12.07.2018

Im Video So dramatisch war die Höhlen-Rettung der Kinder in Thailand

Höhlen-Rettung

Do, 12.07.2018, 15.37 Uhr
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Die Rettung der Fußball-Mannschaft und ihres Trainers aus einer Höhle in Thailand beschäftigt immer noch die ganze Welt. Nun gibt es erste Aufnahmen von der Befreiungs-Aktion und auch erste Fotos aus dem Krankenhaus.

Alle 12 Kinder eines Fußballteams und ihr 25-jähriger Trainer waren mehr als zwei Wochen in der Tham-Luang-Höhle im Norden des Landes gefangen. Am Dienstag wurden die letzten Eingeschlossenen erfolgreich gerettet. Sehen Sie oben im Video Bilder von der außergewöhnlichen Rettungs-Aktion.

Kinder aus Höhle in Thailand gerettet

Allen Geretteten geht es den Umständen entsprechend. Sie wurden direkt nach ihrer Befreiung in ein Krankenhaus gebracht, wo sie sich von den Strapazen der letzten Wochen erholen. Ein Foto aus dem Krankenhaus zeigt einige der Jungen. Sie scheinen in guter Verfassung zu sein. Die Aufnahme entstand auf der Station einer Klinik in Chiang Rai. Darauf tragen sie Mundschutz und formen mit ihren Händen das Victory-Zeichen. Mehrere Mitarbeiter der Klinik kümmern sich um sie.

Kinder grüßen aus dem Krankenhaus

Amtsarzt Thongchai Lertvilairattanapong sagte auf einer Pressekonferenz, die Jungen im Alter zwischen elf und 16 Jahren und ihr 25-jähriger Trainer seien in einem "sehr guten mentalen Zustand". Und er erklärt weiter: "Das ist wahrscheinlich deshalb so, weil sie die ganze Zeit gemeinsam als ein Team verbrachten, wo einer dem anderen hilft." Der Arzt lobte vor allem den Trainer, der sich die ganze Zeit sehr um seine Schützlinge gekümmert und ihnen Mut zugesprochen habe.

Die Kinder müssen noch mindestens eine Woche in der Klinik bleiben, einige Jungen durften aber schon ihre Eltern wiedersehen, die dabei Schutzkleidung trugen.

So dramatisch war die Rettungs-Aktion

Ein internationales Team aus Rettern hatte die Kinder und den Trainer befreit. Der australische Regierungschef Malcolm Turnbull lobte den Mut der australischen und aller übrigen Rettungskräfte. "Es ist eine der heldenhaftesten und beeindruckendsten Ereignisse unserer Zeit“, sagte er.

Nun sind neue Details zur Rettungsaktion bekannt geworden. Und die Mission war doch gefährlicher als gedacht. Der britische "Guardian" hat unter anderem mit drei Tauchern, die an der Rettung beteiligt waren, gesprochen. Was die Helfer berichten, klingt nach Dramatik pur.

Die vom "Guardian" zitierten Taucher berichten, dass sie das, was sie in der Höhle vorfanden, so noch nie zuvor gesehen hätten. Das Wasser sei total schlammig und in der Höhle sei es dazu auch noch stockfinster gewesen, so Apakorn Youkongkaew, Mitglied der thailändischen Navy Seals.

Fast wäre ein Unglück passiert

Und fast wäre es doch noch zu einem Unglück gekommen. Kurz nachdem der Trainer und ein Arzt die Höhle verlassen hatten, versagte nach Berichten des britischen "Guardian" die Hauptpumpe – der Pegel stieg schnell an. Taucher und Rettungsarbeiter seien zu diesem Zeitpunkt noch mit dem Einsammeln von Gerätschäften beschäftigt gewesen. Die verbliebenen Arbeiter in der Höhle seien zum Ausgang gerannt. Alle konnten die Höhle ohne Verletzungen verlassen.

Ein Toter bei der Rettungsaktion

Ein besonders trauriger Zwischenfall ereignete sich bereits wenige Tage zuvor. Bei der Vorbereitung der Rettungsaktion kam ein Rettungstaucher wegen Sauerstoffmangels ums Leben.

>> Nach Höhlen-Rettung: Helden-Arzt bekommt traurige Nachricht.

Jugendfußballteam war seit dem 23. Juni gefangen

Das Jugendfußballteam war am 23. Juni bei einem Ausflug in die Tham-Luang-Höhle von schweren Regenfällen überrascht worden und hatte sich vor den eindringenden Wassermassen tief in die Höhle flüchten müssen. Erst nach neun Tagen waren sie von Höhlentauchern entdeckt worden. Vor der Rettungsaktion war den Kindern und dem Trainer ein Beruhigungsmittel verabreicht worden, um Panikattacken während des Einsatzes zu verhindern. Auf dem Weg aus der Höhle seien Ärzte postiert gewesen, die den Zustand der Fußballer ständig kontrolliert hätten.

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