbschatten der Erde ein. Laut DLR wird sich der Mond aber erst ab 21:30 Uhr ganz im Kernschatten befinden, die totale Finsternis endet um 23:13 Uhr. Erst um 1:30 Uhr des Folgetages wird der Mond den Halbschatten verlassen haben. Alle Zeitangaben entsprechen der Mitteleuropäischen Sommerzeit.

Uhrzeit (MESZ)

Ereignis

19:15

Eintritt des Mondes in den Halbschatten der Erde

20:24

Eintritt des Mondes in den Kernschatten der Erde

21:30

Beginn der Totalität

22:22

Mitte der totalen Finsternis

23:13

Ende der Totalität

00:19

Austritt des Mondes aus dem Kernschatten der Erde

01:30

Austritt des Mondes aus dem Halbschatten der Erde

Natürlich kann der Mond nicht überall gleich beobachtet werden, im Osten geht er weitaus früher auf als im Westen. Laut DLR können Beobachter in der Mitte Deutschlands gegen 21 Uhr am Südosthimmel den Mond sehen. Er wird aufgehen, noch bevor die Sonne untergegangen ist. Eine gute Nachricht: Der Beginn der totalen Mondfinsternis um ca. 21:30 Uhr wird praktisch überall in Deutschland zu sehen sein.

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Wo Sie die totale Mondfinsternis am besten beobachten können

Das DLR empfiehlt einen Beobachtungsplatz, "von dem aus in südöstlicher Richtung ein freier Blick zum Horizont möglich und der weitgehend frei von störenden irdischen Lichtquellen ist." Großstadtbewohner suchen sich am besten einen Platz auf einem Hochhaus, Landbewohner eine kleine Erhebung. Ein Fernglas ist ebenfalls hilfreich, denn es lässt weitaus mehr Details erkennen. Außerdem soll der Blutmond am besten im Süden und Osten Deutschlands zu sehen sein.

Obwohl es sich um die längste totale Mondfinsternis des 21. Jahrhunderts handelt, stellt sie gleichzeitig den kleinsten Vollmond des Jahres 2018 dar, dieser Unterschied ist für das menschliche Auge aber so gut wie nicht wahrnehmbar.

2019 wird es wieder einen Blutmond geben

Am Freitag ereignet sich übrigens nicht die längste Mondfinsternis aller Zeiten, 1982 und 2000 dauerten die Totalitäten ganze 106 Minuten an. Der übernächste Blutmond ereignet sich am 21. Januar 2019 und sollte, bei entsprechenden Wetterbedingungen, auch über Deutschland zu sehen sein.

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Wie entsteht ein Supermond?
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Mythologie der Mondfinsternis

Eine Mond- sowie Sonnenfinsternis hat vor langer Zeit, in der noch Mythen und Legenden das kulturelle Wissen der Welt formten, zumeist Angst und Schrecken verbreitet. Dabei entstanden unterschiedliche Geschichten. Hier ein paar Beispiele:

  • Mythen der Germanen, Wikinger und anderer nordischen Völker besagten, dass ein riesiger Wolf des Hasses versucht, den Mond zu verschlingen und dadurch die Finsternis auslöst.
  • Die Chinesen glaubten an den Drachen des Chaos, der den Mond verspeiste – erst Lärm und Krach auf der Erde würde ihn dazu bewegen, den Mond wieder freizugeben.
  • Die Amazonas-Indianer erklärten sich den Blutmond, indem angenommen wurde, dass ein Pfeil den Mond verwundete und er dadurch bluten würde.

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