02.07.2018

Paläste, Schmuck, Geld So reich sind die Royals wirklich

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Ist eigentlich auch die Queen sagenhaft vermögend, oder wird dieses Privilieg nur den gekrönten Häuptern aus dem Nahen Osten zuteil? Wie reich die Royals sind, lesen Sie hier.

Foto: imago/ZUMA Press

Ist eigentlich auch die Queen sagenhaft vermögend, oder wird dieses Privilieg nur den gekrönten Häuptern aus dem Nahen Osten zuteil? Wie reich die Royals sind, lesen Sie hier.

Gekrönten Häuptern wird oft sagenhafter Reichtum nachgesagt – nicht zu Unrecht. Gerade Herrscher aus dem Nahen Osten schwimmen geradezu im Geld.

Das reichste Königshaus ist jedoch das von Thailand: Maha Vajiralongkorn (65) wird ein sagenhaftes Privatvermögen von 40 Milliarden Dollar nachgesagt ­– umgerechnet etwa 34 Milliarden Euro! Gespeist wird dieser Reichtum aus weitverzweigten Beteiligungen an thailändischen und internationalen Konzernen und Banken, die der König von seinem Vater, König Bhumibol (†88), geerbt hat.

So reich sind Royals rund um den Globus

Geld, das das Staatsoberhaupt gern in Deutschland ausgibt – zum Beispiel für eine Villa am Starnberger See, wo er zusammen mit seiner vierten Partnerin, einer ehemaligen Stewardess, zusammen mit den gemeinsamen Kindern einen großen Teil des Jahres verbringt.

Auf dem zweiten Platz der reichsten Royals landet Sultan Haji Hassanal Bolkiah (71) von Brunai – mit einem Kontostand von etwa 17 Milliarden Euro. Quelle des Reichtums: reiche Erdölvorkommen, die allerdings zur Neige gehen. Ebenfalls durch Öl zu unfassbarem Reichtum gelangt sind Scheich Chalifa bin Zayed Al Nahayan (69), Staatsoberhaupt der Vereinigten Arabischen Emirate mit einem geschätzten Privatvermögen von 15,4 Milliarden Euro, und König Salman ibn Abd al-Aziz von Saudi Arabien (82) mit geschätzten 14,5 Milliarden Euro auf der hohen Kante.

Europäische Royals können nicht mithalten

Reichster Royal Europas ist übrigens nicht die Queen, sondern Fürst Hans-Adam von und zu Liechtenstein (73) – mit einem Privatvermögen von ca. 3,5 Milliarden Euro. Beteiligungen an internationalen Konzernen, eine eigene Bank und riesiger Grundbesitz ­– allein die 200 Quadratkilometer in Österreich sind größer als das eigene Land – und Einnahmen aus zahlreichen Immobilien spülen Geld in die Kasse des Regenten.

Auf Platz zwei in Europa landet mit Fürst Albert II. von Monaco (60) erneut das Oberhaupt eines Zwergenstaats: Sein geschätztes Vermögen von etwa 850 Millionen Euro stammt aus Einnahmen aus dem berühmten Casino in Monte-Carlo und umfangreichem Grund- und Immobilienbesitz.

Relativ „abgeschlagen“, aber immer noch schwerreich: Königin Elizabeth II. (92) von England wird auf 450 Millionen Euro geschätzt – es gibt aber auch Quellen, die von 1,8 Milliarden Euro sprechen ... Basis ihres Vermögens ist großer Grund- und Immobilienbesitz – und ihre jährliche Apanage von 16,2 Millionen Euro.

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Sind Monarchien wirklich nur teuer?

Alle konstitutionellen Monarchen (außer Hans-Adam von und zu Liechtenstein) empfangen Zuwendungen, um für ihren und den Unterhalt des Hofstaats aufzukommen – Wasser auf die Mühlen von Gegnern der Monarchie, die der Meinung sind, dass diese Staatsform nicht mehr zeitgemäß und viel zu teuer ist. In Großbritannien kostet die Monarchie den Steuerzahler jährlich etwa 38 Millionen Euro. Hört sich viel an, doch umgerechnet auf die gesamte Bevölkerung sind das gerade mal 51 Cent pro Kopf und Jahr. Der Polizeischutz für die Königliche Familie, der Unterhalt von Palästen und anderer Kulturdenkmäler sowie Armee-Zeremonien sind noch nicht mit eingerechnet.

Dem gegenüber stehen rund 600 Millionen Euro, die die Monarchie der britischen Wirtschaft laut der Tourismusagentur „VisitBritain“ in die Kassen spült – in einem normalen Jahr, wenn sich das Land nicht gerade über blaublütigen Nachwuchs freut oder ein Prinz heiratet. Während der Feierlichkeiten zur Hochzeit von Prinz William (36) und seiner Kate (36) haben Besucher 129 Millionen Euro ausgegeben – allein in London! Landesweit nahm der Einzelhandel mit Tassen, Fähnchen oder Kondomen mit dem Konterfei des Brautpaares über eine halbe Milliarde Euro ein.

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Monarchien kurbeln die Wirtschaft im jeweiligen Land unterschiedlich stark an, und auch die Kosten unterscheiden sich stark:

  • Die spanische Monarchie muss mit einem Budget von 7,7 Millionen Euro klarkommen – und das tut sie auch: 2014 gab König Felipe (50) am Jahresende sogar eine Million Euro zurück an den Staat!
  • Den Luxemburgern ist ihre Monarchie pro Kopf stolze 18 Euro wert! Von den etwa 9,8 Millionen Euro bekommt Großherzog Henri (63) allerdings nur 244.521 Euro – der Rest geht für die Hofhaltung und die Großherzogliche Familie drauf.
  • Königin Margarethe von Dänemark (78) hat für ihre Hofhaltung jährlich etwa 10,8 Millionen Euro zur Verfügung. Eine stolze Summe, mit der sie jedoch nicht immer auskommt ... 2015 hat der Hof wegen der Feierlichkeiten zum 75. Geburtstag der Monarchin das Budget um 340.000 Euro überzogen. Der Steuerzahler kommt nicht dafür auf: Die dänischen Royals müssen ihre Schulden selbst ausgleichen.
  • Die schwedischen Royals haben jährlich 13,6 Millionen Euro zur Verfügung – zumindest theoretisch: Die halbe Summe geht an König Carl Gustaf (72) und seine Familie, um deren Ausgaben für Reisen und Veranstaltungen zu decken. Die andere Hälfte geht für den Unterhalt der königlichen Schlösser drauf und wird vom Finanzministerium verwaltet. Der König bekommt es also eigentlich nie zu Gesicht.
  • Die belgische Monarchie kostet den Steuerzahler jährlich 35,7 Millionen Euro – über drei Euro pro Einwohner und Jahr. 924.000 Euro fließen als Rente an König Albert II. (84), der 2013 zugunsten seines Sohns, König Philippe (58), abgedankt hat.
  • König Willem-Alexander (51) erhält für seinen Hofstaat über 40 Millionen Euro – und jedes Jahr mehr, da die Bezüge der Königlichen Familie zusammen mit den Gehältern der Beamten erhöht werden.
  • Fürst Albert II. von Monaco bezieht 43,5 Millionen Euro aus dem Staatshaushalt, um die Monarchie des Zwergenstaats ordentlich repräsentieren zu können – obwohl er der zweitreichste Royal Europas ist.
  • Europas "teuerste" Monarchie leistet sich Norwegen: König Harald (81) bezieht zur Unerhaltung seines Haushalts jährlich rund 49 Millionen Euro aus der Staatskasse – das sind über 9 Euro pro Kopf und Nase.

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