14.05.2018

Kuriose Verwechslung Statt Kuschel-Hund: Familie zieht gefährlichen Bären groß

So süß sehen junge Kragenbären aus – für einige sind sie von Hundewelpen kaum zu unterscheiden. (Symbolbild)

Foto: imago/ITAR-TASS

So süß sehen junge Kragenbären aus – für einige sind sie von Hundewelpen kaum zu unterscheiden. (Symbolbild)

Familie Yun zog zwei Jahren lang ein Tierbaby groß – in dem Glauben, sie hätte eine Tibetdogge gekauft. Als das Tier einfach nicht aufhörte, zu wachsen, dämmerte es der Familie: der Verkäufer hatte ihr (wortwörtlich) einen Bären aufgebunden.

Diese Verwechslung hätte ganz böse enden können...

Su Yun aus Yunnan, einer Provinz im Südwesten Chinas, kaufte vor zwei Jahren einen niedlichen Hundewelpen für ihre Familie. Sie gab dem kleinen Fellknäuel den Namen Little Black (Kleiner Schwarzer). Aber das Tier entwickelte sich nicht so wie Su Yun das gedacht hatte. Sie wunderte sich schon nach kurzer Zeit darüber, welche Mengen der angebliche Hund jeden Tag verputzte. "Eine ganze Obstkiste und zwei Eimer Nudeln", erzählte sie chinesischen Medien. Aber sie brauchte lange, um zu merken, dass sie keinen Kuschel-Hund zu Hause hatte.

Tibetdoggen laufen nicht auf den Hinterbeinen

Little Black wurde Familie Yun als Tibetdogge verkauft. Diese Hunderasse wird bis zu 70 cm groß und 60 Kilo schwer. Als das Tier auch nach zwei Jahren wuchs und wuchs und Anstalten machte, auf den Hinterbeinen zu laufen, war Su Yun irgendwann klar: sie hatte keinen Hund, sondern einen Bären großgezogen! Mittlerweile lebte ein stattlicher Kragenbär bei ihr.

Sun Yun musste sich von Little Black verabschieden

Die Bärenrasse gilt in China als bedrohte Tierart – das Halten von Wildtieren ist dort generell verboten. Su Yun bat schließlich Anfang Mai das Naturschutzgebiet "Yunnan Wildlife Rescue Centre" um Hilfe. Little Black lebt dort jetzt in der Natur und ist kerngesund. Familie Yun hat sich gut um ihn gekümmert, sagen die örtlichen Behörden.

Little Black wird ausgewildert

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