19.11.2018

Auf Wunschfang Sternschnuppenkalender: Wann gibt’s ein Himmelsspektakel?

In manchen Nächten im Jahr sind besonders viele Sternschnuppen zu sehen. Unser Sternschnuppen-Kalender verrät Ihnen, wann Sie die besten Chancen auf erfüllte Wünsche haben.

Foto: iStock/Cylonphoto

In manchen Nächten im Jahr sind besonders viele Sternschnuppen zu sehen. Unser Sternschnuppen-Kalender verrät Ihnen, wann Sie die besten Chancen auf erfüllte Wünsche haben.

Wer eine Sternschnuppe sieht, darf sich was wünschen – so heißt es. Unter anderem, weil Sternschnuppen in einer normalen Nacht relativ selten zu sehen sind. Das Glück ist also auf der Seite des Entdeckers. Aber wann sieht man denn mal mehr davon?

Es gibt gewisse Zeiten im Jahr, in denen die Chance auf Wunscherfüllung rapide steigt. Und das hat rein naturwissenschaftliche – nämlich astronomische – Gründe. BILD der FRAU hat Ihnen einen Sternschnuppen-Kalender zusammengestellt, damit Sie Ihren Wünschen näher kommen und gleichzeitig kein faszinierendes nächtliches Himmelsspektakel verpassen.

Ganz aktuell stehen, wie jeden November, die Leoniden bevor: Besonders in der Nacht vom 17. auf den 18. November sind sie wieder gut zu sehen – allerdings laut Experten in diesem Jahr in etwas geringerer Aktivität. Bis zu zehn Sternschnuppen pro Stunde werden erwartet.

Die besten Chancen auf Wunscherfüllung haben Sie in den frühen Morgenstunden am Sonntag, 18. November – natürlich am ehesten außerhalb von Städten in dunkler Umgebung. Da sie mit 70 Kilometern pro Sekunde besonders schnell unterwegs sind, muss das Auge aber flink sein.

Benannt sind die Leoniden nach dem Sternbild Löwe – und aus diesem scheinen sie auch zu entspringen. Eigentlich stammen sie aber aus der Trümmerwolke des Kometen 55P/Tempel-Tuttle.

Einen Vorgeschmack auf den nächsten Meteorschauer gibt's aber auch schon: Vom 13. auf den 14. Dezember erfreuen uns die weit aktiveren Geminiden mit bis zu 120 Sternschnuppen pro Stunde. Was sonst noch so über das Jahr am Himmel passiert:

Sternschnuppen-Kalender zeigt regelmäßige Meteorschauer

Sternschnuppen sind eigentlich nichts anderes als Gesteins- und Staubbrocken von Kometen, deren Bahn die Erde zu bestimmten Zeiten im Jahr kreuzt. Wenn diese Partikel in die Erdatmosphäre eintreten, verglühen sie – und das aufleuchtende Gas sehen wir als Sternschnuppe. Also eigentlich eine recht nüchterne Erklärung für ein aber überaus hübsch anzusehendes Spektakel.

Es sieht für uns Betrachter dabei immer so aus, als würden die Sternschnuppen in einem bestimmten Sternbild starten. Oft sind sie dann auch danach benannt.

Die Kometenlaufbahnen kreuzen die Erde immer zu wiederkehrenden Zeiten – daher lassen sich Meteorschauer, also Sternschnuppenregen, auch immer sehr gut terminieren. Die größten treten jedes Jahr zur ähnlichen Zeit auf. Eine Übersicht geben wir Ihnen im Folgenden.

Die größten Meteorströme: Hier haben Sie die besten Chancen auf Wunscherfüllung

  • Quadrantiden: Das Jahr startet mit Sternschnuppen aus dem Sternbild Bärenhüter nicht weit vom Großen Wagen (auch Großer Bär genannt). Sie stammen vom Asteroiden 2003 EH1. Von der Nordhalbkugel aus können wir zwischen letzter Dezemberwoche und 12. Januar Sternschnuppen sehen – die meisten sind vom 3. auf den 4. Januar gegen 3 Uhr nachts zu bewundern – vorausgesetzt, das Wetter ist gut. Praktisch: Anfang 2019 ist zu dieser Zeit Neumond, es wird also dunkel sein des nachts.
  • Lyriden: Mitte April geht es weiter mit den Lyriden, die aus dem Sternbild Leier auftauchen. Zwischen 16. und 26. April sehen Sie die Meteore, der Peak ist in der Nacht vom 22. auf 23. April. Bei den Lyriden vom Kometen C/1861 G1 Thatcher ist es egal, wo auf der Erde Sie sich befinden, sie sind auf beiden Erdhalbkugeln zu sehen. Wann Sie dieses Sternschnuppen-Spektakel am besten sehen, lesen Sie hier.
  • Eta-Aquariiden: Der Halleysche Komet versorgt uns um den 6. und 7. Mai herum mit Sternschnuppen aus dem Sternbild Wassermann – allerdings eher auf der Südhalbkugel. Zu sehen sind die Eta-Aquariiden dort zwischen 19. April und 28. Mai – also recht lange.
  • Perseiden: Zu den wohl bekanntesten Sternschnuppenschauern zählen wohl die Perseiden vom 17. Juli bis 24. August. Vor allem zwischen 11. und 13. August sind diese oft sehr starken Meteore zu sehen – und zwar aus Richtung des Sternbildes Perseus vom Komet Swift Tuttle. Bei gutem Wetter können über 100 Sternschnuppen pro Stunde beobachtet werden. Unter die Perseiden mischen sich oft auch sogenannte Feuerbälle – besonders große Meteore, die so hell wie Venus oder Jupiter leuchten und deren Schweif sogar bis zu zwei Sekunden lang leuchten kann – und zwar in verschiedensten Farben.
  • Draconiden: Weiter geht’s mit dem Sternschnuppen-Kalender im Oktober mit den Draconiden vom Komet 21P/Giacobini-Zinner – daher auch Giacobiniden genannt. Aus dem Kopf des Sternbildes Drache können Sie um den 8. und 9. Oktober herum Sternschnuppen bewundern.
  • Orioniden: Auf die nächsten Meteore müssen Sie nicht lange warten. Um den 21. und 22. Oktober sollten Sie Ihren Blick auf das Sternbild Orion werfen. Dort versorgt uns wieder der Halleysche Komet mit den nun sogenannten Orioniden, die aber schon vom 2. Oktober bis zum 7. November sichtbar werden können.
  • Leoniden: Ähnlich bekannt wie die Perseiden sind die Leoniden um den 17. und 18. November. Sie entspringen dem Sternbild Löwe und können ebenfalls sehr stark sein. 2018 geht dann auch noch der Mond zwischen 1 und 2 Uhr nachts unter. Danach herrschen bei gutem Wetter also tolle Sichtbedingungen – wenn Sie sich warm anziehen.
  • Geminiden und Ursiden: Ein Doppelgespann gibt es dann zum Jahresabschluss. Die Geminiden aus dem Sternbild Zwillinge sehen Sie besonders um den 14. Dezember herum (bei früh untergehendem Mond im Jahr 2018), sie werden aber dicht danach von den Ursiden aus dem Sternbild Ursa Minor bzw. vom Komet 8P Tuttle abgelöst. Deren Höhepunkt ist der 22. bis 23. Dezember – eine schöne Einstimmung auf Weihnachten also, zumindest bei gutem Wetter, in diesem Jahr allerdings mit Mondschein.

Sie wollen mehr über Perseiden erfahren? Dann werfen Sie einen Blick ins Video:

Perseiden: Die Sternschnuppen kommen – das muss man wissen

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So sehen Sie die Sternschnuppen am besten

Noch ein Tipp für tolle Sternschnuppen-Nächte: Vorausgesetzt es ist nachts nicht bewölkt und entsprechend sternklar, sollten Sie sich eine lichtarme Gegend suchen, am besten auf dem Land außerhalb von Städten mit ihrer Lichtverschmutzung. Ein weites Feld ohne hohe Bäume oder andere Sichtbehinderungen gibt Ihnen die besten Möglichkeiten auf ein fantastisches Himmelsspektakel. Vielleicht ziehen Sie unseren Sternschnuppen-Kalender ja in Ihre Urlaubsplanung mit ein.

Und auch, wenn die wissenschaftliche Erklärung einer Sternschnuppe den Zauber zu nehmen vermag, die mystische Aura eines Sternschnuppenregens berührt uns doch am Ende alle. Schauen Sie doch mal auf unsere Sternzeichen-Themenseite, wenn Sie sich für die astrologische Richtung interessieren.

Wir wünschen viel Erfolg beim Sternschnuppen-jagen und bei der Wunscherfüllung – und hoffen auf gutes Wetter und tolle Sicht!

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