01.06.2018

Polizei warnt Diese drei neuen Betrüger-Tricks sollten Sie kennen

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Nicht nur in der Online-Shopping-Welt lauern neue Betrügertricks. Wir stellen Ihnen drei aktuelle miese Maschen von Betrügern vor.

Foto: iStock/Wavebreakmedia

Nicht nur in der Online-Shopping-Welt lauern neue Betrügertricks. Wir stellen Ihnen drei aktuelle miese Maschen von Betrügern vor.

Achtung Falle: Im Urlaub, beim Tanken und beim Einkaufen ist Vorsicht angesagt. Lesen Sie, wie Sie auf die neuen miesen Betrügermaschen nicht hereinfallen.

Es gibt kaum einen Ort, an dem sie nicht lauern könnten: miese Betrüger, die mit tückischen Tricks versuchen, Ahnungslosen Fallen zu stellen. Drei neue Betrüger-Tricks, vor denen die Polizei aktuell warnt, stellen wir Ihnen vor, damit Sie Betrugshinweise schnell erkennen und nicht auf die miesen Maschen reinfallen.

Diese neuen Betrügertricks sind richtig mies

1. Der "Zettel-am-Auto"-Trick

"Als ich den Zettel lesen wollte, war mein Auto weg" – Marianne Kern (33) hat getankt, bezahlt und will gerade rückwärts von der Zapfsäule wegfahren, als sie einen Zettel an der Heckscheibe entdeckt. Weil der ihre Sicht behindert, steigt die Angestellte aus, lässt dabei den Motor laufen – und in genau diesem Moment taucht der Dieb wie aus dem Nichts auf und braust mit ihrem Auto davon. "Das ging alles so schnell, ich konnte gar nicht mehr reagieren", sagt die Kölnerin.

So schützen Sie sich:

  • Schalten Sie den Motor aus, auch wenn Sie das Auto nur kurz verlassen, und nehmen Sie den Schlüssel mit.
  • Taschen etc. immer in den Fußraum hinter den Fahrersitz legen. Auf dem Beifahrersitz kommen Diebe schnell heran, z. B. auch bei Stopps an Ampeln.
  • Informieren Sie bei Diebstahl oder Verlust Ihrer Personalpapiere und Wohnungsschlüssel unbedingt sofort die Nachbarn oder eine andere vertraute Person, die schnell Ihre Wohnung erreichen kann – häufig sind die Diebe nämlich schon unterwegs dahin. Tauschen Sie den Schließzylinder aus.

2. Der neue Ebay-Trick

Marion Kaiser aus Bochum sucht gern bei Ebay-Kleinanzeigen nach Schnäppchen. Leider ist der Online-Flohmarkt inzwischen auch bei Betrügern sehr beliebt. Die neueste Masche sind Lock-Angebote, die der Kunde anschließend auf dubiosem Weg bezahlen soll. Marion Kaiser hat sich für eine 12 Euro günstige Vase aus Porzellan interessiert, das Inserat sah total echt aus. Als Marion Kaiser beim Anbieter nachfragt, bekommt sie eine SMS mit der Bitte, alles Weitere zum Kauf über eine bestimmte E-Mail-Adresse zu klären. Sie schreibt diese Adresse an – und der Betrüger schlägt vor, die Vase auf Kosten seines Arbeitgebers an Marion zu schicken. Die Bezahlung soll per Nachnahme an den Paketzusteller erfolgen.

Florian Abbenseth von der Polizei Hamburg warnt auch vor diesem Trick: Stimmen Sie dieser Art des Versandes nicht zu! Möglicherweise sind Betrüger am Werk. Ihr Geld ist weg, die versprochene Ware kommt nie an, und der Betrüger ist nicht mehr zu erreichen.

So schützen Sie sich:

  • Verblüffend günstige Ware hat häufig eine zweifelhafte Herkunft. Besser nicht kaufen.
  • Nutzen Sie die angebotenen Sicherheitsstandards der Online-Plattformen. Um sie zu umgehen, verlagern Betrüger die Kommunikation gerne auch auf eine "private" Ebene – seien Sie dann besonders wachsam.

Vor Betrug im Internet warnt auch Maite Kelly, deren Name für Werbe-Kampagnen missbraucht wird – ein Problem, das z. B. auch Adele und Britney Spears haben.

3. Panne im Urlaub: Der Falsche-Helfer-Trick

Elisabeth und Rene Kreiner (beide 65) aus Hamburg sind auf dem Weg in ihr Ferienhaus nach Spanien, der BMW-Kombi ist voll bepackt. Im katalonischen Tarragona macht das Paar eine letzte kleine Kaffeepause – dann geht's weiter. Doch plötzlich merkt Rene Kreiner, dass ein Reifen platt ist. Als er rechts ranfährt, stellt sich sofort ein anderes Auto vor ihn. "Zwei Männer stiegen aus und boten uns Hilfe an", erzählt Elisabeth Kreiner. "Uns kam das gleich komisch vor."

Und tatsächlich: "Ein dritter Mann krabbelte aus dem fremden Auto und versuchte, sich bei uns auf den Fahrersitz zu schleichen." Ehemann Rene stellt die Bande zur Rede – die drei brausen davon.

Florian Abbenseth von der Polizei Hamburg kennt den Betrüger-Trick: Wenn Urlauber kurz nicht am Wagen sind, stechen die Diebe ein kleines Loch in den Reifen, fahren dem beschädigten Fahrzeug hinterher und bieten vor Ort ihre Hilfe an. Während die Urlauber den Schaden besichtigen, räumen die Betrüger dann den Kofferraum oder das Fahrzeuginnere aus.

So schützen Sie sich:

  • Seien Sie misstrauisch, wenn Ihnen "spontan" Hilfe angeboten wird oder Sie bei einem Stopp auf einen Fahrzeugschaden hingewiesen werden.
  • Eine Person sollte stets im Fahrzeug bleiben.
  • Verschließen Sie das Fahrzeug, auch wenn Sie es nur kurz verlassen.

Geben Sie Betrügern und ihren Tricks keine Chance: Auch auf diese gängigen Betrugsmaschen fallen ahnungslose Personen immer wieder rein. Sogar bei der Finanzberatung kommt es zu Abzocken – insbesondere bei der Beratung von Senioren.

Unser Ratgeber Recht hält mehr zu rechtlichen Themen samt Tipps, wie Sie sich schützen können, für Sie bereit.

Dieser Artikel erschien zuerst in der BILD der FRAU Nr. 17.

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