18.12.2019

Nicht an Haustiere verfüttern! Vorsicht! Diese Lebensmittel sind tabu für Hund und Katze

Diese Lebensmittel sollten Haustiere nicht fressen
Do, 28.06.2018, 13.49 Uhr

Diese Lebensmittel sollten Haustiere nicht fressen

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Auch Haustiere mögen Leckerlis, keine Frage. Allerdings sollten sie nicht immer das vorgesetzt kriegen, was wir Menschen gut vertragen, denn es gibt Inhaltsstoffe in Lebensmitteln, die für Hunde und Katzen so gar nicht bekömmlich sind. Lesen Sie, was für Ihre treuen Vierbeiner absolut tabu sein sollte! Gerade auch bei der Völlerei an Weihnachten ist das wieder ein Thema.

Was der Mensch gut verträgt, muss für das Haustier noch lange nicht gut sein. Leider vergessen das viele Tierhalter immer wieder – und verfüttern Lebensmittel an Hunde und Katzen, deren Inhaltsstoffe Haustiere nicht vertragen und den Vierbeinern ganz schön zusetzen können.

Falls Sie an Ihrem Tier ein ungewöhnliches Verhalten oder besorgniserregende Symptome entdecken, überlegen Sie gut, was es gerade gefressen haben könnte. Denn im Zweifelsfall heißt es: schnell handeln und zum Tierarzt fahren! In manchen Fällen kann der nämlich nur noch helfen, wenn Sie sich nicht zu viel Zeit gelassen haben.

Diese Inhaltsstoffe in Lebensmitteln vertragen Haustiere nicht

  • Xylit: Das Süßungsmittel, ursprünglich aus Birkenzucker hergestellt, wird als Zuckerersatz in verschiedenen Back- und Süßwaren verwendet. Bekommen Hunde, aber auch Kaninchen, Ziegen oder Kühe davon etwas zu fressen, kann es zur Freisetzung von Insulin, zur Unterzuckerung und dadurch schließlich zu Nierenversagen kommen. Die Seite birkenzucker-info.de warnt: schon geringe Mengen an Xylit können bei Hunden zum Tod führen! Häufige Symptome sind lethargisches Verhalten, Erbrechen, plötzliche Schwächeanfälle und Zusammenbruch durch Kreislaufkollaps.
  • Theobromin: Der Stoff kommt in Kakaosamen vor. Er führt bei Haustieren zu Erbrechen und Durchfall, extremem Durst und Harndrang, Hyperaktivität, Herzrhythmusstörungen, Krämpfen und im schlimmsten Fall zum Tod. Vor allem Schokolade könnte den Vierbeinern gefährlich werden – dabei gilt: je dunkler das Produkt, desto höher die Konzentration an Theobromin und damit die Gefahr. Übrigens: Auch ein kleines Stückchen pro Tag ist ungesund, denn der Stoff lagert sich im Körper immer weiter an.
  • Inhaltsstoffe in Macadamia-Nüssen: Die Nüsse werden häufig in Keksen und Süßigkeiten verwendet, aber auch einfach so genascht. Sie können jedoch Vergiftungssymptome bei Hunden und Katzen hervorrufen – Symptome sind etwa Schwäche, Depression, Erbrechen, Krampfanfälle und Hyperthermie (Überwärmung des Körpers). Sie treten meist innerhalb von zwölf Stunden nach der Einnahme auf und dauern ca. zwölf bis 48 Stunden.
  • Blausäure: Kerne von Steinobst wie Kirschen, Pfirsichen, Aprikosen oder Pflaumen enthalten die Säure, auch als Zyankali bekannt. Zerbeißen oder fressen Haustiere die Steine, wird Blausäure freigesetzt – das kann innerhalb weniger Sekunden zu Vergiftungserscheinungen, im schlimmsten Fall binnen Minuten zum Tod führen. Besonders viel Blausäure enthalten Aprikosenkerne.
  • Inhaltsstoffe in Weintrauben & Rosinen: Bei Hunden kann der Verzehr zu akutem Nierenversagen führen. Die Symptome beginnen nach ein bis zwei Tagen mit Mattigkeit, Bauchkrämpfen und Erbrechen. Oft versuchen Hunde dann, immer mehr Wasser zu trinken, aber die Urinproduktion gestört ist – im schlimmsten Fall geht gar ncihts mehr. Rosinen sind noch gefährlicher als Trauben, die Inhaltsstoffe sind bei ihnen höher konzentriert.
  • Sulfide in Zwiebeln: Rohe Zwiebeln, Knoblauch, Lauch und Bärlauch führen bei Hunden und Katzen zu Schäden an den roten Blutkörperchen und dadurch zur Blutarmut – der rote Blutfarbstoff wird über den dunkel gefärbten Harn ausgeschieden. Innerhalb von ein bis zwei Tagen beginnen die Vergiftungssymptome. Die Tiere verweigern die Nahrungsaufnahme, erbrechen und sind matt.
  • Salzige Lebensmittel: Zu viel Salz ist giftig für Katzen, Hunde, Pferde, Rinder, Kaninchen und Vögel – es führt zu enormem Durst bis hin zur Natrium-Ion-Vergiftung. Symptome können unter anderem Erbrechen, Durchfall, Depressionen, Krampfanfälle, erhöhte Körpertemperatur und Krämpfe sein. Ihr Haustier kann im schlimmsten Fall sogar daran sterben! Also weg mit Salzstangen und Chips vom Couchtisch.
  • Persin in Avocados: Kern, Haut und Fruchtfleisch der Avocado enthalten das Toxin Persin. Eine Vergiftung mit Avocado kann eine irreparable Herzmuskelschädigung zur Folge haben, es kann sogar zu Herzversagen führen. Auch andere Organe können in Mitleidenschaft gezogen werden.

Durchfallerkrankungen bei Hund und Katze sollten Sie immer vom Tierarzt behandeln lassen, können aber mit Hausmitteln unterstützen.

Vorsicht bei gekochtem Fleisch: Keine Knochen!

Doch auch Fleischstückchen sollten Sie Ihren Tieren nicht unbedarft geben. Zum einen kommt es natürlich auch auf die Würze an. Sind zu viele Zwiebeln und zu viel Salz dran, fällt das fleischige Leckerli vom Menschenteller sowieso weg. Aber auch bei der Weihnachtsgans oder dem Grillhähnchen ist aufzupassen. Geben Sie Ihrem Tier bitte niemals gekochte Knochen zum Abknabbern. Das gilt sowohl für Geflügelknochen als auch für alle anderen Knochen.

Gerade die Knochen von Geflügel sind sehr leicht, weil sie innen großteils hohl sind. Aber auch die Knochen von Rind und Schwein sind nach dem Knochen spröde und können splittern. Die Gefahr, dass sie bei einem beherzten Hundebiss zerbrechen, ist daher groß. Knochensplitter, die das Tier dann verschlucken kann, können im Leib großen Schaden anrichten und innere Blutungen verursachen. Daher gilt: Wenn Sie Ihrem Tier einen Knochen geben möchten, immer im Rohzustand. Geflügelknochen sind roh unter Umständen okay, jedoch mit Vorsicht zu genießen. Absehen sollten Sie von Wildschweinknochen, da hier Krankheitserreger zu finden sein können.

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