10.07.2020 - 10:30

Wie Gift für Haustiere Achtung! Diese Lebensmittel sind tabu für Hund und Katze

Wenn Haustiere Lebensmittel vom menschlichen Speiseplan zu fressen bekommen, können ihnen manche der Inhaltsstoffe ganz schön auf den Magen schlagen.

Foto: iStock/chendongshan

Wenn Haustiere Lebensmittel vom menschlichen Speiseplan zu fressen bekommen, können ihnen manche der Inhaltsstoffe ganz schön auf den Magen schlagen.

Auch Haustiere mögen Leckerlis, keine Frage. Allerdings sollten sie nicht immer das vorgesetzt kriegen, was wir Menschen gut vertragen, denn es gibt Inhaltsstoffe in Lebensmitteln, die für Hunde und Katzen so gar nicht bekömmlich sind. Lesen Sie, was im Fressnapf absolut tabu sein sollte!

Was für Menschen bekömmlich ist, muss für das Haustier noch lange nicht gut sein. Leider vergessen das viele Tierhalter immer wieder – und verfüttern Lebensmittel an Hunde und Katzen, deren Inhaltsstoffe Haustiere nicht vertragen und den Vierbeinern ganz schön zusetzen können. Manche sind regelrecht giftig für sie und können im schlimmsten Fall zum Tod führen!

Falls Sie an Ihrem Tier ein ungewöhnliches Verhalten oder besorgniserregende Symptome entdecken, überlegen Sie gut, was es gerade gefressen haben könnte. Denn im Zweifelsfall heißt es: schnell handeln und zum Tierarzt fahren! In manchen Fällen kann der nämlich nur noch helfen, wenn Sie sich nicht zu viel Zeit gelassen haben.

Diese Inhaltsstoffe in Lebensmitteln vertragen Haustiere nicht

Diese Lebensmittel sollten Haustiere nicht fressen

Diese Lebensmittel sollten Haustiere nicht fressen

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  • Rohes Schweinefleisch: Für Menschen ist es ungefährlich, wenn das das Aujeszky-Virus enthalten ist – für Hunde aber geht es oft tödlich aus, denn es kann die auch Pseudo-Tollwut genannte Krankheit auslösen, die nicht heilbar ist. Symptome wie Schaum vor dem Mund und Krämpfe sind charakteristisch. Das Fleisch muss also immer gut durchgekocht sein, dann haben auch andere Bakterien wie Salmonellen oder Trichinen keine Chance.
  • Alkohol: Es sollte ohnehin selbstverständlich sein, dass Alkohol für jedes Tier tabu ist. Doch auch unbeabsichtigt kommen Hunde und Katzen vielleicht einmal an herumstehende Flaschen oder Gläser heran. Die Wirkung ist bei Haustieren sehr viel stärker, neben Erbrechen, Atemnot sowie Leber- und Nierenschäden kann es zum akuten Abfall des Blutzuckerspiegels, damit zu Krampfanfällen und dann auch zum Tod führen!
  • Roher Hefeteig: Kinder lieben es, die Teigschüssel auszuschlecken. Ihrem Haustier sollten Sie das Vergnügen auf jeden Fall vorenthalten! Der Grund: Während des Gärprozesses werden durch die Hefepilze Kohlendioxid und Alkohol gebildet. Die aufgehende Teigmasse kann die Magenwand überdehnen, die Atmung und das Erbrechen werden erschwert. Wie tierklinik.de mitteilt, zeigen Hunde und Katzen nach dem Verzehr von rohem Hefeteig einen aufgetriebenen Bauchraum und Anzeichen einer Alkoholvergiftung. Im Extremfall können sie ins Koma fallen und schließlich versterben.
  • Koffein: Der Stoff zählt zur Gruppe der Methylxanthine, erhöht den Blutdruck, beschleunigt den Puls und verengt die Blutgefäße – für Haustiere eine Gefahr, wie das Deutsche Tierschutzbüro mitteilt. Denn der Stoffwechsel gerade von Hunden sei von Natur aus nicht darauf angelegt, Koffein zu verarbeiten. Ob das Tier eine Koffeinvergiftung hat, zeigt sich anhand von Symptomen wie Unruhe, Zittern, Krampfanfällen, Überwärmung, Erbrechen und Durchfall. Außerdem kann es zu lebensbedrohlichen Herzrhythmusstörungen kommen.
  • Xylit: Das Süßungsmittel, ursprünglich aus Birkenzucker hergestellt, wird als Zuckerersatz in verschiedenen Back- und Süßwaren verwendet. Bekommen Hunde, aber auch Kaninchen, Ziegen oder Kühe davon etwas zu fressen, kann es zur Freisetzung von Insulin, zur Unterzuckerung und dadurch schließlich zu Nierenversagen kommen. Die Seite birkenzucker-info.de warnt: schon geringe Mengen an Xylit können bei Hunden zum Tod führen! Häufige Symptome sind lethargisches Verhalten, Erbrechen, plötzliche Schwächeanfälle und Zusammenbruch durch Kreislaufkollaps.
  • Theobromin: Der Stoff kommt in Kakaosamen vor. Er führt bei Haustieren zu Erbrechen und Durchfall, extremem Durst und Harndrang, Hyperaktivität, Herzrhythmusstörungen, Krämpfen und im schlimmsten Fall zum Tod. Vor allem Schokolade könnte den Vierbeinern gefährlich werden – dabei gilt: je dunkler das Produkt, desto höher die Konzentration an Theobromin und damit die Gefahr. Übrigens: Auch ein kleines Stückchen pro Tag ist ungesund, denn der Stoff lagert sich im Körper immer weiter an.
  • Inhaltsstoffe in Macadamia-Nüssen: Die Nüsse werden häufig in Keksen und Süßigkeiten verwendet, aber auch einfach so genascht. Sie können jedoch Vergiftungssymptome bei Hunden und Katzen hervorrufen – Symptome sind etwa Schwäche, Depression, Erbrechen, Krampfanfälle und Hyperthermie (Überwärmung des Körpers). Sie treten meist innerhalb von zwölf Stunden nach der Einnahme auf und dauern ca. zwölf bis 48 Stunden.
  • Blausäure: Auch als Zyankali bekannt., ist die Säure in Kernen von Steinobst wie Kirschen, Pfirsichen, Aprikosen oder Pflaumen enthalten. Zerbeißen oder fressen Haustiere die Steine, wird Blausäure freigesetzt – das kann innerhalb weniger Sekunden zu Vergiftungserscheinungen, im schlimmsten Fall binnen Minuten zum Tod führen. Besonders viel Blausäure enthalten Aprikosenkerne.
  • Inhaltsstoffe in Weintrauben & Rosinen: Bei Hunden kann der Verzehr zu akutem Nierenversagen führen. Die Symptome beginnen nach ein bis zwei Tagen mit Mattigkeit, Bauchkrämpfen und Erbrechen. Oft versuchen Hunde dann, immer mehr Wasser zu trinken, aber die Urinproduktion gestört ist – im schlimmsten Fall geht gar ncihts mehr. Rosinen sind noch gefährlicher als Trauben, die Inhaltsstoffe sind bei ihnen höher konzentriert.
  • Sulfide in Zwiebeln: Rohe Zwiebeln, Knoblauch, Lauch und Bärlauch führen bei Hunden und Katzen zu Schäden an den roten Blutkörperchen und dadurch zur Blutarmut – der rote Blutfarbstoff wird über den dunkel gefärbten Harn ausgeschieden. Innerhalb von ein bis zwei Tagen beginnen die Vergiftungssymptome. Die Tiere verweigern die Nahrungsaufnahme, erbrechen und sind matt.
  • Salzige Lebensmittel: Zu viel Salz ist giftig für Katzen, Hunde, Pferde, Rinder, Kaninchen und Vögel – es führt zu enormem Durst bis hin zur Natrium-Ion-Vergiftung. Symptome können unter anderem Erbrechen, Durchfall, Depressionen, Krampfanfälle, erhöhte Körpertemperatur und Krämpfe sein. Ihr Haustier kann im schlimmsten Fall sogar daran sterben! Also weg mit Salzstangen und Chips vom Couchtisch.
  • Persin in Avocados: Kern, Haut und Fruchtfleisch der Avocado enthalten das Toxin Persin. Eine Vergiftung mit Avocado kann eine irreparable Herzmuskelschädigung zur Folge haben, es kann sogar zu Herzversagen führen. Auch andere Organe können in Mitleidenschaft gezogen werden.

Durchfallerkrankungen bei Hund und Katze sollten Sie immer vom Tierarzt behandeln lassen, allerdings können Sie mit Hausmitteln den Genesungsprozess unterstützen.

Vorsicht bei gekochtem Fleisch: keine Knochen!

Doch auch Fleischstückchen sollten Sie Ihren Tieren nicht unbedarft geben. Zum einen kommt es natürlich auch auf die Würze an. Sind zu viele Zwiebeln und zu viel Salz dran, fällt das fleischige Leckerli vom Menschenteller sowieso weg. Aber auch bei der Weihnachtsgans oder dem Grillhähnchen ist aufzupassen. Geben Sie Ihrem Tier bitte niemals gekochte Knochen zum Abknabbern. Das gilt sowohl für Geflügelknochen als auch für alle anderen Knochen.

Gerade die Knochen von Geflügel sind sehr leicht, weil sie innen großteils hohl sind. Aber auch die Knochen von Rind und Schwein sind nach dem Knochen spröde und können splittern. Die Gefahr, dass sie bei einem beherzten Hundebiss zerbrechen, ist daher groß. Knochensplitter, die das Tier dann verschlucken kann, können im Leib großen Schaden anrichten und innere Blutungen verursachen. Daher gilt: Wenn Sie Ihrem Tier einen Knochen geben möchten, immer im Rohzustand. Geflügelknochen sind roh unter Umständen okay, jedoch mit Vorsicht zu genießen. Absehen sollten Sie von Wildschweinknochen, da hier Krankheitserreger zu finden sein können.

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