11.07.2018

Kinder in Thailand gerettet Nach Höhlen-Rettung: Helden-Arzt bekommt traurige Nachricht

Alle 12 Kinder und der Trainer konnten aus einer Höhle in Thailand geborgen werden. Einer der das möglich machte, war der Arzt Richard Harris. Nach Abschluss der Rettuns-Mission bekam er jedoch eine ganz traurige Nachricht.

Foto: TANG CHHIN SOTHY/AFP/Getty Images

Alle 12 Kinder und der Trainer konnten aus einer Höhle in Thailand geborgen werden. Einer der das möglich machte, war der Arzt Richard Harris. Nach Abschluss der Rettuns-Mission bekam er jedoch eine ganz traurige Nachricht.

Es war die schönste Meldung der letzten Wochen: Alle zwölf Jungs und ihr Fußballtrainer wurden aus der Höhle in Thailand lebend geborgen. Einer der großen Anteil daran hatte, war der Arzt Richard Harris. Kurz nach der Rettung bekam der gefeierte Held jedoch eine ganz traurige Nachricht.

Mehr als zwei Wochen saßen zwölf Jungen einer thailändischen Fußballmannschaft und ihr Trainer in der Tham-Luang-Höhle im Norden des Landes fest. Alle konnten gerettet werden. Der australische Arzt Richard Harris hatte maßgeblichen Anteil, dass alle Eingeschlossenen sicher geborgen werden konnten. Der Anästhesist aus Adelaide betreute die 11 bis 16 Jahre alten Kinder und ihren Trainer (25) täglich in der Höhle. Dafür musste er einen vier Kilometer langen unterirdischen Weg zurücklegen. Als einer der letzten Retter verließ Harris die Höhle.

Traurige Nachricht für Helden-Arzt Harris

Die Befreiung der Fußballmannschaft dauerte insgesamt drei Tage. Wassermassen versperrten den Jungen und ihrem Trainer den Weg zum Ausgang, deshalb musste die Rettungsaktion ganz genau geplant werden.

Harris und seine Kollegen wurden nach der geglückten Aktion als Helden gefeiert. Und obwohl alle Eingeschlossenen sicher befreit werden konnten, endete der Tag sehr traurig für Harris. Sein Vater starb unmittelbar nach dem Ende der Rettungsaktion, wie der Chef des Südaustralischen Rettungsdienstes via Twitter mitteilte. Dazu verkündete er, dass Harris direkt die Heimreise antreten und eine wohlverdiente Auszeit bei seiner Familie bekommen werde.

Harris war "unentbehrlich" für die Rettungsaktion

Harris war einer der Spezialisten, die die Behörden als "unentbehrlich" für die Rettungsaktion bezeichneten. Mit seiner 30-jährigen Erfahrung als Höhlentaucher konnte er die Kinder und den Trainer in ihrer misslichen Lage versorgen. Wie der "Daily Telegraph" berichtet, soll es Harris gewesen sein, der auf Idee kam, die Jungen kurz vor dem Tauchgang mit Medikamenten ruhig zu stellen. So sollten Panikattacken unter Wasser verhindert werden. Immerhin mussten die Kinder fast 1,7 Kilometer lange Tunnel durchschwimmen.

Harris entschied auch, welche Jungen zuerst evakuiert wurden. Er schickte zunächst die vier ältesten im Alter von 14 bis 16 Jahren hinaus, denen es auch schlechtesten ging. Zwei von ihnen litten an Lungenentzündungen.

"Es ist eine der heldenhaftesten und beeindruckendsten Ereignisse unserer Zeit"

Der australische Regierungschef Malcolm Turnbull lobte den Mut der australischen und aller übrigen Rettungskräfte. "Es ist eine der heldenhaftesten und beeindruckendsten Ereignisse unserer Zeit“, sagte er. Richard Harris habe eine bedeutende Rolle dabei gespielt – "das ist wirklich eine Inspiration.“

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